Offshore-Windpark Beatrice Schottischer Wind für eine CO2-freie Zukunft

Redakteur: Sergio Caré

Grossbritannien setzte bereits früh auf Windenergie. Ende 2013 verfügten die Briten mit rund 3680 MW Leistung über die weltweit grösste installierte Offshore-Kapazität. Bis zum Jahr 2020 soll die Leistung verdreifacht werden. In Schottland wird das Offshore-Projekt Beatrice 588 MW dazu beitragen.

Insgesamt 84 getriebelose Windturbinen werden im Windpark Beatrice installiert und rund 400000 britische Bewohner mit sauberem Strom versorgen.
Insgesamt 84 getriebelose Windturbinen werden im Windpark Beatrice installiert und rund 400000 britische Bewohner mit sauberem Strom versorgen.
(Bild: Siemens)

Windkraftanlagen (WKA) gelten als wichtige regenerative Energiequelle für die Energiewende. Die Vorteile überwiegen vor allem bei Windparks auf offener See; trotz anfänglich hohen Investitionskosten. Und gerade auf dem Meer gibt es viele ungenützte Flächen. So auch in der Moray Firth rund 14 Kilometer vor der schottischen Küste.

Sieben-Megawatt-Windturbinen

Dort steht eines der grösseren WKA-Projekte, die Offshore-Anlage Beatrice mit ihren 588 Megawatt (MW) Gesamtleistung. Namensgeber für diesen Windpark ist nicht etwa Prinzessin Beatrice von Grossbritannien und Irland (1857–1944), sondern das nahe gelegene Ölfeld Beatrice mit vier Förderplattformen. Für das Windprojekt Beatrice werden die Briten 84 Windturbinen mit einer Leistung von jeweils sieben MW und einem Rotordurchmesser von 154 Metern aufstellen. Die Leistung des Offshore-Windkraftwerks wird ausreichen, um rund 400 000 britische Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Klar, dass es für die Herstellung, Wartung und Weiterentwicklung von Windparkanlagen dieser Grössenordnung viel Know-how und viele Arbeitskräfte bedarf.

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Siemens-Nexans-Konsortium

Lieferant der WKA wird der Siemens-Konzern sein. Mit knapp 2100 installierten Windturbinen und einer Gesamtleistung von über sieben Gigawatt ist das deutsche Unternehmen einer der führenden Anbieter von Offshore-Windkraftanlagen weltweit. Der Beatrice-Lieferumfang umfasst aus­serdem die Netzanbindung zum Festland, die der Technologiekonzern im Konsortium mit dem Kabelhersteller Nexans realisiert. Dafür stellt das Unternehmen die Umspannwerke bereit und setzt auf See erstmals ein modulares Konzept ein, das neben Platz und Gewicht auch Kosten spart. Zudem wird es den Service der Windkraftanlage über einen Zeitraum von 15 Jahren übernehmen. «Dies ist ein wichtiger Auftrag für unsere neue Windturbine der Sieben-Megawatt-Klasse», sagte Michael Hannibal, Offshore CEO der Siemens Wind Power and Renewables Division.

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