Firmennachrichten Sulzer gut auf Kurs

Redakteur: Susanne Reinshagen

Sulzer konnte im vergangenen Geschäftsjahr seinen Bestellungseingang trotz schwierigen Marktverhältnissen steigern.

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Sulzer hat 2011 gut gearbeitet. (Bild: Sulzer)
Sulzer hat 2011 gut gearbeitet. (Bild: Sulzer)

Sulzer erzielte im Gesamtjahr 2011 einen Bestellungseingang von CHF 3566,1 Mio. Dies ist eine beträchtliche Steigerung auf bereinigter Basis (Währungseffekte, Akquisitionen und Devestitionen) um 13,7% im Vergleich zum Vorjahr. Nominal betrug die Steigerung 8,4%. Der starke Schweizer Franken führte zu negativen Umrechnungseffekten von rund CHF 447 Millionen, doch die globale Präsenz sicherte das Unternehmen weiterhin gegen materielle Auswirkungen auf die Rentabilität ab. Die Akquisitionen leisteten einen Beitrag von etwa CHF 273 Millionen zum Bestellungseingang. Schliesst man die negativen Umrechnungseffekte aus, ergibt sich ein Bestellungseingang von CHF 4 Milliarden.

Grossaufträge im Segment Öl und Gas

Das Wachstum wurde unterstützt durch Grossaufträge im Segment Öl und Gas (vor allem in der ersten Jahreshälfte), durch die Automobilindustrie und die anderen Industriemärkte. Die Luftfahrtindustrie blieb stark. Die Kohlenwasserstoff verarbeitende Industrie verzeichnete ein leichtes Wachstum vor allem dank der chemischen Prozessindustrie, von der im ersten Halbjahr einige grössere Aufträge eingingen, während das Raffineriegeschäft auf tiefem Niveau blieb. Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte stabilisierte sich der Energieerzeugungsmarkt, jedoch kam es bei Nuklearprojekten durch den Vorfall in Japan zu Verzögerungen. In Europa und Nordamerika wurde ein starkes Wachstum verzeichnet, und auch die aufstrebenden Märkte legten weiter zu. Das Bestellverhalten der Kunden wurde zwar im Herbst durch die grossen Unsicherheiten an den Finanzmärkten beeinflusst, verbesserte sich zum Jahresende hin aber wieder.

Ausblick für 2012

Sulzer erwartet für 2012 trotz der anhaltenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten und den möglicherweise negativen Folgen für die Wirtschaft ein moderates Wachstum des Bestellungseingangs. Weil die Auswirkungen dieser Unsicherheiten sich nicht vollständig beurteilen lassen, besteht ein gewisses Abwärtsrisiko.

In der Öl- und Gasindustrie dürften sich die Aktivitäten aufgrund der derzeit günstigen Marktbedingungen auf einem hohen Niveau stabilisieren. Die Aktivitäten in der Kohlenwasserstoff verarbeitenden Industrie sollten weiter auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Im Energieerzeugungsmarkt erwartet Sulzer eine weitere Stabilisierung, wobei ein gewisses Wachstumspotenzial besteht. Im Wasser- und Abwassermarkt wird mit einem Wachstum gerechnet, vor allem unterstützt durch die aufstrebenden Märkte. Die Automobilindustrie und die Luftfahrtindustrie sowie die anderen Industriemärkte dürften sich auf dem aktuell hohen Niveau stabilisieren. <<

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