SSI Schäfer AG: Autarkes innerbetriebliches Transportsystem

Redakteur: Hermann Jörg

>> Auf der Logimat 2012 präsentierte SSI Schäfer als Highlight des Messestands das innovative Transportsystem «Autocruiser». Das günstige, flexible und autarke System für innerbetriebliche Transporte auf mittellangen Strecken schliesst die Lücke zwischen Staplertransport und konventioneller Fördertechnik. Effizienzsteigerung, 50 Prozent Kostensenkung und bis zu 80 Prozent Energieeinsparung sorgen für einen schnellen Return on Invest.

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Das autonome Transportsystem «Autocruiser» befördert Einzellasten bis zu 30 kg mit einer Geschwindigkeit von 1 m/s.
Das autonome Transportsystem «Autocruiser» befördert Einzellasten bis zu 30 kg mit einer Geschwindigkeit von 1 m/s.
(Bild: SSI Schäfer)

joe. Gegenüber konventionellen Verfahren kann der Autocruiser bei innerbetrieblichen Transporten bis zu 50 % Kostensenkung und bis zu 80 % Energieeinsparung erreichen. Dabei zielt das System bei einem optimalen Leistungsvermögen von bis zu 600 Transporteinheiten pro Stunde auf Anwendungen mit kleineren und mittleren Durchsätzen, etwa bei der Produktionsentsorgung, in der Retourenbearbeitung, beim Handling von Spezialartikeln oder bei der Andienung für Veredelungsprozesse.

Das skalierbare Transportsystem besteht im Wesentlichen aus einem autonomen Transportträger mit Eigenantrieb. Dieser ist auf die Beförderung von 600 x 400 mm grossen Standardbehältern, Kartons oder Einzelartikeln ausgelegt und mit einem robusten, mit Akku-Ladeeinheiten versehenen Schienennetz ausgestattet. Mit ihren Geraden-, Kurven- und Weichen-Komponenten lässt sich die Transportbahn flexibel an vorhandene Gegebenheiten anpassen. Das Schienensystem des Autocruisers ist somit in Länge und Streckenführung frei planbar. Auf dieser Basis lassen sich mit dem Transportsystem unterschiedliche Bearbeitungsplätze, Gebäudebereiche sowie Produktion und Lager beziehungsweise Verkaufsflächen optimal miteinander verknüpfen.

Die Standardausführung befördert Einzellasten bis zu 30 kg. Ausser einer Stromversorgung über herkömmliche Steckdosenanschlüsse sind dabei weitere Anbindungen an eine IT- und/oder Fördertechnik-Infrastruktur nicht erforderlich. Die robusten Fahrzeuge verfügen über einen eigenen Antrieb und Energiespeicher. Daher ist eine zusätzliche zentrale Steuereinheit überflüssig.

Zielkarte mit Barcode

Das Transportgut wird an universellen Ladeplattformen an den Transportträger übergeben. Parallel dazu erhält das Fahrzeug eine Karte, auf der die Zielstation als Barcode ausgewiesen ist. Die Betätigung einer Freigabetaste startet den Transport. Während des Transportes wird der Barcode der Zielkarte automatisch erfasst, um die richtige Weichenstellung zu erzielen. Die Definition der jeweiligen Weichenstellung erfolgt bei Inbetriebnahme des Systems – durch einfaches Einlesen von Barcode-Angaben und ohne aufwendige Programmierung. Die Ziel- und Haltepunkte der Transporte sind frei wählbar.

Eine weitere Besonderheit des Systems ist die Energieversorgung. Der Transportträger ist mit einem Akku ausgestattet, der über Ladeeinrichtungen in der Schienenkonstruktion gespeist wird. Bei sinkender Leistung verlangsamen und unterbrechen die Fahrzeuge ihre Fahrt und versorgen sich an einer Ladeeinrichtung auf freier Strecke mit Energie. Im Regelfall versorgen jedoch die Ladezyklen während der Be- und Entladestopps die Transportträger mit ausreichend Energie. An der Zielstation erhalten die Fahrzeuge nach ihrer Entladung eine neue Zielkarte.

Rascher Return on Invest gewährleistet

Eine typische SSI-Autocruiser-Anlage kostet weniger als ein Drittel einer konventionellen Fördertechnik und ist ohne Spezialkenntnisse auf einfachste Art in Betrieb zu nehmen. Aufgrund der extrem simplen Installation und Flexibilität, der geringen Investitions- und Betriebskosten sowie der Effizienzsteigerung durch die Transportgeschwindigkeit von 1 m/s, erreicht der Autocruiser ein einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis und einen schnellen Return on Invest (ROI). <<

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