Instandhaltung SUVA: Vor dem Instandhalten sicher ausschalten

Redakteur: Bernhard Herzog

>> In der Schweiz verlieren jedes Jahr mehr als zehn Menschen beim Instandhalten von Maschinen und Anlagen ihr Leben. Die Suva hat deshalb schweizweit eine Präventions-Kampagne zu diesem Risikoschwerpunkt lanciert. Den Betrieben stehen attraktive Einsatzmittel zur Verfügung.

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her. Bei Instandhaltungs-Arbeiten kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Die Betroffenen werden zwischen Maschinenteilen eingeklemmt, erdrückt, von einer Last erschlagen. Sie stürzen ab, erleiden Stromschläge, ersticken oder werden Opfer von Explosionen. Allzu oft verlieren die Verunfallten ihr Leben oder bleiben invalid. Xaver Bühlmann, Leiter der Suva-Kampagne «Sicheres Instandhalten», erklärt: «Besonders gefährlich wird es immer dann, wenn wegen einer Maschinenstörung die Produktion stillsteht. Jede Minute kostet Geld. Hektik bricht aus. Man beginnt gefährlich zu improvisieren.» Xaver Bühlmann hat zusammen mit seinem Team unzählige Unfälle analysiert. Dabei hat sich gezeigt, dass die Gefahren bei der Instandhaltung äusserst vielfältig sind. Sie umfassen das ganze Spektrum der Arbeitssicherheits-Probleme (siehe Kasten).

Acht Regeln als Lebensretter

Im Zentrum der Suva-Kampagne stehen acht lebenswichtige Sicherheitsregeln. Sie richten sich an das Instandhaltungspersonal und seine Vorgesetzten. Trotz der Vielfalt der Gefahren hat sich die Suva das Ziel gesetzt, einfache konkrete Verhaltensregeln zu formulieren, die sich im Arbeitsalltag umsetzen lassen. Im Zentrum stehen folgende Botschaften:

  • Planen Sie die Instandhaltung sorgfältig und improvisieren Sie nicht beim Ausführen der Arbeit. Treten unerwartete Situationen auf, ist die Arbeit zu stoppen und zu überlegen, wie sicher weitergearbeitet werden kann.
  • Schalten Sie die Anlage vor dem Instandhalten aus. Anschliessend ist sie mit einem persönlichen Vorhängeschloss zu sichern, damit niemand die Anlage unerwartet wieder in Betrieb setzt.
  • Sorgen Sie dafür, dass von noch vorhandenen Energien keine Gefahren ausgehen. So ist beispielsweise zu berücksichtigen, dass nach dem Ausschalten einer Maschine der Druck im Hydrauliksystem bestehen bleibt und sich durch einen Eingriff unerwartet abbauen kann. Dadurch kann sich ein schweres Element der Maschine absenken und den Instandhalter erdrücken.

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