Fraisa SA am 16. Swissmem-Zerspanungsseminar Vom Werkzeug zum Frässystem

Von Stefan Senn, Leiter Frässysteme, F&E, Prokurist, Fraisa SA 2 min Lesedauer

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Wenn Stähle weich sind, wird das Fräsen hart. Duktile, inhomogene Gefügestrukturen, Zunderschichten, Schweissnähte und stark schwankende Festigkeiten machen un- und niedriglegierte Stähle zur Königsdisziplin der Zerspanung. Zu diesem Thema referieren die Spezialisten der Fraisa SA – Stefan Senn und Tiziano Sichi – am 16. Swissmem-Zerspanungsseminar.

Die Werkzeugspezialisten von Fraisa haben bei der Entwicklung des «SteelCut» alle Einflussgrössen spezifisch auf seinen leistungsfähigen und prozesssicheren Einsatz hin abgestimmt.(Bild:  Fraisa)
Die Werkzeugspezialisten von Fraisa haben bei der Entwicklung des «SteelCut» alle Einflussgrössen spezifisch auf seinen leistungsfähigen und prozesssicheren Einsatz hin abgestimmt.
(Bild: Fraisa)

Genau hier setzt das neue, von Fraisa entwickelte, Frässystem «SteelCut» an: Es wurde speziell für Stähle unter Rm < 850 N/mm2 entwickelt und verbindet robuste Prozesssicherheit mit hoher Leistungsfähigkeit, hervorragendem Spanabtransport und seidenweichem Lauf – trocken wie nass, in HPC wie HDC, vom Eintauchen bis zum Finishen.

Weichstahl meistern: Die «SteelCut»-Mission

Der Weg dorthin war konsequent systemisch: Vom Marktverständnis über die Pflichtenheft-Definition, iteratives Technologie-Engineering bis zur Serienreife und dem Transfer in Anwendungen und Services. Im Zentrum stand stets der Kundennutzen: mehr Produktivität und Standzeit, reproduzierbare Qualität für Automatisierung, breites Anwendungsspektrum, kürzere Rüstzeiten und geringere Gesamtkosten – «Fast in Production» als Prinzip. Weil selbst innerhalb der Werkstoffgruppe Weichstahl (z. B. St‑52 vs. 42CrMo4) identische Einsatzdaten völlig unterschiedliche Verschleissbilder erzeugen, wurde «SteelCut» mit breiter Werkstoffabdeckung und «robuster Charakteristik» ausgelegt. Das Ergebnis: ein durchgängig leistungsfähiges System mit präzisen, in Hunderten von Versuchen ermittelten Schnittdaten im «ToolExpert» von Fraisa.

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Technologiepaket «SteelCut»: Geometrie, Schicht, Daten

Technologisch vereint «SteelCut» ein kantenfestes Feinstkornsubstrat, fein geschliffene Spannuten mit gestuftem Nutübergang, spezialisierte Schneidkantenpräparation, optimierte Spanteiler-Positionierung, eine neu entwickelte Eintauchstirn und die sehr glatte, harte «Multichrom-Hochleistungsschicht».

Diese Kombination stabilisiert die Spanbildung, verbessert die Spanabförderung und steigert Zerspanvolumen sowie Lebensdauer – bei glattem Schnitt und hoher Reproduzierbarkeit. Das Sortiment mit konstanten l/d‑Verhältnissen deckt den Durchmesserbereich von D = 3-20 mm ab, mit und ohne Seitenspannfläche, und erlaubt universelle Prozesse von HPC/HDC bis Schlichten. Die «ToolSchool»-Empfehlungen und Applikationsdaten im «ToolExpert» machen das System «plug & play» – schnell anwendbar und sicher in der Automatisierung.

Digitale Souveränität: «ToolExpert» als Performance-Multiplikator

Die «ToolExpert»-Standarddaten legen den Fokus auf eine Erhöhung der Prozesssicherheit und eine optimierte Standzeit. Bei den Performancedaten steht die Reduzierung der Gesamtbearbeitungskosten im Vordergrund und die Produktivität wird optimiert.(Bild:  Fraisa)
Die «ToolExpert»-Standarddaten legen den Fokus auf eine Erhöhung der Prozesssicherheit und eine optimierte Standzeit. Bei den Performancedaten steht die Reduzierung der Gesamtbearbeitungskosten im Vordergrund und die Produktivität wird optimiert.
(Bild: Fraisa)

Fraisa differenziert sich nicht nur über Werkzeugtechnik, sondern über den gesamten Systemansatz: Produktentwicklung als lernende Schleife (Substrat, Mikro-/Makrogeometrie, Beschichtung, Validierung), Produktionsnormierung und Erstlos-Absicherung, Technologietransfer bis zu Sonderwerkzeugen – und schliesslich digitale Datenintegration in CAM/TDM via «ToolExpert»-Schnittstellen. Das reduziert Zeitaufwände und Fehler, erhöht Prozessstabilität und macht Performance planbar.

Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil: «ReTool» von Fraisa stellt die ursprüngliche Leistungsfähigkeit aufbereiteter Werkzeuge industriell und ressourcenschonend wieder her – als anerkanntes Praxisbeispiel in der ISO 59020 Kreislaufwirtschaft. So wird aus einem einzelnen Fräser ein vollständiges Frässystem mit Daten, Services und Kreislauf – «Vom Werkzeug zum Frässystem».

Innovativ, nachhaltig, kundenorientiert

«SteelCut» steht damit exemplarisch für die Kultur und Anspruch des Werkzeugherstellers aus Bellach: technologiegetriebene Innovation, die messbaren Kundennutzen schafft; kollaborativ entwickelt, kompetent industrialisiert und digital unterstützt – mit der Präzision eines Premiumherstellers und der Verantwortung eines familiengeführten Unternehmens. Wer im Weichstahl prozesssicher, reproduzierbar und produktiv fräsen will, findet im «SteelCut» nicht nur ein Werkzeug, sondern ein System, das Vorsprung sichert.

Ausblick: Vertiefung am 16. Swissmem-Zerspanungsseminar 2026

Wer tiefer in das Frässystem «SteelCut», die Entwicklungsphilosophie «Vom Werkzeug zum Fräs-System» sowie in konkrete Anwendungsfälle eintauchen möchte, hat dazu am 16. Swissmem-Zerspanungsseminar 2026 Gelegenheit: Die Referenten Stefan Senn und Tiziano Sichi (beide Fraisa) erläutern und präsentieren die Inhalte vertieft und mit Praxisbeispielen. Besucher des Swissmem Zerspanungsseminars können sich direkt mit den Referenten vor Ort austauschen.

(böh)

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