Personalabbau Von Roll streicht 200 Stellen

Redakteur: Susanne Reinshagen

Von Roll steckt zur Zeit in der Verlustzone und will mit diversen Massnahmen dagegen vorgehen. Neben Investitionen in den Maschinenpark soll auch die Unternehmensstruktur angepasst werden.

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Von Roll bewegt sich zur Zeit in der Verlustzone und wird 200 Stellen abbauen.
Von Roll bewegt sich zur Zeit in der Verlustzone und wird 200 Stellen abbauen.
(Bild: Von Roll)

Von Roll hat zur Zeit mit schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen. Das Unternehmensergebnis im ersten Halbjahr 2013 lag mit CHF –3,9 Millionen (Vj.CHF 0,4 Millionen) unter den Erwartungen. Der Bestellungseingang betrug CHF 228,6 Millionen (Vj. CHF 276,7 Millionen) und der Umsatz belief sich auf CHF 245,9 Millionen (Vj: CHF 268,1 Millionen). Das Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 2,1 Millionen (Vj: CHF 5,5 Millionen) wurde im ersten Halbjahr 2013 wesentlich durch das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld bei der Energieerzeugung beeinflusst.

Entwicklung der Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr

Das wirtschaftlich instabile Umfeld der Energieerzeugung und die geringen Investitionen im Hochspannungsbereich wirkten sich auf das Segment Von Roll Insulation aus, was zu einem um 11% geringeren Bestellungseingang und einem um 14% reduzierten Umsatz führte.

Für Von Roll Composites zeigt sich der Markt der Hochspannungsindustrie nicht ganz so stabil wie der für Industrieapplikationen. Der Bestellungseingang und der Umsatz reduzierte sich jeweils um etwa 5%.

Schwieriger gestaltet sich die Siutation bei Von Roll Technologies (Transformatoren- und Wassergeschäft). Der Bestellungseingang reduzierte sich um über 60%. Demgegenüber konnte der Umsatz um 17% erhöht werden. Für Achim Klotz, Geschäftsführer von Von Roll steht in erster Linie das Transformatorengeschäft auf dem Prüfstand. Aber auch für das Wassergeschäft werden gemäss Klotz «alle Optionen geprüft», da es sich bei beiden Bereichen um ein Businessmodell handle, dass nicht so richtig zu Von Roll passe.

Umstrukturierung

Das Unternehmen hat bereits Massnahmen zur Optimierung der Unternehmensstruktur eingeleitet. In den beiden wichtigsten Geschäftsbereichen Insulation und Composites soll eine kunden- und marktorientierten Organisation geschaffen sowie schlanke und eindeutige Prozesse und Verantwortungen etabliert werden. Dies hat den Abbau von 200 Stellen zur Folge, davon 15 in der Schweiz.

Diese Massnahmen sollen im kommenden Jahr zu einer Kostenreduktion von CHF 10 Millionen führen. Gemäss Klotz reiche das aber noch nicht und man wolle 2016/17 weitere CHF 10 Millionen einsparen. <<

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