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Geringes Geräusch und niedriger Energieverbrauch
Die Entwickler von Ziehl-Abegg haben sich für den Bio-Ventilator zahlreiche Tiere angeschaut, deren Körper für Wasser- oder Luftströmung optimiert sind. Fündig geworden sind die Ingenieure beim leisesten Raubvogel – der Eule. Diese jagt nachts, wenn die Sichtverhältnisse sehr schlecht sind. Deshalb orten Eulen die Beute mit dem Gehör. Und das funktioniert nur, wenn die Tiere extrem leise fliegen. Doch wie geht das? Beispielsweise wiegt eine Schleiereule fast genauso viel wie eine Taube. Die Flügel sind allerdings um einiges grösser und stärker gewölbt. Das bringt dem Vogel sehr viel mehr Auftrieb bei niedrigeren Geschwindigkeiten. Tauben müssen dagegen sehr stark mit den Flügeln schlagen, wodurch sie von weitem hörbar sind. Weiter gibt es Fransen am Ende der Eulenflügel. Dadurch treffen die Luftströmungen der Flügelober- und -unterseiten an der Hinterkante der Flügel sanfter – und somit leiser – aufeinander. So kamen die Ingenieure von Ziehl-Abegg auf die Idee, die Hinterkante des Ventilatorflügels ebenfalls gezackt zu fertigen.
Doch nicht nur bei der Eule haben die Entwickler von Ziehl-Abegg genau hingeschaut: Geier, Adler und Störche stellen einzelne Federn auf – dadurch lösen sich an jeder Federspitze kleine Randwirbel ab, was den Widerstand des Flügels reduziert. Zu sehen ist dies auch bei Flugzeugen, bei denen die Tragflächen neuerdings einen kleinen Knick (Winglet) am Ende haben – bei Ziehl-Abegg sind die Eulen-Ventilatorenflügel seit Jahren mit einem Knick am Rand ausgestattet.
Die Komposition mehrerer solcher bionischer Merkmale in einem Ventilator kann den Energieverbrauch im laufenden Betrieb deutlich senken.
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