Frühjahresprognose KOF

Schweizer Wirtschaft erholt sich im Windschatten der EU

| Redakteur: Sergio Caré

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich im Aufwind, sagt die ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Die Teuerung befindet sich wieder im positiven Bereich
Die Schweizer Wirtschaft befindet sich im Aufwind, sagt die ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Die Teuerung befindet sich wieder im positiven Bereich (Bild: Georg Fischer)

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich im Aufwind, sagt die ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Erholung im Euroraum. Die Teuerung befindet sich wieder im positiven Bereich.

Die globale Konjunktur nahm nach einem verhaltenen Auftakt im vergangenen Jahr wieder an Fahrt auf. Insbesondere die entwickelten Volkswirtschaften verzeichneten in der zweiten Jahreshälfte 2016 kräftigere Zuwächse. Die Investitionstätigkeit war hingegen weiterhin schwach und auch die Exportdynamik blieb verhalten. Die US-amerikanische Wirtschaft überwand ihre Schwächephase; sie befindet sich wieder in einem robusten Aufschwung. In den Volkswirtschaften der EU setzte sich der anhaltende Aufschwung fort. Vor allem dank Deutschland, Spanien und den Niederlanden. Auch die wirtschaftliche Entwicklung im Vereinigten Königreich sorgte, trotz «Brexit»-Entscheidung, für Wachstumsbeiträge. Frankreich und in Italien blieb hingegen hinter den Erwartungen. Insgesamt zeigen die Indikatoren auf eine steigende Zuversicht in den entwickelten Volkswirtschaften hin, während die Erwartungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern verhalten bleiben. Die gestiegenen Rohstoffpreise dürften jedoch eine belebende Wirkung für diese Regionen haben.

Positive Entwicklung auch in der Schweiz

Angesichts der anziehenden Wirtschaftsleistung im europäischen Raum und der sich stabilisierenden wirtschaftlichen Lage in den Schwellenländern sollte sich die Nachfrage nach Schweizer Gütern und Dienstleistungen verhalten positiv entwickeln. Das KOF geht diesbezüglich mit einem Wachstum von 2 Prozent aus für das Jahr 2017. Wie im letzten Jahr wird die Pharma-Branche den Löwen-Anteil ausmachen. Die Importe dürften im Windschatten der stärkeren Exportentwicklung ebenfalls wachsen. Insgesamt geht das KOF von einer optimistischere Wirtschaftsentwicklung aus. Der starken Franken wird die Margen der Unternehmen weiterhin unter Druck setzen. Dieser Druck wird in der Exportbranche weitere Rationalisierungen zur Folge haben.

Aufgrund der schleppenden Arbeitsmarktentwicklung und der negativen Preisentwicklung im vergangenen Jahr können die Angestellten auch in diesem Jahr nicht mit Lohnerhöhungen rechnen. Angesichts dessen und wegen des anhaltend starken Frankens wird die Teuerung kaum zulegen. Für dieses Jahr erwartet die KOF einen Anstieg der Konsumentenpreise. Der erwartet Zuwachs in diesem Jahr von 0.3 Prozent beruht auf die höheren Preisen von Erdölprodukten, sowie temporär höheren Preisen für Frischeproduktne. Ein breiter Teuerungsdruck ist im Inland in der nächsten Zeit aber nicht auszumachen. -sc-

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