Geschäftsjahr 2025 Studer zieht positive Bilanz

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Das Schweizer Technologieunternehmen für Präzisions-Rundschleifmaschinen konnte seine globale Marktposition trotz der herausfordernden geopolitischen Lage stärken, das Portfolio um innovative Neuheiten erweitern, den Bereich «Customer Care» weiter ausbauen und mehrere Millionen Euro in die Infrastruktur investieren.

Anfang Februar 2026 fand unter dem Motto «Swiss Made» die Jahrespressekonferenz der Fritz Studer AG in Steffisburg statt. Vor Ort waren internationale Medienvertretende, darunter auch Nastassja Neumaier, stv. SMM-Chefredaktorin.(Bild:  Fritz Studer AG)
Anfang Februar 2026 fand unter dem Motto «Swiss Made» die Jahrespressekonferenz der Fritz Studer AG in Steffisburg statt. Vor Ort waren internationale Medienvertretende, darunter auch Nastassja Neumaier, stv. SMM-Chefredaktorin.
(Bild: Fritz Studer AG)

«Das Jahr 2025 war geprägt von herausfordernden Märkten und geopolitischen Unsicherheiten. Dennoch haben wir unsere Erwartungen übertroffen und sind gestärkt aus dieser Phase hervorgegangen», sagte CEO Sandro Bottazzo während der Jahrespressekonferenz der Fritz Studer AG. Trotz komplexer globaler Rahmenbedingungen konnte das Schweizer Technologieunternehmen seine Marktposition weltweit stärken, das Portfolio um wichtige Innovationen erweitern und die operative Effizienz weiter steigern. Besonders erfreulich war die hervorragende Marktresonanz auf die neuen Universal-Rundschleifmaschinen «S23» sowie die neueste Generation der «favoritCNC». Im «Customer Care» erzielte der Traditionshersteller sogar einen Rekordumsatz im bezahlten Service und bei den Wartungen.

Weltweit Marktanteile behauptet und erweitert

Der Gesamtumsatz lag leicht unter dem Vorjahr – er übertraf dank eines starken Jahresabschlusses jedoch die Erwartungen. Durch die hervorragende Marktpositionierung erzielte Studer trotz zolltechnischer Herausforderungen einen guten Umsatz in Nordamerika. Ebenfalls positiv und über dem Vorjahr war das Resultat in Asien, allen voran in China. Auch beim Maschinen-Auftragseingang konnte Studer das Vorjahr übertreffen. Erfreulich war zudem der mit 44 Prozent hohe Anteil an Neukunden. Vor allem Bestellungen aus Nordamerika, Asien sowie europäischen Ländern wie Frankreich, Tschechien und Dänemark unterstützten dieses Resultat.

V. l. n. r.: Stephan Stoll (COO), Sandro Bottazzo (CEO) und Daniel Huber (CTO).(Bild:  Fritz Studer AG)
V. l. n. r.: Stephan Stoll (COO), Sandro Bottazzo (CEO) und Daniel Huber (CTO).
(Bild: Fritz Studer AG)

Hinter den Erwartungen blieben hingegen Deutschland, Italien und die Schweiz. Insgesamt aber konnten Marktanteile in allen Weltregionen behauptet oder ausgebaut werden. Sehr positiv entwickelte sich der Bereich «Customer Care». «Dank unserer weltweit und kundennah tätigen Serviceorganisation konnten wir in den Geschäftsfeldern Service und Wartungen neue Umsatzrekorde verzeichnen», erläuterte Bottazzo. In vielen Märkten sind mittlerweile über 70 Prozent der aktiven installierten Basis mit einem Wartungsvertrag ausgestattet. Bei den Maschinen-Überholungen endete das Jahr mit einem der besten Auftragsbestände in der über 114-jährigen Unternehmensgeschichte.

In der Luft- und Raumfahrt gut positioniert

Einen weiteren Rekord lieferte das Segment der Luft- und Raumfahrt. Dieses schloss mit fast einem Drittel aller Aufträge erstmals als grösstes Einzelsegment ab. Wichtige Kategorien waren zudem Precision Engineering, Maschinenbau sowie die Automobilindustrie. «Unser breites Portfolio bleibt ein Pfeiler des Erfolgs und deckt eine weite Palette an Universal-Rundschleifanwendungen ab», betonte Bottazzo. Die bestverkaufte Maschine war die «S33», gefolgt von der «S31» und der «S41». Erfreulich performten zudem sowohl die Aussen- als auch die Innenrundschleifmaschinen. Die «S141» erzielte sogar eines der besten Verkaufsergebnisse der letzten zehn Jahre.

Ein zusätzliches Ereignis war 2025 die Übernahme der GF Machining Solutions durch die United Grinding Group, die neu unter dem Namen United Machining Solutions firmiert. Mit einem Gesamtumsatz von über 1,5 Milliarden US-Dollar und rund 5000 Mitarbeitenden an über 50 Standorten gehört die Gruppe zu den grössten Werkzeugmaschinenherstellern der Welt. Im Zuge der Akquisition zog das Studer-Kompetenzzentrum Innenrundschleifen in die modernen Räumlichkeiten von United Machining an der Roger-Federer-Allee 7 in Biel, nur wenige Minuten vom bisherigen Standort entfernt.

Neue Maschinen und innovative Schleiftechnologie

Für Studer standen auch 2025 Innovationen und die Weiterentwicklung zuverlässiger Schleiftechnologien im Fokus. «Ein Highlight war die Weltpremiere der Universal-Rundschleifmaschine ‹S23› mit einem kompakten Design für präzise Schleifergebnisse», sagte CTO Daniel Huber. Die neue Generation der «favoritCNC» mit moderner Fanuc-Steuerung und Automationsfähigkeiten stiess ebenfalls auf sehr positive Marktresonanz. Und die Weiterentwicklung von «WireDress» für das Innenrundschleifen ermöglicht das berührungslose Abrichten metallgebundener Schleifscheiben in der Maschine. Zudem profitieren die Kunden von einem neuen Achsensystem für die «S31» und «S33», welches die automatische Anpassung an unterschiedliche Werkstücklängen erlaubt. Auch brachte das Jahr wichtige neue digitale Features: «Das ‹C.O.R.E.›-Release 5.0 ermöglicht den Zugriff auf das herstellerunabhängige Kundenportal von Transaction Network direkt vom Maschinen-Bedienpanel und visualisiert unter anderem Live-Statusupdates des Maschinenparks», schloss Daniel Huber seine Erläuterung ab.

Parallel zur Produktentwicklung trieb Studer die Transformation der operativen Prozesse konsequent voran. «2025 haben wir unsere Produktions- und Logistikprozesse auf ein neues Level gehoben», erklärte COO Stephan Stoll. Ein Meilenstein war die Realisierung eines hochmodernen Kleinteilelagers. Das vollautomatisierte System mit 32 autonomen Robotern und 16 000 Behältern bietet Platz für mehrere zehntausend Teile und steigert die Effizienz sowohl für die Maschinen- als auch die Ersatzteil-Logistik erheblich. Es bildet zudem ein weiteres Fundament für zukünftiges Wachstum. Darüber hinaus erarbeitete der Betrieb Fortschritte bei der Digitalisierung auf dem Weg zur papierlosen Fabrik.

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Anziehen der Konjunktur erwartet

Im dritten und vor allem im vierten Quartal verzeichnete Studer eine deutliche Steigerung bei der Maschinenstückzahl, die sich aus heutiger Sicht des Unternehmens auch 2026 fortsetzen werde. Folglich erwartet das Unternehmen für das aktuelle Geschäftsjahr eine erneute Steigerung. «Die Nachfrage nach hochwertigen Schleifmaschinen wird sich weiter erholen und die Resonanz auf unsere neue ‹S23› ist sehr gut. Die ersten Maschinen konnten bereits erfolgreich verkauft und ausgeliefert werden», sagte CEO Bottazzo. Er will die strategische Investition in Innovation, Infrastruktur und Mitarbeiterschaft fortsetzen.

Auch die duale Ausbildung bleibt ein wesentliches Erfolgsmerkmal von Studer, wo Lernende rund zehn Prozent der Belegschaft stellen. Die hohe Ausbildungsqualität zeigt regelmässige Erfolge unter anderem bei den Schweizer Berufsmeisterschaften, den «SwissSkills».

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