Das duale Ausbildungswesen ist für Studer eine entscheidende Grundlage für den langfristigen Erfolg und Teil der Unternehmenskultur. Das weltweit für seine Präzisions-Rundschleifmaschinen bekannte Schweizer Technologieunternehmen investiert deshalb konsequent und mit grossem Engagement in den Nachwuchs.
Rund 10 Prozent der Belegschaft bei Studer sind Auszubildende in einem der aktuell acht Lehrberufe.
(Bild: David Schweizer)
Timon Gerber musste nicht lange überlegen, wo er seine Ausbildung machen wollte. Der 18-Jährige ist einer der Auszubildenen der Fritz Studer AG in Steffisburg und befindet sich im dritten Lehrjahr seiner Berufsbildung zum Automatiker mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ). Dieser renommierte Abschluss erlaubt in der Schweiz den direkten Berufseinstieg. «Mich hat das Technische schon immer fasziniert und dieser Beruf ist sehr abwechslungsreich und zukunftsorientiert», sagt er. Das duale Ausbildungssystem in der Schweiz kombiniert die praktische Arbeit im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Eine typische Ausbildungswoche besteht für Gerber daher aus der praktischen Schulung bei Studer, ein bis zwei Tagen Berufsschule sowie «Überbetrieblichen Kursen» (ÜK). Auch diese sind ein zentraler Bestandteil der dualen Berufsbildung in der Schweiz und werden üblicherweise von den Branchenverbänden realisiert. Studer darf diese aufgrund seiner guten Ausbildungsinfrastruktur selbst durchführen.
Auf der ganzen Welt produzieren Studer-Anlagen hochpräzise Komponenten und Werkzeuge für eine Vielzahl von Bereichen unseres modernen Lebens, zum Beispiel für die Halbleiterindustrie, Autos, Flugzeuge, die Lebensmittelindustrie, Uhren oder die Medizin. Für die aussergewöhnliche Qualität sorgen vor allem zwei Gründe: Ein in über 113 Jahren Unternehmensgeschichte gewachsenes Know-how für hochwertige Schleiftechnologie sowie eine kompetente und motivierte Belegschaft. «Das duale Ausbildungswesen spielt hierbei für uns eine besonders wichtige Rolle. Wir bilden einen grossen Teil unseres Personals selbst aus, rund zehn Prozent der Belegschaft sind Auszubildende», erklärt der CEO von Studer, Sandro Bottazzo. Möglichst viele der jungen Menschen sollen nach erfolgreichem Abschluss eine Festanstellung erhalten.
Acht EFZ-Ausbildungsberufe und eine erstklassige Lehrwerkstatt
Betreut werden die Auszubildenen von fünf hauptamtlichen und vier nebenamtlichen Berufsbildenden sowie über 50 Fachausbildenden in den unterschiedlichen betrieblichen Abteilungen. Darüber hinaus profitiert der Nachwuchs von einer hervorragend ausgestatteten Lehrwerkstatt. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden für den CNC-Fachausbildungsbereich zwei zusätzliche, moderne Drehmaschinen und eine weitere Fräsmaschine beschafft. «Die Lernenden werden optimal unterstützt. Auch ist die Ausbildung sehr abwechslungsreich, da wir regelmässig die Abteilung wechseln, um überall in der Firma einen Einblick zu erhalten», berichtet Gerber aus eigener Erfahrung.
Aktuell acht EFZ-Berufe können junge Menschen bei Studer erlernen. Gerber erwirbt als angehender Automatiker in vier Jahren umfassende Fähigkeiten im Bereich der Elektrotechnik, Automatisierung und digitaler Steuerungssysteme. Ebenfalls vier Jahre dauert die EFZ-Polymechanik-Ausbildung. Dabei erhalten junge Menschen vielseitige mechanische und technische Fähigkeiten, etwa das Herstellen und Bearbeiten von Werkstücken aus Metallen und Kunststoffen mit Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen. Diese Fachkräfte arbeiten später schwerpunktmässig an der Herstellung, Montage, Inbetriebnahme und Weiterentwicklung der hochpräzisen CNC-Rundschleifmaschinen von Studer.
Studer bietet einen in der Schweiz einzigartige Abschluss an: Schleiftechnologie. Diese Schwerpunktausbildung können Polymechanik-Lernende ab dem dritten Ausbildungsjahr wählen.
(Bild: David Schweizer)
Zudem bietet das Unternehmen einen Abschluss an, der in der Schweiz einzigartig ist: Schleiftechnologie. Diese Schwerpunktausbildung können Polymechanik-Lernende nach dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres wählen. «Schleiftechnologen absolvieren einen Schleif-Grundkurs und einen ‹StuderWIN›-Programmierkurs in unserem Customer Center. Anschliessend werden sie in den Bereichen Produktions-Schleifen, Montagetechnik und in der Versuchsumgebung im hauseigenen Technologie Center ausgebildet», erklärt Roger Leuenberger, Leiter der Berufsbildung bei Studer. Im vierten Bildungsjahr folgen weitere Ausbildungskurse rund ums Schleifen. Im Unternehmen gibt es damit zahlreiche Karriereoptionen, etwa in der Projektierung, Applikationsentwicklung, Software Engineering, Montage, Verkauf bis hin zur Führungskraft.
Doch egal für welche Berufsausbildung sich junge Menschen bei Studer entscheiden: Sie ist besonders praxisnah und bereitet optimal auf das reale Berufsleben vor. «Unsere Lernenden im dritten und vierten Lehrjahr arbeiten nicht mit Übungsstücken, sondern sie fertigen unter echten Produktionsbedingungen und hohen Qualitätsstandards Komponenten für Studer-Maschinen», betont Leuenberger. Auch ist ein handwerklicher Fokus bei Studer als Maschinenbauunternehmen besonders wichtig. Die Lehrwerkstatt ist damit kein abgeschotteter Schulungsraum, sondern liefert produktive Stunden für den Betrieb. Junge Talente, die sich engagieren möchten, werden zudem besonders gefördert. Timon Gerber zum Beispiel wurde im Unternehmen auf seine erfolgreiche Teilnahme an den «SwissSkills» vorbereitet.
Stand vom 30.10.2020
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Studer-Lernende holen Medaillen bei Berufsmeisterschaften
Studer feiert immer wieder Erfolge bei den Berufsmeisterschaften «Swiss»- und «WorldSkills».
(Bild: Stefan Wermuth)
Diese grossen Berufsmeisterschaften gehören zur Dachveranstaltung «WorldSkills». Dort vergleichen Nationalteams aus mehr als 80 Ländern ihr Können in unterschiedlichen Kategorien in realitätsnahen, anspruchsvollen Aufgaben. Die Wettbewerbe sind modular aufgebaut: Zuerst werden regionale und nationale Qualifikationen durchgeführt, danach gibt es zentrale Trainingsphasen und schliesslich die internationale Endrunde, bei der junge Fachleute anhand festgelegter Standards – oft an realen Maschinen und Anlagen – beurteilt werden. Teilnahme und Erfolg von Lernenden zeigen dabei, dass ihre Unternehmen höchste Ausbildungsqualität bieten. In den vergangenen Jahren haben Studer-Lernende bei den «SwissSkills», «EuroSkills» und «WorldSkills» immer wieder Gold-, Silber- und Bronzemedaillen geholt. «Dies zeigt, dass eine duale Ausbildung bei Studer zu den besten der Welt gehört», sagt Leuenberger.