Schweisskantenformer für hochwertigen Stahlbau

Sicherheit im Seilbahnbau

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Schweisskantenformer gewährleisten saubere Fasen

Eine Aufgabe, für die bereits seit rund 30 Jahren vor allem Spezialwerkzeuge von Trumpf zum Einsatz kommen – sogenannte Schweisskantenformer. Aktuell verwendet BMF die Modelle «TruTool TKF 1100» und das brandneue «TruTool TKF 2000». Das Arbeitsprinzip dieser Werkzeuge ist seit der Erfindung vor 50 Jahren einzigartig und unverändert. Sie stossen die Stahlkanten in dem gewünschten Winkel Stück für Stück ab und hinterlassen stets oxidfreie sowie metallisch blanke Schnittkanten, in einem Arbeitsgang.

Als Alternative dazu kamen früher gelegentlich Winkelschleifer und Schneidbrenner zum Einsatz. Heute nicht mehr, wie Ueli Zeller erzählt: «Das Universalwerkzeug Winkelschleifer verwenden wir natürlich noch immer für andere Aufgaben. Eine saubere Schweisskante lässt sich damit aber nicht wirtschaftlich herstellen. Wegen des Funkenflugs müssten wir mit Schutzausrüstung arbeiten. Das wäre aufwändig. Ausserdem verursachen die geringe Standzeit der Schleifscheiben und der relativ langsame Vorschub hohe Betriebskosten.» Auch den Schneidbrenner hat der Chef der mechanischen BMF-Fertigung in Pension geschickt. Die Arbeit mit diesem Gerät sei aufwändig und schwierig. Ausserdem sind die erzeugten Schnittkanten oft nicht ganz parallel und der hohe Wärmeeintrag beeinflusst das Materialgefüge negativ. «Daher wäre stets eine Nachbearbeitung der Fase notwendig», ergänzt Zeller.

Den Schweisskantenformer lassen diese Probleme kalt – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Wärmeentwicklung ist sehr gering, wodurch Gefügeänderungen im Metall vermieden werden und chemische Prozesse ausgeschlossen sind. Ausserdem entstehen während des Bearbeitungsprozesses weder Staub, noch Dämpfe oder Gase.

Sowohl mobil als auch stationär

Das vor zwei Jahren gekaufte «TruTool TKF 1100» besticht insbesondere durch sehr flexible Einsatzmöglichkeiten. Ob gerade Blechkanten, Radien (ab 40 mm) oder Innenkonturen (ab 80 mm Innendurchmesser) zu bearbeiten sind. Es genügt ein Arbeitsgang und die bis zu neun Millimeter lange Fase ist an drei bis 25 Millimeter dicken Stahlblechen schnell erstellt. Auch Rohre und kleine Werkstücke stellen kein Problem dar. Die erzielten geringe Rautiefen und blanken Oberflächen garantieren optimale Schweissbedingungen und sind die Grundlage für hoch beanspruchbare Verbindungen.

Das neue, im Jahr 2011 angeschaffte Trumpf Spitzenmodell «TruTool TKF 2000» wird bei Bartholet sowohl mobil als auch stationär eingesetzt – abhängig davon, wie gross und schwer die zu bearbeitenden Bleche sind. Ueli Zeller erzählt: «Wir brauchen häufig Schweisskantenschrägen von 15 bis 20 Millimeter in Blechen mit bis zu 50 Millimeter Materialstärke. Da ist der TKF 2000 genau das richtige Werkzeug.» Dass sich der Schrägungswinkel stufenlos zwischen 20° und 55° einstellen lässt, ist für BMF eher von geringer Bedeutung. «Solange wir die klassischen 45° einstellen können, sind wir zufrieden, denn damit decken wir den meisten Einsatzfälle ab», ergänzt der Schweissfachmann.

Investition in weniger als einem Jahr amortisiert

Seine Abteilung ohne die neuen «TKF TruTools» will sich Ueli Zeller gar nicht vorstellen, denn bei den Schweisskanten beginnt die Qualität der Schweissnaht. Ausserdem sind die Investition in weniger als einem Jahr amortisiert. Auch die laufenden Kosten seien sehr gering. «Als einzige klassische Verschleissteile haben wir die sogenannten Stossstähle. Diese können meine Mitarbeiter aber mehrmals und ganz einfach nachschleifen. Auch der Aus- und Einbau geht blitzschnell. Dementsprechend sind die Verschleisskosten zu vernachlässigen.» <<

(ID:42429987)