EMO 2017 Turbo für die Massivumformung

Redakteur: Luca Meister

Vollgas in der Umformung, Bremsen beim Sprühen und Transportieren der Teile: Das richtige Timing ist beim Schmieden alles.

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(Bild: Schuler)

Um die Belastung für das Gesenk niedrig zu halten, sollte die Druckberührzeit so kurz wie möglich ausfallen, ohne auf Kosten des Sprüh- und Transportfensters zu gehen. Genau das bietet die Servo-Schmiedepresse MSE 2000, die Schuler auf der EMO als 3D-Modell präsentiert. Mit der neu entwickelten MSE 2000 lassen sich in derselben Zeit deutlich mehr Teile produzieren als mit herkömmlichen Schmiedepressen. Möglich machen das vier hochdynamische Servomotoren im Kopfstück der 2000 Tonnen starken Schmiedepresse. Dank ihnen lässt sich die Geschwindigkeit, mit der sich das Gesenk dem Werkstück nähert und sich wieder von ihm entfernt, exakt regeln: langsamer während des Teile-Transports, schneller während der Umformung. Das war bei konventionellen mechanischen Pressen bislang nicht möglich, weshalb die Länge des Gesamtprozesses vom langsamsten Teilprozess bestimmt wurde. Mit der ServoDirekt-Technologie gehört dieses Problem der Vergangenheit an.

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