Michael Krausnick ist Sales Director Endusers & System Integrators bei Schneider Electric.
(Bild: Schneider Electric)
Ich persönlich war schon immer von den erstaunlichen Möglichkeiten der Automatisierungstechnik fasziniert. Wer kennt das nicht. Maschinen und Roboter, die mit höchster Fingerfertigkeit filigranste Bewegungsabläufe ausführen, besitzen nicht nur in Kinderaugen eine ganz eigene Anziehungskraft. Und möglicherweise sind wir damit auch schon bei einer ersten Definition von Automatisierung angelangt: Es geht um einen bemerkenswerten Vorgang, bei dem viele einzelne technische Komponenten und deren charakteristische Funktionen so aufeinander abgestimmt werden, dass ein vom Menschen weitestgehend autonomes System entsteht, das eigenständig dazu in der Lage ist, ein bestimmtes Endergebnis zu produzieren – egal, ob es sich bei diesem Ergebnis um die automatisierte Temperaturregelung in einem Gebäude oder um die automatisierte Anfertigung eines Sicherheitsrelais handelt.
Gleichzeitig bezieht sich der Begriff Automatisierung aber auch auf die Tätigkeit des Automatisierens. Und hier wird es interessant. Denn wenn wir über den Kern der Automatisierung sprechen, dann reicht es nicht aus, zu beschreiben, was Automatisierung eigentlich ist (autonome Prozesse), sondern es geht auch darum, zu fragen: Wie werden die einzelnen technischen Komponenten orchestriert?
Hierbei geht es also weniger um innovative Technologien wie Digital Twin oder KI an sich, sondern vielmehr um die Art und Weise, wie sich das Beste aus diesen Technologien herausholen lässt. Also um die Bedingungen für deren optimale Nutzung.
Eine Frage, mit der wir uns bei Schneider Electric sehr intensiv beschäftigen. Beim Vergleich der beiden IEC Normen 61131 und IEC 61499 kommt man etwa schnell zu dem Schluss, dass es die eine Automatisierung eigentlich nicht gibt. Zu unterschiedlich sind die beiden darin definierten Herangehensweisen etwa hinsichtlich der Verteilung von Intelligenz, der Portierbarkeit von Softwareobjekten oder des Engineering-Prozesses.
Sick
Markus Scaglioso ist Senior Vice President Global Industry Center Factory Automation bei der Sick AG.
(Bild: Sick AG)
Unser Umfeld entwickelt sich zunehmend dynamisch. Die Globalisierung, Digitale Transformation, der demographische Wandel und eine spürbare Verknappung von Ressourcen steigern den Druck auf (industrielle) Unternehmen. Um produktiv zu bleiben und weiter am Markt bestehen zu können, müssen Betriebe ihre Produktionsprozesse flexibel und effizient gestalten.
Vor allem bei sich wiederholenden, ermüdenden Aufgaben oder potenziell gefährlichen Konstellationen (Safety) reduzieren (industrielle) Automatisierungslösungen die Notwendigkeit von menschlichem Eingreifen in den Betrieb von Anlagen. Die Mitarbeitenden können ihre freigewordenen Kompetenzen für komplexere Aufgaben nutzen, die direkt Mehrwert generieren und nicht von Technologien, Maschinen etc. übernommen werden können.
Turck
Dirk Wunder ist Leiter Corporate Marketing bei Turck.
(Bild: Turck)
Automatisierung ermöglicht es, Maschinen und Anlagen, aber auch Logistikprozesse schneller, effizienter und auch nachhaltiger, also ressourcenschonender, zu machen. Verschiedenste Technologien eröffnen immer mehr Möglichkeiten zur Optimierung und Individualisierung. Eine zukunftsweisende Veränderung zum Beispiel ist das Zusammenwachsen der OT (Operational Technologie) und der IT (Information Technologie). Automatisierung kommt in derartig vielen Bereichen zum Einsatz, dass durch diese Zulieferrolle zwar Schwankungen entstehen, aber eine echte Krise in der Automatisierung nicht vorliegt. So wird beispielsweise gerade jetzt in einigen Branchen immer mehr automatisiert, wie etwa in den Bereichen Pharma, Biotech oder Logistik.
Weidmüller
Dr. Thomas Bürger ist Leiter der Division Automation Products & Solutions (APS) des Elektrotechnikunternehmens Weidmüller sowie Geschäftsführung der Weidmüller GTI Software.
(Bild: Weidmüller)
Dr. Thomas Bürger, Leitung der Division Automation Products & Solutions (APS) bei Weidmüller und Geschäftsführung der Weidmüller GTI Software
Was wir mit Einzug des Industrial IoT in die Automatisierung erleben, ist die konsequente Nutzung von neuen Technologien für eine bessere und effizientere Automatisierungstechnik. Diese Kompetenz, Technologien aus anderen Industrien intelligent in Automatisierungsprodukten und -lösungen so zu nutzen, dass sie für möglichst viele unterschiedliche industrielle Anwendungen (vom Maschinenbau über Prozessindustrie bis hin zu Anwendungen auf Schiffen oder in Infrastrukturprojekten) eingesetzt werden können, ist Grundlage der Automatisierungstechnik. Gute Beispiele aus der Vergangenheit sind hier sicher PC-Technologie oder auch das Ethernet.
Stand vom 30.10.2020
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group AG, Seestrasse 95, CH-8800 Thalwil, einschließlich aller mit ihr verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de/de/smm abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Dies muss selbstverständlich kombiniert sein mit einer hohen Lösungskompetenz in der Anwendung. Das heisst, mit einem perfekten Verständnis der Anforderungen bei den Kunden und einer idealen Umsetzung dieser Anforderungen in Automatisierungslösungen. Neu ist sicherlich die Art des Zusammenarbeitens – sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei der Erstellung von Automationslösungen. Hier geht, ganz klar, der Trend hin zu mehr Offenheit und mehr partnerschaftlichen Zusammenarbeit in offenen Ökosystemen. Über den gesamten Lebenszyklus von Automatisierungsprodukten, von der Entwicklung bis zur Anwendung, wird zum Beispiel über digitale Plattformen zusammengearbeitet. Zwischen Lieferanten und Kunden aber auch mit weiteren Komponentenlieferanten, Systemintegratoren oder auch Freelancern.