MSR-Miniatur-Datenlogger zeichnen physikalische Parameter auf – Langzeit-Dokumentation von Messdaten

Transportschäden auf der Spur

| Redakteur: Silvano Böni

Die Miniatur-Datenlogger MSR175 eignen sich zur vielseitigen Überwachung von Transportgütern und zur nachträglichen Schadens-­Analyse.
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Die Miniatur-Datenlogger MSR175 eignen sich zur vielseitigen Überwachung von Transportgütern und zur nachträglichen Schadens-­Analyse. (Bild: MSR)

Wie oft kommt es doch vor, dass Transportgüter während ihrer Beförderung Schaden erleiden, sei es durch Stoss und Schock oder durch Temperatur-, Druck- oder Feuchtigkeits-Schwankungen. Im Nachhinein sind Verursacher- und Schadensnachweis meist äusserst schwierig, wenn nicht gar unmöglich – schlichtweg weil die dafür nötigen Fakten fehlen.

Transportschäden sind ein leidiges Thema, denn der Verursacher- und Schadensnachweis ist vielfach schwierig und die Nachprüfung kostet Zeit und Geld. Das Dilemma lösen können kleine, elektronische Datenlogger, die ein Transportgut während seiner Beförderung begleiten und die ein Schadensereignis mit all seinen Randbedingungen auf die Sekunde genau zur späteren Dokumentation festhalten – das alles eingebaut in ein wasserdichtes Kunststoff-Gehäuse und vielfach wiederverwendbar.

Daumengrosse Sicherheit

Die kleinen Datenlogger sind kaum daumengross, sie nennen sich MSR175 und stammen von der Schweizer MSR Electronics GmbH. Um Schadens­ereignisse aufzuzeichnen, arbeiten in ihrem Inneren leistungsfähige Sensoren zusammen mit einer ausgefeilten Speicher- und Auswerteelektronik. Deren Daten liefern dann die benötigten Fakten, um einen Schadensverursacher nachzuweisen oder um auch eine Transportverpackung weiter zu optimieren. Aus welchem Grund die kleinen Logger auch eingesetzt werden: Sie helfen letztlich, Transportprozesse zu optimieren, Schadensfolgen zu minimieren und damit Kosten einzusparen. Einsatz finden können die kleinen Universal-Messdaten-Logger aber auch zur Schadens-/Vibrations-Früh­erkennung im Maschinenbau, zur Anlagen- und Prozessüberwachung oder für Langzeittests in der Chemie-, Fahrzeug- und Luftfahrt-Technik.

Wichtige Daten sammeln – auch über Wochen hinweg

Zur Technik: Die beiden in einem MSR175-Datenlogger integrierten 3-Achsen-Beschleunigungssensoren (±15 g und ±100 g) zeichnen kritische Ereignisse wie Stösse und Schläge mit einer Messrate von bis zu 5000 Messungen/s auf. Die Speicher­kapazität des Transport-Datenloggers von über 2 Millionen Messwerten reicht zur Aufzeichnung von mindestens 1000 Schocks aus – letztlich über mehrere Wochen hinweg. Zusätzlich misst und speichert der MSR175 Temperaturverläufe von –20 bis 65 °C. In einer zweiten Typ-Variante ist der Datenlogger zusätzlich mit je einem internen Feuchtigkeits-, Druck- und Lichtsensor ausgestattet – was weitere nützliche Transportdaten liefert.

Logger starten, Daten auswerten, Kosten sparen

Via USB-Schnittstelle lassen sich die von dem Logger erfassten Messdaten schnell auf einen Rechner übertragen. Für die Analyse und grafische Darstellung sowie zur automatischen Report-Erstellung steht die «MSR ShockViewer»-Auswertesoftware zur Verfügung. Und zum Starten eines Aufzeichnungs-Zyklus dient ein Software-«Dashboard», das die Konfigurierung des Loggers per PC mit wenigen Maus-Klicks gestattet.

Fazit: ein Schweizer Elektronik-Qualitätsprodukt in Miniaturtechnik und mit ausgefeilter Software, das in vielen Bereichen der Industrietechnik, im Maschinenbau und nicht zuletzt in der Transport- und Logistik-Branche seinen Nutzen erweist, indem es mechanische und andere physikalische Ereignisse an einer Maschine oder einem beliebigen Transportgut – vor allem auch im Nachhinein zum Schadensnachweis – präzise dokumentiert und so Verursacher, Zeitpunkt und genaue Schadensdaten offenkundig macht. Letztlich hilft der Einsatz der Logger, Problemereignisse exakt festzustellen und in der Folge damit deutlich Kosten einzusparen. SMM

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