Geschäftsbericht Stadler Rail 2020 Stadler investiert in Wachstum und neue Schienenfahrzeuge

Redakteur: Anne Richter

Stadler Rail hat im vergangenen Geschäftsjahr in die Entwicklung neuer Schienenfahrzeuge und deren Antriebe. Dazu gehören Batterie-Antriebe und die Wasserstofftechnologie. Trotz Corona-Krise konnte Stadler eine Marge von über fünf Prozent erwirtschaften.

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Stadler Rail SBB Train
Stadler Rail SBB Train
(Bild: Stadler Rail)

Im Jahr 2020 investierte Stadler Rail insgesamt 288 Millionen Schweizer Franken in Wachstum, berichtet der Schienenfahrzeugbauer in seinem Jahresbericht. Die Investitionen flossen in die Entwicklung und den Ausbau der Standorte. Im Heimmarkt Schweiz bezog Stadler das neue Produktionswerk in St. Margrethen. In Deutschland schreitet der Ausbau der neuen Produktionshalle voran. In Polen erweiterte Stadler die Kapazitäten in der Inbetriebsetzung mit einer neuen Halle am Standort in Siedlce. Ebenfalls wurden die Produktionskapazitäten im Werk in Minsk und im ungarischen Szolnok erhöht. In Ungarn investiert Stadler zudem in den Bau einer neuen Halle für die Revision von Drehgestellen.

Um auch weiterhin zukunftsfähige, attraktive Mobilitätslösungen anbieten zu können, investiert Stadler in innovative Schienenfahrzeuge, wie beispielsweise die neue Niederflur-Strassenbahn, die Anfang 2020 erstmals im deutschen Darmstadt bestellt wurde. Die neue Drehgestell-Technologie macht die Strassenbahnen ausserdem besonders wartungsfreundlich und damit noch wirtschaftlicher im Betrieb. Zudem stösst Stadler neben dem bestehenden, abgerundeten und breiten Produktportfolio auch in neue Antriebstechnologien vor. Für den Bahnbetreiber des San Bernardino County in Kalifornien entwickelt Stadler seinen ersten Wasserstoff-Zug. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein in Norddeutschland bestellte 55 Batterie-Züge, nachdem Stadler als Sieger aus der ersten Green-Technology-Ausschreibung Deutschlands hervorgegangen war. Neben dem gemeinsamen Projekt mit der österreichischen Zillertalbahn ist ein weiteres Wasserstoff-Konzept für den europäischen Markt ist in Arbeit.

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Gemäss dem Stadler-Jahresbericht lag die Ebit-Marge 2020 bei 5.1 Prozent, der Reingewinn konnte im vergangenen Geschäftsjahr auf 138.4 Mio.CHF gesteigert werden.

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