Outsourcing Schweizer Qualität, osteuropäische Preise

>> Mit ihrer hoch automatisierten Teilefertigung in der Schweiz, einer vollintegrierten Auftragsabwicklung und dem neuen Montagewerk in Tschechien beweist die Faes AG wie man als Schweizer Zulieferer erfolgreich sein kann - trotz starkem Franken und grosser ausländischer Konkurrenz.

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Andreas Kaufmann (links), Leiter Verkauf, und Christoph Spirig (rechts), Leiter Supply Chain, arbeiten eng zusammen, um den Outsourcing-Kunden von Faes einen Kostenvorteil zu verschaffen.
Andreas Kaufmann (links), Leiter Verkauf, und Christoph Spirig (rechts), Leiter Supply Chain, arbeiten eng zusammen, um den Outsourcing-Kunden von Faes einen Kostenvorteil zu verschaffen.
(Bild: Faes)

Unter dem Projektnamen «East Sourcing» hat sich die Faes AG vor zehn Jahren aufgemacht, in Osteuropa Fuss zu fassen und systematisch ein Lieferantennetzwerk aufzubauen. Besonders gute Erfahrungen hat man in Tschechien gemacht, das sich, im Gegensatz zu Offshoring-Standorten in Asien, durch kurze Distanzen, eine ähnliche Kultur, ein stabiles Rechtssystem sowie viele deutschsprachige Arbeitskräfte auszeichnet.1Heute betreibt Faes, neben einer Einkaufs- und Handelsgesellschaft in Prag2 auch ein Montagewerk in Jihlava. Der Aufbau und die Zusammenarbeit mit den neuen osteuropäischen Lieferanten verlief zu Beginn nicht immer komplikationsfrei: Kommunikationsprobleme, fehlende Erfahrungswerte sowie Unterschiede bezüglich Kapazitätsplanung und Zeitmanagement im Vergleich zur Schweiz erschwerten den Start. Heute jedoch zeigt man sich bei Faes von der Richtigkeit des Schrittes überzeugt.

Anspruch auf Kostenführerschaft

Der damalige Auslöser für das Projekt «East Sourcing» ist heute genauso aktuell wie damals: Der unbedingte Wille, die eigene Kostenführerschaft als Maschinenbauer und Outsourcing-Partner in der Schweiz zu verteidigen. «Wir wollen unseren Kunden Schweizer Qualität zu osteuropäischen Preisen anbieten», sagt Philippe Morf, CEO der Faes AG.

Grosse Investitionen in neue Maschinen in der Schweiz

Natürlich reicht es nicht aus, die Kostenführerschaft einzig mit osteuropäischen Lieferanten verteidigen zu wollen. Von der strategischen Wichtigkeit der Schweizer Standorte überzeugt, investierte Faes darum kontinuierlich in den hiesigen Maschinenpark zur weiteren Automatisierung der eigenen Produktion. In den vergangenen drei Jahren wurden über zehn Mio. Schweizer Franken in die Automatisierung und Modernisierung des Maschinenparks investiert. Im November 2013 wird in der Dreherei ein weiteres neues Hochleistungsdrehzentrum in Betrieb genommen: Die neue Maschine, eine Mori Seiki NZX 2000/800SY2, überzeugt durch eine sehr dynamische Bauweise: Bestückt mit 32 Werkzeugplätzen, zwei Y-Achsen, zwei Revolvern für die Subspindel und ergänzt mit einem Kurzstangenlader ist hohe Produktivität im Durchmesserbereich von 5 mm bis maximal 65 mm. Darüber hinaus verfügt das neue Drehzentrum über einen Handlingroboter WH25 für Arbeiten im Durchmesserbereich von 65 mm bis maximal 140 mm.

Andreas Kaufmann, Leiter Verkauf bei Faes, freut sich: „Das neuste Mitglied im Faes Maschinenpark ist bestens geeignet für die qualitativ hochwertige Fertigung von mittleren bis grossen Teileserien. Je nach Komplexität der gefertigten Drehteile, kann die Maschine über 48 Stunden mannlos produzieren. Dadurch sind wir noch konkurrenzfähiger und unsere Kunden profitieren von tieferen Preisen.“

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