Investition in Effizienz Wachstum durch Effizienz und Produktivität

Autor Anne Richter

Der starke Franken ist eine Herausforderung für viele Fertigungsunternehmen in der Schweiz. Die Samuel Werder AG setzt trotzdem auf den Werkplatz Schweiz: Durch verbesserte Prozesse und Investitionen in effizientere Produktionsmittel will das Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Mit dem Nakamura-Tome-Dreh-/Fräszentrum WY-250L kann Werder zudem sein Produktportfolio erweitern.

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(Bild: Anne Richter, SMM)

«Wir stehen zum Werkplatz Schweiz», mit diesem Statement bekennt Claude Werder sich trotz immer schwerer werdender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hundertprozentig zum Standort in der Heimat. Optionen, die vor allem infolge des starken Schweizer Frankens von vielen Unternehmen diskutiert und aufgegriffen wurden, wie Produktionsverlagerung ins billigere Ausland, Arbeitszeitverlängerung oder Lohnkürzungen, sind für den Geschäftsführer und Inhaber der Samuel Werder AG mit Sitz in Veltheim im Aargau tabu. «Es ist sicher schwieriger geworden, doch es ist nie ein Thema gewesen, ins Ausland zu gehen. Auch Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerungen sind keine Option für uns, denn es schadet dem Betriebsklima und der Effizienz enorm», ist sich C. Werder sicher.

Effizienz steigern und Qualität im Griff haben

Stattdessen fokussiert der Unternehmer auf Effizienzsteigerungen und Investitionen, ohne aber klassische Schweizer Tugenden zu vernachlässigen: «Wir optimieren Abläufe und investieren vor allem auch in Automatisierung», berichtet C. Werder und ergänzt: «Und natürlich ist es wichtig, die Qualität im Griff zu haben.» Die Samuel Werder AG ist ein modernes Zulieferunternehmen mit Qualitätsanspruch auf dem Gebiet der Feinwerktechnik und Präzisionszerspanung. Das Unternehmen beliefert vor allem Branchen mit hohen Genauigkeits- und Qualitätsanforderungen, wie für die Medizintechnik, Apparatebau, Schliesstechnik, allgemeiner Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Messtechnik, Pharmaindustrie, Hydraulik und mehr. «Wir machen gerne anspruchsvolle und genaue Teile», berichtet C. Werder. So werden im Unternehmen vorzugsweise Bauteile mit komplexen Geometrien und Freiformflächen in mittleren Losgrössen gefertigt. Wobei die optimalen Losgrössen je nach Bauteil zwischen 100 und 10 000 Stück liegen.

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Doch sind nicht nur die Geometrien der Bauteile anspruchsvoll, sondern auch die verarbeiteten Materialien. Neben rostfreien und säurebeständigen Stählen und Titan werden bei Werder auch exotische Materialien verarbeitet, deren Bearbeitung aus verschiedenen Gründen besonders anspruchsvoll ist und ein spezielles Know-how erfordert. Dazu gehören beispielsweise Reinstsilber, Magnesium oder auch verschiedene Kunststoffe. Seit 1998 ist mit Claude Werder die zweite Generation in der Unternehmensführung aktiv.

Wachstum durch Investitionen

In nahezu sechs Jahrzehnten hat sich das Familienunternehmen aus einer mechanischen Werkstatt zu einem Spezialisten für CNC-Bearbeitung und Präzisionsfertigung mit einer Produktionsfläche von 4500 Quadratmetern und fast 70 Mitarbeitern entwickelt. Obwohl die Produktionsfläche noch nicht komplett belegt ist, hat Werder auch immer kontinuierlich in den Maschinenpark investiert. Über 30 verschiedene CNC-Drehzentren, Langdrehautomaten und Maschinen zum Hartdrehen gehören zum aktuellen Maschinenpark. Genauso umfangreich ausgestattet ist die Fräserei. Fast 40 CNC-Bearbeitungszentren unterschiedlicher Hersteller und Bauart sind im Einsatz. Hinzu kommen Schleifmaschinen, Erodiermaschinen und Anlagen zur Laserbeschriftung. Auch Trowalisieren und Sägen wird bei Werder inhouse erledigt. Ein wichtiger Aspekt für Qualität in der Produktion ist die Qualitätskontrolle. Mit verschiedenen Messmaschinen von 3D-Koordinatenmessmaschinen und diversen weiteren optischen und taktilen Messsystemen im klimatisierten Messraum werden Präzision und Genauigkeit geprüft und dokumentiert.

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