Hausausstellung DMG Mori in Pfronten 2020

Wandel zum ganzheitlichen Lösungsanbieter

| Redakteur: Anne Richter

Das neue Horizontalbearbeitungszentrum DMU 65 H Monoblock für anspruchsvolle Anwendungen. Es vereint Flexibilität und Ergonomie eines 5-Achs Universalbearbeitungszentrums mit der Produktivität und Prozesssicherheit eines Horizontalbearbeitungszentrum.
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Das neue Horizontalbearbeitungszentrum DMU 65 H Monoblock für anspruchsvolle Anwendungen. Es vereint Flexibilität und Ergonomie eines 5-Achs Universalbearbeitungszentrums mit der Produktivität und Prozesssicherheit eines Horizontalbearbeitungszentrum. (Bild: Anne Richter, SMM)

Zur Hausausstellung in Pfronten hat DMG Mori die Bereiche Digitalisierung und Automation in den Fokus gestellt und vier Neuheiten präsentiert. Ausserdem gab das Unternehmen die vorläufigen Zahlen zum Geschäfts-​jahr 2019 bekannt, das durch einen Rekordumsatz gekennzeichnet ist, aber auch durch Auftragsrückgang.

Zur traditionellen Hausausstellung vom 11. bis 15. Februar 2020 im Werk von Deckel Maho in Pfronten hat sich DMG Mori auf die Bereiche Digitalisierung und Automation ausgerichtet. Im Fokus standen die durchgängige Konnektivität im Standard aller Maschinen, das Celos-Update von allen bestehenden Versionen, das neue Kundenportal my DMG Mori sowie Tulip als einfacher Weg in die Digitalisierung. Auf über 7500 m² zeigte DMG Mori neue Fertigungskonzepte in der Zerspanung sowie im Addi­tive Manufacturing. Ein besonderes Augen­merk galt dabei dem Wandel vom klassischen Produkt- und Serviceanbieter zum Excellence- und Solutionspartner für zukunftsweisende Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen. Das neue Rollenverständnis trage einem sich ändernden Blickwinkel der Kunden frühzeitig Rechnung, erklärte Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori AG. So werden zuvor einzeln betrachtete Maschinen in immer stärkerem Masse zu einem elementaren Teil digitaler Wertschöpfungssysteme und in ihrer Funktionalität entsprechend ganzheitlich bewertet.

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Neuheiten auf der Hausausstellung

Ein Grossteil der Exponate auf der Hausausstellung sollte vor allem die Automatisierungskompetenz demonstrieren, die DMG Mori mit ganzheitlichen Lösungen aus einer Hand bietet. Präsentiert wurden auch einige Neuheiten: die DMC 65 H Monoblock und DMU 65 H Monoblock, ein neues universelles Horizontalbearbeitungszentrum, das modulare PH-Cell-Palettensystem, die Lasertec 400 Shape für das Lasertexturieren sowie die Lasertec 30 Dual SLM für die additive Fertigung. Die neue DMU 65 H Monoblock und die DMC 65 H Monoblock vereinen die Flexibilität und Ergonomie eines 5-Achs-Universalbearbeitungszentrums mit der Produktivität und Prozesssicherheit eines Horizontalbearbeitungszentrums. Das horizontale Gantry-Konzept ist perfekt geeignet für anspruchsvolle Anwendungen beispielsweise bei der Bearbeitung von Aero­space-Strukturbauteilen und Anwender im Bereich Die & Mold profitieren von der Möglichkeit, Bauteile direkt mit Tieflochbohrungen bis zu 550 mm auf einer Maschine komplett zu bearbeiten. Eine weitere Neuheit ist das flexible und platzsparende Automationskonzept PH Cell, das die Automatisierung zahlreicher 5-Achs-Universalmaschinen und Vertikalbearbeitungszentren ermöglicht. Die neue Lasertec 30 Dual SLM ist mit zwei Lasern ausgestattet und ist somit eine deutlich produktivere Fertigungslösung im Pulverbettverfahren. Die neu entwickelte Lasertec 400 Shape ermöglicht mittels neuster Hard- und Software jetzt auch das Texturieren von XXL-Formen mit einem Werkstückgewicht von bis zu 20 000 kg.

Rekordumsatz und Bestmarken im Jahr 2019

Gleichzeitig hat DMG Mori die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht. Demnach war das Jahr 2019 für die DMG Mori AG trotz schwierigem Markt­umfeld ein sehr erfolgreiches Jahr mit erneuten Rekordwerten. Bei Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow konnte das Unternehmen Bestmarken erzielen. Der Umsatz lag bei 2701,5 Mio. Euro, das EBIT hat sich auf 221,7 Mio. Euro erhöht, was einer EBIT-Marge von 8,2 Prozent entspricht, und der Free Cashflow hat sich auf 168,8 Mio. Euro verbessert. Der Auftragseingang lag nach Unternehmensangaben mit 2563,1 Mio. Euro zwar im Plan und entwickelte sich auch besser als in der Branche, lag aber rund 14 Prozent unter Vorjahr. Christian Thönes erklärt dazu: «DMG Mori hat seine Prognosen erfüllt – und das bei zunehmendem konjunkturellem Gegenwind. Die Bestmarken bei Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow bestätigen unseren Kurs. Auch in herausfordernden Zeiten geben wir weiter Gas. Wir entwickeln uns konsequent weiter vom Maschinenbauer zum ganzheitlichen Lösungsanbieter. Mit Dynamik uns Exzellenz treiben wir unsere Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung und Additive Manufacturing aktiv voran.» -ari- SMM

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