Roemheld macht Spanntechnik fit für Industrie 4.0 Sensorik perfektioniert Spanntechnik

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

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Industrie-4.0-Anwendungen spielen auch in der Spanntechnik eine zunehmend wichtige Rolle. Roemheld zeigt auf, wie verschiedene Spannelemente – Hebelspanner, Schwenkspanner und Bohrungsspanner – die über Sensorik-Komponenten verfügen, sich für Industrie-4.0-Applikationen anbieten.

Auf einem Demonstrator zeigte Roemheld verschiedene Spannelemente wie Hebelspanner, Schwenkspanner und Bohrungsspanner im Einsatz, ausgestattet mit umfangreicher Sensorik für Industrie-4.0-Applikationen. (Bild:  Roemheld)
Auf einem Demonstrator zeigte Roemheld verschiedene Spannelemente wie Hebelspanner, Schwenkspanner und Bohrungsspanner im Einsatz, ausgestattet mit umfangreicher Sensorik für Industrie-4.0-Applikationen.
(Bild: Roemheld)

Bei allen Spannelementen, die über die entsprechende Sensorik verfügen, zeigt ein Display die jeweilige Hubstellung, die Spannkraft und den Spanndruck an. Integrierte Kraft-, Weg- und Drucksensoren messen die Werte in Echtzeit und geben die Daten weiter. In den Hebelspannern und Schwenkspannern ist zusätzlich eine Wegüberwachung zur Kontrolle der Hubstellung integriert.

Der Bohrungsspanner verfügt über Sensoren zur Weg- und Drucküberwachung. Sie erkennen automatisch, ob die Bohrungsgrösse für das Werkstück geeignet und richtig ist.

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Ausschuss schon beim Spannen erkennen

Beim Schwenkspanner misst ein weiterer Sensor den Druck an der Spannstelle. Die kombinierte Abfrage der Spann- und Stützkräfte an zwei Spannstellen mit einer Wegmessung ermöglicht eine Aussage darüber, ob Konturschwankungen in den Abmessungen eines Rohteils die zulässigen Toleranzen überschreiten.

Erfasst wird ausserdem, ob das Werkstück richtig eingelegt ist und die Spannposition stimmt, ob die angelegte Spannkraft den gewünschten Wert erreicht, ob sich die Auflagekraft des Werkstücks im vorgegebenen Rahmen bewegt und ob der Spanndruck auf der Vorrichtung den Vorgaben entspricht.

Damit wird nicht nur sichergestellt, dass das Bauteil für den Bearbeitungsprozess richtig und sicher gespannt ist. Lässt sich das Werkstück nicht wie vorgesehen spannen, deutet dies auf Formabweichungen hin. In vielen Fällen ist bereits das Halbzeug, zum Beispiel ein Gussteil, Ausschuss. Dadurch können sich Anwender die Kosten für eine Nachbearbeitung sparen, wenn sie solche Fehler frühzeitig erkennen. Zudem lässt sich die Qualität der Werkstücke während des gesamten Bearbeitungsprozesses kontinuierlich überwachen und lückenlos dokumentieren.

Bessere Qualität bei geringeren Kosten

Die Energie für die Sensoren und die von ihnen gelieferten Daten werden induktiv zwischen Spannvorrichtung und Maschinensteuerung übertragen. Alle Komponenten sind gekapselt und somit wenig störanfällig. Auf dem Display werden die Ist-Daten visualisiert und mit den Soll-Werten abgeglichen. Stimmen sie überein, kann zum Beispiel die Bearbeitung respektive Zerspanung beginnen. Bei Abweichungen verweigert die Werkzeugmaschine den Start.

Mit den neuartigen Sensorik-Spannelementen will Roemheld eine ganze Reihe von Verbesserungen erzielen. «Wir können auf diese Weise die Effizienz und Prozesssicherheit erhöhen, den Ausschuss reduzieren und die Bauteilqualität verbessern – und das alles bei geringeren Kosten», erklärt Andreas Lotz, Vertriebsleiter International bei Roemheld, und ergänzt: «Ausserdem verbessern sich Transparenz, Kontrolle und Dokumentation der Fertigung.» (böh)

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