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Entwicklung
Die Basis der Entwicklung basiert bei Baumer auf drei Säulen: Fertigungsprozesse, Technologien und Plattform-Design. Also, wie wird das Produkt gefertigt, welche Technologie (Ultraschall, optoelektrisch, induktiv et cetera) wird eingesetzt und wie müssen die Komponenten (beispielsweise Netzteile) designt werden? Das alles ist kein einfacher Prozess und dauert mitunter einige Monate, aber schlussendlich entstehen hier nicht die neuen Features wie ein verschleissfreies Teaching. Doch wie kommen diese Technologien nun in die Sensoren? Ganz einfach: durch kreative Mitarbeiter. Und dieses kreative Team bei Baumer diskutiert die ganzen Ideen und Lösungsansätze, verbessert oder verwirft sie. Daraus entstehen neue Ideen, die wiederum diskutiert werden.
Das Team ist das Wesentliche. Es soll wie ein gut eingespieltes Orchester funktionieren. Es braucht verschiedenste Instrumente und Fähigkeiten, denn wenn jeder das Gleiche spielt, klingt es eintönig und das Schlussresultat ist enttäuschend. Es braucht Entwickler, es braucht Berater, Organisatoren genauso wie Innovatoren und Stabilisatoren. Diese unterstützen und kontrollieren sich gegenseitig, mit dem Resultat, das bestmögliche Endergebnis zu erzielen. Als Beispiel sei hier qTeach (Baumers neuartiges Teachverfahren für Sensoren) genannt, welches erstmals in den NextGen-Sensoren der 0500- und O300-Serie eingesetzt wird: Durch die geforderte Dichtigkeit des Sensors musste ein neues Teach-Verfahren entwickelt werden, da keine Öffnung mehr vorhanden sein sollte. Ausserdem sollte der Vorgang verschleissfrei und möglichst komfortabel sein.
An neuen Ideen mangelte es dem Team nicht, die Umsetzung war aber einiges schwieriger. Beispielsweise war eine Idee, ein Kunststoffstäbchen zu verbiegen, um den Sensor zu teachen. Das Problem bei dieser Lösung war die Materialermüdung, irgendwann wäre das Teil abgebrochen. Ein anderer Vorschlag war, das Ganze durch eine Folie zu schützen. Diese könnte aber nach einiger Zeit beispielsweise durch Spritzwasser Risse und Löcher aufweisen. Eine hohe Schutzklasse mit IP69K kann so natürlich nicht erreicht werden. Auch ein induktives Teach-Verfahren oder eines mit Touchscreen wurde verworfen. Durchgesetzt hatte sich schlussendlich ein System, welches günstig mit einer kleinen Spule zu realisieren war und an ein Schliesssystem aus einem Auto erinnert. Beim Fahrzeug fragt das System beim einstecken des Schlüssels nach, ob das wirklich der richtige Schlüssel oder ein nachgebauter ist, soll das Auto starten oder nicht. Diese Idee war für den Sensor wie prädestiniert, ist es doch kostengünstig zu realisieren (Spule) und zuverlässig, da sich die Technik durch die Automobilbranche bereits millionenfach bewährt hat. Beim Sensor funktioniert das ganz ähnlich: Zum Einlernen der Sensoren genügt eine Berührung mit einem beliebigen ferromagnetischen Werkzeug. Eine blaue LED gibt ein optisches Feedback, ob der Teachvorgang erfolgreich war.
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