Swissmechanic Weniger Aufträge für die KMU-MEM

Redakteur: Lya Bartholet

Die schleppende Konjunktur in der Schweiz und in Europa sorgt bei vielen KMU in den MEM-Branchen für eine Verschlechterung bei den Auftragseingängen. Diese sind im 3. Quartal teils markant gesunken, wie die neueste Umfrage des Branchenverbandes Swissmechanic zeigt. Entsprechend sind viele Unternehmen skeptisch für die Entwicklung bis Ende Jahr. Der Druck auf die Margen ist ungebrochen, ebenso macht der starke Franken nach wie vor zu schaffen.

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Die Auftragseingänge im 3. Quartal sind im Vergleich zum Vorquartal teils markant gesunken.
Die Auftragseingänge im 3. Quartal sind im Vergleich zum Vorquartal teils markant gesunken.
( © Robert Kneschke)

Die KMU in der MEM-Branche erleben einen schwierigen Jahresendspurt. Das Niveau der Auftragseingänge ist im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar höher, dennoch ist ein Rückgang zu verzeichnen. Wie die neueste Umfrage des Arbeitgeber-, Fach- und Berufsverbandes Swissmechanic zeigt, sind die Auftragseingänge im 3. Quartal im Vergleich zum Vorquartal teils markant gesunken. Rund ein Drittel der Befragten verbucht bei den Eingängen im Inland eine Verschlechterung. Die Auftragseingänge aus den europäischen Märkten beurteilt rund ein Viertel der Befragten negativ. Eine Mehrheit der Swissmechanic-Mitglieder sind als Zulieferer tätig und bekommen nun die schlechten Nachrichten aus dem mit Abstand wichtigsten Markt, der Europäischen Union, zu spüren. Der Konjunktur-Motor stottert, insbesondere im Hauptmarkt Deutschland, ebenso in Frankreich und Italien. «Viele Unternehmen haben sich zu Beginn der Krise eine Grippe eingefangen und können sich nicht mehr davon erholen», beschreibt Swissmechanic-Direktor Oliver Müller die Situation. «Europa kommt einfach nicht auf Touren, das spürt man nun bei den Aufträgen. Davon betroffen ist auch die inländische Nachfrage.» Es bleibt abzuwarten, wie sich die Konjunkturdaten in den kommenden Wochen entwickeln. Die Befürchtungen von Swissmechanic, eine Erholung sei nicht in Sicht und würde etliche Firmen zusätzlich in Bedrängnis bringen, haben sich aus heutiger Sicht leider bewahrheitet. Rund die Hälfte der Befragten rechnen für das laufende Quartal nicht mit einer Besserung der Situation.

Falsche Sicherheit in der Franken-Frage

Die Umsätze sind im Moment auf stabilem Niveau. Zwei Drittel der Befragten geben an, sie seien mit den Umsätzen zufrieden. Gleichzeitig hält der Druck auf die Margen an. Dieser ist seit rund zwei Jahren konstant hoch und nagt bei vielen Unternehmen an den Reserven. Rund 40 % der befragten Unternehmen beurteilen den Ertrag als «nicht befriedigend». Die Frankenstärke ist und bleibt für die KMU-MEM ein Damoklesschwert. In der aktuellen Umfrage beurteilten rund die Hälfte der Unternehmen die Auswirkungen als «stark». In der öffentlichen Wahrnehmung hat sich die Situation rund um den Schweizer Franken beruhigt. Ganz anders beurteilen dies die betroffenen Firmen, welche insbesondere mit dem schwachen Euro zu kämpfen haben. «Nur weil das Thema nicht mehr in den Medien diskutiert wird, heisst das noch lange nicht, dass es keines mehr ist», sagt Swissmechanic-Direktor Oliver Müller. «Einige Vertreter von KMU-Organisationen und Politiker haben das Gefühl, mit der Untergrenze von 1.20 Franken sei die Situation entschärft und die Unternehmen in der Lage, sich stetig darauf einzustellen. Dem ist nicht so. Irgendwann sind alle Massnahmen zur Abfederung aufgebraucht.» <<

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