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Höchste Präzision trotz enormen Zerspanvolumen
Seit Mitte des Jahres sind nun beide H 2000 in Betrieb. Nach Auskunft von Peter Arnold hätte man beim derzeitigen Fertigungsvolumen auch keine Chance mehr, die Aufträge abzuarbeiten, wenn die Maschinen nicht so leistungsstark wären und nachts mannlos laufen würden. So schafft man jetzt mit einer überlappenden Schicht das, wofür im Normalfall drei Schichten notwendig wären. Die beiden H 2000 sind zudem um zirka 18 Prozent schneller als die 10 Jahre alten Vorgänger, die Heller MC 16. Das liegt unter anderem an den neuen Werkzeugen, schnelleren Steuerungen, mehr Vorschub und höheren Drehzahlen.
Mit der Spindel «SpeedCutting» verfügt man beispielsweise an den beiden H 2000 über Drehzahlen bis 16 000 min-1 und 40 kW Antriebsleistung. Konkret bedeutet das für die Bearbeitung einer Grundplatte aus AlMg4,5Mn: Man fährt mit knapp 14 000 min-1, Vc 700 m/min und einer Schnitttiefe von 6 mm bei einer Zustellung fz von 0,17 mm/Z. Aus dieser Leistungssteigerung resultiert, dass man heute in der Fertigung mit zwei Maschinen H 2000 schneller als mit drei MC 16 ist. Dabei geht man aber nie an die Grenzen des Machbaren, denn Prozesssicherheit und Qualität besitzen oberste Priorität. Die Qualität bewegt sich bei Komax im Hundertstel-Millimeter-Bereich.
Diese Präzision hatte man zwar schon auf den Heller MC 16 – die vom Grundaufbau ähnlich waren wie die H 2000 – aber mit der neuesten Errungenschaft in Dierikon, einer Kühlwassertemperierung, scheint man auch ohne klimatisierte Fertigungshallen alles im Griff zu haben.
Flexibel auf der ganze Linie
Die Entscheidung, in 4-Achs- statt in 5-Achs-Bearbeitungszentren zu investieren, hatte in Dierikon aber auch einen fertigungstechnischen Aspekt, denn mit dem Einzug der H 2000 kam auch das flexible Fertigungssystem Fastems und damit die chaotische Fertigung zum Einsatz. Durch diese Taktfertigung konnten die Losgrössen reduziert werden. Das heisst, je nach Erfordernis oder auch Maschinenkapazität werden Artikel aus dem Palettenspeicher pro Woche bis zu zehn Mal eingeschleust und bearbeitet.
Für die Zukunft strebt man so eine Lagerumschlagszahl von grösser fünf an und mit Taktfertigung sowie mit JIT-Lieferung werden die Maschinen noch weniger blockiert. Diese Arbeitsweise wiederum setzt allerdings grosse Werkzeugmagazine voraus. Nach Auskunft von Peter Arnold sprach auch das für die Bearbeitungszentren von Heller: «Wenn man 30 Paletten, mit teilweise bis zu 50 verschiedenen Spannstellen pro Spannwürfel handeln muss, braucht man die entsprechenden Werkzeuge im Magazin, um nicht ständig die Werkzeugsätze wechseln zu müssen. Wir sind jetzt bei 409 Werkzeugen. Derartige Kapazitäten findet man bei vergleichbaren oder kleineren Maschinen einfach nicht.»
In der Summe sind es wohl zahlreiche Aspekte, die bei Komax zu mehr Wirtschaftlichkeit führen. Das ist auch gut so, denn selbst wenn man zu den Weltmarktführern zählt, muss sich die Fertigung dem Wettbewerb am Markt stellen. <<
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