Ludger Ignaszak im SMM-Interview zur Innoteq 2025 Utilis: Hochleistungswerkzeuge inklusive CAM-Programmierung

Von Matthias Böhm 3 min Lesedauer

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Nach Aussage von Ludger Ignaszak, CEO der Utilis AG, ist das Auftragsvolumen im Bereich der Werkzeuge in der Westschweiz besser als in der Ostschweiz. Parallel zu seinem Werkzeugprogramm bietet Utilis auch zerspanungstechnische Beratung: «Multidec Care» ist eine Dienstleitung, die für die Kunden die Maschinenprogrammierung, das Einrichten sowie die optimale Werkzeugauswahl übernimmt, um sowohl die Standzeit als auch die Produktivität zu maximieren.

Ludger Ignaszak, CEO der Utilis AG: «Wir sind ständig gefordert, unsere Werkzeugsysteme hinsichtlich Standzeitverbesserungen und Produktivitätssteigerung für unsere Kunden zu analysieren und zu optimieren.»(Bild:  Utilis)
Ludger Ignaszak, CEO der Utilis AG: «Wir sind ständig gefordert, unsere Werkzeugsysteme hinsichtlich Standzeitverbesserungen und Produktivitätssteigerung für unsere Kunden zu analysieren und zu optimieren.»
(Bild: Utilis)

SMM: Wie ist die aktuelle wirtschaftliche Situation im Bereich der Werkzeuge am Standort Schweiz?

Ludger Ignaszak: In der Ostschweiz, die traditionell sehr stark mit der DACH-Region verbunden ist, ist ein Rückgang der Nachfrage nach Präzisionswerkzeugen deutlich spürbar – insbesondere bei Komponenten aus der Automobilindustrie.

Unsere Kunden in der Westschweiz, die im Bereich der Mikromechanik tätig sind, wie beispielsweise in der Medizintechnik, Uhren- und Elektroindustrie, sind wesentlich weniger stark von der negativen Konjunktur betroffen. Hier konnten wir den Absatz sogar steigern. Alles in allem bleibt das wirtschaftliche Umfeld sehr anspruchsvoll, und wir können nur mit Innovationen und einem starken Vertrieb dagegenhalten, um Marktanteile zu gewinnen und für Wachstum zu sorgen.

Welche Innovationen zeigt Utilis im Bereich der Werkzeuge zur Innoteq?

L. Ignaszak: Wir werden ein neues, innovatives Stechdrehsystem vorstellen, das speziell für die Bearbeitung von Kleinstteilen auf Langdrehmaschinen entwickelt wurde. Die Besonderheit liegt im Spannsystem in Kombination mit unseren «LUB-Werkzeugplatten» sowie in der Auswahl der Schneidstoffe und Spanformgeometrien für die Mikrozerspanung. Dieses neue Stechsystem vermarkten wir unter dem Namen «Multidec 5000».

Darüber hinaus werden wir ein neues Kreissägeblattsystem mit Spannsystem auf den Markt bringen. Damit möchten wir unser Produktportfolio für die Bearbeitung von Kleinstteilen auf Langdrehmaschinen abrunden. Das neue Produkt vermarkten wir unter «Multidec-SAW».

Ebenfalls haben wir unser Werkzeugangebot im Produktbereich «Multidec Micro-Mill» und «Drill» erweitert. Unser Ziel ist es, unseren Kunden in gewohnter Utilis-Qualität eine Alternative im Bereich der Vollhartmetallwerkzeuge zu bieten. Die neuen Werkzeuge vermarkten wir unter «Multidec Micro-Tools». Das sind nur einige Beispiele unserer neuen Produkte.

Im Fertigungsbereich stehen vermehrt die Automation und bedienerarme Fertigung im Fokus. Welche Herausforderungen bringt diese Entwicklung für die Werkzeughersteller betreffend Standzeiten, Produktivität und Prozesssicherheit?

L. Ignaszak: Wir sind ständig gefordert, unsere Werkzeugsysteme hinsichtlich Standzeitverbesserungen und Produktivitätssteigerung für unsere Kunden zu analysieren und zu optimieren. Dafür haben wir einen Management-Regelkreis installiert und arbeiten kontinuierlich an der Anpassung und Verbesserung unserer Strategie.

Letztes Jahr haben wir zudem «Multidec Care» auf den Weg gebracht. Insbesondere in der bedienerarmen Fertigung und angesichts des Fachkräftemangels sind wir überzeugt, unseren Kunden mit diesem Serviceangebot einen echten Mehrwert zu bieten. Mit «Multidec Care» übernehmen wir für unsere Kunden die Maschinenprogrammierung, das Einrichten sowie die optimale Werkzeugauswahl, um sowohl die Standzeit als auch die Produktivität zu maximieren.

Das Programm ist modular aufgebaut, das heisst, der Kunde bestimmt den Grad der Unterstützung. Wir passen unsere Dienstleistungen individuell an den Bedarf unserer Kunden an – so, wie es gewünscht wird.

Welche Impulse erhoffen Sie sich von der Innoteq?

L. Ignaszak: Wir möchten den Dialog mit unseren bestehenden Kunden durch die Innoteq intensivieren und selbstverständlich auch mit neuen, interessierten Kunden ins Gespräch kommen. Uns ist es wichtig, die Bedürfnisse unserer Kunden auf der Innoteq aufzunehmen, um diese dann konsequent in neue, innovative Produkte einfliessen zu lassen.

An die SMM-Leser: Besuchen Sie uns gerne an unserem Messestand (Halle 3.2, Stand C01) – es erwarten Sie einige Innovationen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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