Fertigung Springmann SA/AG: Mehr Präzision und Wirtschaftlichkeit

Redakteur: Matthias Vogel

>> Um das geforderte Fertigungsvolumen abzuarbeiten, waren bis 2010 noch drei Bearbeitungszentren und teilweise drei Schichten notwendig. Deshalb hatte man sich bei Komax in Dierikon letztes Jahr dazu entschlossen, in neue und leistungsstärkere Bearbeitungszentren zu investieren. Inzwischen läuft die gesamte Produktion über zwei 4-Achs-Bearbeitungszentren H 2000 von Heller, die eine bemannte Schicht einsparen und um 18 Prozent schneller sind als die Maschinen der letzten Generation.

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Bei der Komax AG arbeitet man unter anderem mit Spannwürfeln. So lassen sich mehrere Bauteile spannen und die Werkzeuge hierfür werden auch nur einmal gebraucht. (Bild: Heller)
Bei der Komax AG arbeitet man unter anderem mit Spannwürfeln. So lassen sich mehrere Bauteile spannen und die Werkzeuge hierfür werden auch nur einmal gebraucht. (Bild: Heller)

Die Investition in neue Bearbeitungszentren hatte man sich nicht leicht gemacht. Beim Weltmarktführer von Crimp-to-Crimp-Maschinen, dem Unternehmen Komax in Dierikon, waren sich die Verantwortlichen zwar bewusst darüber, dass man beim Einsatz von Heller-Bearbeitungszentren vorhandene Betriebsmittel und NC-Programme von zirka 150 verschiedenen Artikeln – mit jeweils zwei Programmen – weiterverwenden könnte, doch das reichte den Verantwortlichen nicht. Deshalb hat man sich intensiv mit fünf Anbietern auseinandergesetzt.

Deutliche Reduzierung des «Schubladeneffekts»

Dass das Unternehmen Heller mit den zwei 4-Achs-Bearbeitungszentren H 2000 den Zuschlag bekam, hat nach Auskunft von Peter Arnold, Leiter Fertigung Mechanik so auch penibel dokumentierte Hintergründe: «Während zwei der Anbieter ziemlich identisch waren, kristallisierte sich für uns auf Grund der Matrix schnell heraus, dass die Heller-Maschinen für uns mit Abstand die idealen Maschinen sind, obwohl technische Aspekte nur mit einem Anteil von 46 Prozent in die Gesamtbewertung einflossen.» Unter technischen Aspekten versteht man in Dierikon Maschinenbauweise, Palettenspeicher, Verfahrwege, aber auch Prozesssicherheit.

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Im Ergebnis zeigte die Mitarbeitereinbindung aber unter anderem auch ein hohe Zustimmung hinsichtlich der Siemens-Steuerung 840D solution line, des stabilen Grundaufbaus, der sehr hohen Grundgenauigkeit sowie des Doppelantriebs in der Z-Achse für eine deutliche Reduzierung des «Schubladeneffekts». Mehr um die Wirtschaftlichkeit ging es bei der Auswahl der erforderlichen Achsen. Demnach hatte die Teileanalyse ergeben, dass sich der Stundensatz bei einer 3- und 4-achsigen Bearbeitung für Komax optimal rechnet.

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