75 Jahre Swissmechanic

Swissmechanic feierte Jubiläum im KKL Luzern

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Stimme erheben

Swissmechanic-Direktor Oliver Müller forderte die anwesenden Mitglieder auf, sich vermehrt in den politischen Prozess einzubringen. Der Verband sei der Adressat und ein Verstärker der Stimmen aus den Reihen der Mitglieder. Gerade die Kampagne zur Mindestlohn-Initiative habe gezeigt, dass die Meinungen der KMU-MEM gefragt seien. Die Swissmechanic-Unternehmen verfügten über eine hohe Glaubwürdigkeit. «Wir bilden junge Menschen aus, wir wissen, wo das Geld herkommt und wo es hingeht, denken unternehmerisch und verfügen über eine hohe soziale Verantwortung, die wir stets wahrnehmen.» Deshalb brauche es auch keine allgemeinverbindlichen und flächendeckenden Gesamtarbeitsverträge, wie es über kurz oder lang das Ziel der Gewerkschaften sei. «Wir begegnen unseren Mitarbeitenden auf Augenhöhe, bieten ihnen gute Arbeitsbedingungen und unterstützen sie wenn Sie Hilfe brauchen.» Swissmechanic werde sich künftig in der Öffentlichkeit klarer positionieren, um die Rahmenbedingungen der KMU-MEM zu optimieren. Die Glaubwürdigkeit sei das grösste Kapital von Mitgliedern und Verband. Diese gelte es zu Gunsten der Unternehmen und eines gut ausgebildeten Nachwuchses einzusetzen.

Innovation, Automation oder Reorganisation

Der Werkplatz Schweiz sei stets einem Strukturwandel unterworfen, führte Josef Maushart, CEO der Fraisa SA, aus. Die Unternehmung im solothurnischen Bellach ist eines der führenden Schweizer Unternehmen bei der Produktion von Zerspanungswerkzeugen zur Metallbearbeitung für den Weltmarkt. Maushart referierte über die «Herausforderung Globalisierung» und stellte die MEM-Unternehmer vor die Wahl. «Wir haben nur die Optionen: Innovation, Automation oder Reorganisation. Ergreifen Sie mindestens eine davon, bevor Sie von der Wirklichkeit gezwungen werden.» Maushart erinnerte an die gemeinsamen Wurzeln in Europa und analysierte in diesem Kontext den Standort Schweiz. «Wir müssen der Standortdiskussion mit einem neuen Realismus begegnen. Viele Tätigkeiten können gut in der Schweiz durchgeführt werden, andere nicht oder nicht mehr.» Ein zusätzlicher ausländischer Service oder Produktionsstätte werde selten zu einer Schwächung des schweizerischen Standortes führen. «Meist wird er stabil bleiben und in seiner Ertragskraft wachsen, weil er sich auf die lukrativen Segmente konzentriert und die bislang subventionierten Bereiche an anderen Standorten kostendeckend erstellt werden können.»

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