Blechzulieferer modernisiert Prozesskette Uranus' umweltfreundliche Schichten

Redakteur: Luca Meister

Ende April stellte die Stebler Blech AG ihre neue Oberflächenbeschichtungsanlage mit Wasseraufbereitung vor. Mit dieser Investition wird das 1880 gegründete Familienunternehmen mit Sitz Nunningen (SO) weiterhin ein verlässlicher Partner und Gesamtprozessanbieter im Bereich der Blechtechnologie und Metallverpackungen bleiben und seine Position ausbauen.

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Zahlreiche Besucher fanden sich ein für die Einweihung der neuen Oberflächenbeschichtungsanlage (im Hintergrund) mit Handlingsystem (oben).
Zahlreiche Besucher fanden sich ein für die Einweihung der neuen Oberflächenbeschichtungsanlage (im Hintergrund) mit Handlingsystem (oben).
(Bild: L. Meister)

mei. Sei es ein CD-Gestell im Media Markt, ein Gehäuse für ein medizinisches Gerät beim Arzt oder eine Fassung für eine Postfachanlage, die Stebler Blech AG stellt für eine Vielzahl an Branchen Blechkonstruktionen her. Vom Engineering und Design über den Werkzeugbau bis zur Baugruppenproduktion und -montage inklusive Verpackung und Spedition bietet das im Schwarzbubenland ansässige Unternehmen alles aus einer Hand. Bei Seilbahnkabinen zum Beispiel, Seitenanzeigen von Zügen, Autonummern oder gar dem Aero-Express von Moskau wirkt Stebler als Fertiger von Blechkomponenten mit. Insgesamt 600 000 Bauteile werden pro Jahr beschichtet, an fünf Wochentagen rund um die Uhr. Dies entspricht etwa 3500 Tonnen Stahl, die jährlich verarbeitet werden.

Bedeutend geringerer Chemie- und Wasserbedarf

So ist es für die Stebler Blech AG wichtig, Lösungen mit Format, aber auch Nachhaltigkeit anzubieten. Das Unternehmen hat soeben eine neue Oberflächenbeschichtungsanlage mit integrierter Wasseraufbereitung in Betrieb genommen. Durch die beachtliche Modernisierung des Beschichtungsprozesses bleibt das 120-Mitarbeiter-Unternehmen so auch in Zukunft ein innovativer, verlässlicher Partner. Eine Vielzahl an Kunden aus einem breit gefächerten Industriesegment profitieren davon. Die Blechgehäuse für die Beleuchtungsindustrie, Medizintechnik, den Maschinen- und Apparatebau (eingesetzt von der Kaffeemaschine bis zum Zug) und den Ladenbau, usw. können künftig in höherer Qualität und dank automatisiertem Handlingsystem auch schneller hergestellt werden. Gerade für Ladenbau ist das zentral, denn einwandfreie Oberflächen sind in dieser Sparte das A und O.

Die neue Oberflächenbeschichtungsanlage inklusive Wasseraufbereitung ist mit modernster Technologie ausgestattet. Sie verspricht einen bedeutend geringeren Chemie- und Wasserbedarf. Gegenüber der alten Anlage kann zudem der Energieverbrauch massiv reduziert werden. Fortschrittlich und umweltfreundlich, funktioniert die Oberflächenbeschichtung ohne Chromatierung, welche bekanntlich ab 2017 nicht mehr zulässig sein wird. Maximale Prozesssicherheit und Effizienz führen zu höchster Qualitätslage ohne jegliche Schwankungen. Der Schlüssel zu Mehrwert für die Kunden in der sensitiven Welt der Beschichtungstechnologie.

Podiumsdiskussion

Zelebriert wurde die Inbetriebnahme der neuen Anlage mit einer Einweihung und Taufzeremonie am 27. April 2015 in Nunningen. Die Patin, Frau Regierungsrätin Esther Gassler, Vorsteherin Volkswirtschaftsdepartement Kanton Solothurn, taufte die neue Anlage auf den Namen Uranus. Ein weiterer Programmpunkt bildete die anschliessende Podiumsdiskussion zum Thema «nachhaltig wettbewerbsfähig». Die Gäste, Esther Gassler (Regierungsrätin Kanton Solothurn), Franz Huber (Konzernleitungsmitglied der Post CH AG), Raimund Baumgartner (Geschäftsführer der CWA Constructions SA), Peter Dietrich (Direktor des Swissmem) und André Seiler (Geschäftsführer der Stebler Blech AG), diskutierten dieses Thema unter der Moderation von Thomas Kübler (Forum Regio Plus Schwarzbubenland). <<

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