Schweisskantenformer für hochwertigen Stahlbau Sicherheit im Seilbahnbau

Redakteur: Luca Meister

Ob hochwertige Seilbahnen am Berg oder Raftingbahnen in Vergnügungsparks – die Sicherheit steht für Fahrgäste und Betreiber der Anlagen an erster Stelle. Der Präzisionsmaschinenbau von Bartholet gewährleistet dies mit ausgebildeten, erfahrenen Mitarbeitern und hochwertiger Maschinentechnik. Unter anderem spielen Schweisskantenformer von Trumpf eine bedeutende Rolle. Sie legen in Form von oxidfreien, gleichmässigen Kanten die Basis für hochfeste Schweissverbindungen.

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Als international führendes Unternehmen in den Bereichen Seilbahn- und Vergnügungsparkanlagen verfügt Bartholet über hohe Kompetenzen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau.
Als international führendes Unternehmen in den Bereichen Seilbahn- und Vergnügungsparkanlagen verfügt Bartholet über hohe Kompetenzen in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau.
(Bild: Trumpf)

Ob Skifahrer oder Wanderer – Seilbahnen befördern Menschen zuverlässig auf ihre geliebten Berge. Zu den führenden Herstellen hochmoderner Sessel- und Pendelbahnen gehört die Bartholet Maschinenbau AG (BMF) in Flums. Vor 50 Jahren als Mechanikerwerkstatt gegründet, konnte das Unternehmen allein in den letzten zehn Jahren den Umsatz und die Mitarbeiterzahl (heute rund 200) nahezu verdoppeln. Das Erfolgsgeheimnis erläutert Thomas Spiegelberg, CEO der Firma: «Wir entwickeln präzise, auf Kundenwünsche abgestimmte Lösungen und setzten diese in enorm kurzer Zeit um. Durchschnittlich brauchen wir vom Auftragseingang bis zur Realisierung gerade mal sechs Monate.»

BMF hat viele namhafte Projekte vorzuweisen. So wurden u.a. die kuppelbare Sechsersesselbahn «Mont Blanc» im französischen Les Arcs sowie die Vierersesselbahn in Crans-Montana entwickelt, konstruiert und gebaut. Darüber hinaus stehen in den Freizeitparks von Tripsdrill, in der Mall of Arabia sowie in Bahrain und Peking diverse Bahnen, Wasserrutschen und sogenannte Donnerbalken von Bartholet.

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Schweissfachkräfte legen regelmässig Befähigungsprüfung ab

Um die stets hohen Sicherheitsstandards trotz knapper Lieferfristen zuverlässig einhalten zu können, sind flexible und gut ausgebildete Mitarbeiter sowie optimierte Prozesse die entscheidende Basis. Dabei müssen die rund 25 Ingenieure und Techniker in der Konstruktion mit den Fachkräften in der Werkstatt stets Hand in Hand arbeiten. Um mit entsprechend gutem Fachpersonal ausgestattet zu sein, bildet BMF in grossem Stil selbst aus. Knapp 20 Prozent der Gesamtbelegschaft sind Lehrlinge verschiedener Berufszweige.

Doch auch für die qualifizierten Facharbeiter gibt es Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Eine davon ist die Qualifizierung zur Schweissfachkraft. Die Verantwortung in diesem Beruf ist sehr gross, denn die Qualität der Schweissnähte darf ebenso wie das verwendete Material niemals fehlerhaft sein. Dementsprechend ist es nicht mit einer einmaligen Abschlussprüfung getan, wie Ueli Zeller, Leiter der mechanischen Fertigung, erklärt: «Unsere Schweisser müssen regelmässig alle zwei Jahre vor unabhängigen Sachverständigen eine Prüfung ablegen und nachweisen, dass sie in geforderter Qualität schweissen können. Da ich die Kontrolle der Schweissnähte zum Teil selbst übernehme, muss übrigens auch ich in dem gleichen Zeittakt meine Schweissbefähigung nachweisen.»

Ultraschallprüfung

Bevor die Schweisser aktiv werden können, haben die grossen und kleinen Bleche mit einer Dicke von sechs bis 50 Millimeter bereits einige Stationen durchlaufen. So wird z.B. das Material direkt nach dem Eingang via Ultraschall auf etwaige Lunker (Hohlräume im Metall) oder andere Materialfehler kontrolliert. Anschliessend stehen mehrere Laser-, Dreh-, Fräs- und Bohrarbeiten in der spanenden Fertigung auf dem Programm. Schliesslich gilt es, an einigen dieser vorkonfektionierten Blechteile saubere Schweisskanten mit unterschiedlichen Fasenlängen anzubringen.

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