Software AG: Vernetzte IT Transparent und innovativ dank Digitalisierung

Redakteur: Konrad Mücke

Unterschiedliche, solitäre und proprietäre IT-Systeme bereiteten dem Hersteller für Sonnenschutz Griesser AG in Aadorf zunehmend Schwierigkeiten. Er entschied sich für eine umfassende, offene Gesamtlösung von der Software AG, die künftig ausbaufähig und erweiterbar ist.

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Alles in der Cloud: Jederzeit können die zuständigen Fachkräfte Daten aus unterschiedlichen Quellen sehen und miteinander verbinden.
Alles in der Cloud: Jederzeit können die zuständigen Fachkräfte Daten aus unterschiedlichen Quellen sehen und miteinander verbinden.
(Bild: Software AG)

Im Jahr 2018 begann die zunehmende Digitalisierung dem Unternehmen Probleme zu bereiten. Im Laufe seiner langen Geschichte waren die Strukturen sehr komplex geworden. Es gab viele Einzelanwendungen und praktisch keine Interoperabilität. Von einem zuverlässigen Datenaustausch konnte nicht die Rede sein. Allerdings wusste man bei Griesser genau, welche Strukturen zukunftsfähig sein würden. Man wünschte sich eine Konsolidierung aller Daten im Unternehmen. Damit wollte man eine Grundlage schaffen für intelligente Kundenlösungen. Griesser suchte also einen Anbieter mit einer offenen Plattform, die alles zusammenführen konnte. Zum Gesamtangebot sollte auch eine API-Management-Lösung gehören. Im besten Fall sollte auch eine IoT-Lösung integrierbar sein. In dieser Situation erinnerte sich der Leiter des Bereichs IT und digitale Transformation an seine guten Erfahrungen mit webMethods.io, der leistungsstarken Integrationsplattform der Software AG. Er war hocherfreut, als er erfuhr, dass auch die IoT-Plattform Cumulocity IoT zum Portfolio der Software AG gehört.

Offene, einfache und skalierbare IT

Nach einem Proof-of-Concept entschied man sich beim Sonnenschutzhersteller für die IT-Systeme der Software AG. Dessen Integrationsplattform deckt nicht nur alle Aspekte mithilfe einer leistungsfähigen Integration ab – von der Vernetzung von Geräten, Daten, Cloud- und Middleware, On-Premise-Anwendungen bis hin zu API-Management. Sie ist auch offen und unabhängig. Zudem kann man sie über ein transparentes Abonnementmodell in der Cloud nutzen. Auch Cumulocity IoT überzeugte: «An Cumulocity IoT gefällt uns der unkomplizierte Einstieg, die schnelle Skalierung und die bestechende Einfachheit», erklärt Dr. Oliver Gilbert von Griesser. Der Softwareentwickler installierte innerhalb weniger Wochen eine vollständig integrierte Lösung.

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Weitere Anwendungen integrieren

«Nachdem die interne Integration abgeschlossen war, konnten wir mithilfe der offenen, standardkonformen und sicheren API-Management-Tools der Software AG mit allen Systemen auf neue Datenquellen zugreifen», erklärt Dr. Oliver Gilbert. Zunächst implementierte man in Aadorf weitere Anwendungen, um Kunden einen besseren Service bieten zu können. So gelang es, den Kundensupport durch APIs (Application Programming Interfaces, Schnittstellen zwischen Software) zu optimieren. Zuvor hatten scheinbar einfachste Funktionen im Back-End erheblichen Aufwand verursacht. Vor allem die Automatisierung einer Kalenderfunktion, mit der Servicetechniker entsprechend ihrer Spezialisierung terminiert wurden, hatte Griesser Kopfzerbrechen bereitet. Doch mit der nunmehr installierten API-Management-Plattform können die Sonnenschutzspezialisten die relevanten Daten abrufen und mit dem ERP-System des Unternehmens kombinieren. Die Kombination aus neuen Anwendungsdaten und Daten der Back-End-Systeme erhöhte die interne Transparenz und die Kundenzufriedenheit. Geplant ist, die Daten aus solchen Quellen nach und nach zu einer 360-Grad-Sicht auf die Kunden und ihre Präferenzen zusammenzufügen und dazu weitere Apps zu entwickeln.

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16. März 2021 - 9:00 bis 11:00 Uhr

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Dank IT innovativen Service realisieren

Unterdessen geht der Sonnenschutzhersteller weitere Schritte, um mit ausgeklügelter IT innovative Ideen zu verwirklichen. Er beabsichtigt, basierend auf der Software Cumulocity IoT, exakt auf die Kundenbedürfnisse abgestimmte Serviceleistungen. Das betrifft beispielsweise die Schadensvorbeugung. Hagelstürme können Rollläden schwer beschädigen, die Regulierung der Schäden mit dem Versicherer ist arbeits-, zeit- und kostenaufwendig. Das will man künftig vermeiden. Über eine Verbindung zum staatlichen Wetterdienst MeteoSchweiz extrahiert die Software Cumulocity IoT Wetterdaten in Echtzeit. Per IoT kann über Sensoren in den Rollläden ein Alarm ausgelöst werden. Zieht ein Hagelsturm heran, kommunizieren die IoT-Daten mit einem in die Hardware eingebauten Edge-Gerät. Die Rollläden werden hochgefahren und somit Schäden vermieden. «Unsere neue IoT-Plattform enthält dafür ein umfassendes Spektrum an Leistungen. Dazu gehören die Analyse von Rohdaten, die Datenverbindung, die Geräteanwendung und das Gerätemanagement. Dieser Anwendungsfall ist erst der Anfang. Wir sind gespannt auf weitere Möglichkeiten. Ohne Zweifel werden wir gemeinsam mit der Software AG künftig für eine intelligente Gebäudetechnik sorgen, die Technologie und Bewohner zusammenbringt», erklärt Dr. Oliver Gilbert.

Leistungsfähige Vernetzung in der Praxis

Innerhalb kürzester Zeit hat Griesser beeindruckende Fortschritte erzielt. Dank webMethods.io und Cumulocity IoT ist es gelungen, das gesamte IT- System und die Anwendungslandschaft neu zu strukturieren. Auch der Wechsel in die Cloud war mühelos zu vollziehen.

Doch das Unternehmen geht noch einen Schritt weiter und plant, Predictive Maintenance zu verwirklichen. Es will seine Kunden informieren, wenn deren Rollläden überholt werden müssen. Diese Leistung fügt sich nahtlos in eine Rundumlösung für die Gebäudeautomation. Ein weiterer Anwendungsfall ist geplant. Das API-Management und die Übertragung von QR-Code-Daten sollen die operative Effizienz verbessern. - kmu - SMM

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