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Stettbacher Signal Processing AG blickt zurück auf 25 Jahre Spezialisten für die digitale Signalverarbeitung

| Redakteur: Silvano Böni

Das vergangene Viertel-Jahrhundert war geprägt von einer unwahrscheinlich rasanten technischen Entwicklung. Die digitale Verarbeitung von Signalen, etwa in der Mess- und Regelungstechnik, aber auch darüber hinaus, hat sich weitgehend durchgesetzt. Dies reflektiert sich auch in der 25-jährigen Firmen­geschichte von Stettbacher Signal Processing AG (SSP).

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Autonomes Demo-­Fahrzeug 30 x 40 cm von SSP mit Controller, GPS/RTK, UWB, Gyro, Kompass, Odometrie, Map Handling, Path Planning und Motion Control.
Autonomes Demo-­Fahrzeug 30 x 40 cm von SSP mit Controller, GPS/RTK, UWB, Gyro, Kompass, Odometrie, Map Handling, Path Planning und Motion Control.
(Bild: SSP)

Es gab nie einen Businessplan oder eine Marketinganalyse. Die Firma Stettbacher Signal Processing AG (SSP) entstand ganz nebenbei, als Jürg Stettbacher – damals wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Signal- und Informationsverarbeitung der ETH Zürich – 1994 feststellte, dass die neuen Methoden und Möglichkeiten der digitalen Signalverarbeitung in der Schweizer Industrie noch nahezu unbekannt waren. Aus diesem Grund organisierte er eine Reihe von Informationsveranstaltungen und Kursen zum Thema. Der Anklang war gross.

Wachstum aus dem Keller-Büro

Digitale Signalprozessoren (DSP), die sich leistungsmässig von den damals verbreiteten 8- und 16-Bit-Mikroprozessoren deutlich abhoben, standen gerade in ihrer Blüte. Das Potenzial war enorm, und Stettbacher wurde von proaktiven Firmen um Unterstützung angefragt. In seinem unbeheizten Büro im Keller – aber immerhin mit ISDN und einem 64-k-Modem mit der Welt verbunden – entwickelte er Algorithmen sowie Hard- und Software für die ersten Kunden. Dabei war sein Blick immer nach vorne gerichtet: Statt Windows 95/98 lief auf seinen Rechnern Linux, statt 8051- oder H8-Controllern setzte er nebst DSPs frühe Embedded-PCs im 104-Format mit DX4-Prozessor ein.

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Bereits mit den ersten Projekten war die junge Firma SSP sehr erfolgreich. Ihr gelang beispielsweise die Entwicklung eines präzisen, berührungslosen 3D-Treffererfassungssystems für militärisches Training, an dem namhafte Firmen zuvor gescheitert waren. Das machte natürlich ein wenig stolz, bewies aber auch, dass Fachkenntnis, eine gründliche Analyse und eine sorgfältige Umsetzung zum Ziel führen. Dies blieb denn auch bis heute der Leitfaden der Firma, die in der Folge langsam und kontrolliert heranwuchs.

Verlässlicher Partner mit nachhaltigen Lösungen

Die Ära der DSPs neigte sich im Verlauf der 2000er-Jahre ihrem Ende zu. Es vollzog sich eine Konvergenz mit den neuen 32-Bit-ARM-CPUs. Daneben waren aus der programmierbaren Logik, den PLDs und GALs, die grossen FPGAs gewachsen, was für die Signalverarbeitung dank Parallelisierung nochmals deutlich leistungsfähigere Möglichkeiten eröffne­te.

SSP hat ihr Tätigkeitsfeld stetig erweitert. Zuerst in Richtung Leistungselektronik. Mit ihren selbst entwickelten 1- und 3-phasigen digitalen Wechselrichtern mit PFC schaffte die Firma den Einstieg in die Antriebstechnik bis circa 10 kW. Ihre Erfahrungen aus der Bildverarbeitung flossen ein in die Entwicklung der O-3000-Kameras, deren Open-Source-­Treiber und Demo-SW frei verfügbar sind. Und schliesslich – vor einigen Jahren – startete die Firma mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen, welche praktisch die gesamte Vielfalt des bisherigen Know-hows vereinen, nämlich Sensorik und Auswertung, Steuerung und Regelung, Antriebstechnik, Batteriemanagement, Hardware und Software, Algorithmen, Simulation et cetera.

SSP ist sich treu geblieben. Die Firma mit ihren inzwischen 16 Mitarbeitern will weiterhin für ihre Kunden ein verlässlicher Partner sein und gute, nachhaltige Lösungen entwickeln, basierend auf neuster Technologie und mithilfe von solidem Fachverstand. SMM

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