Stanzen Weniger Energie pro Hub

Redakteur: Luca Meister

Ein-Pleuel-Stanzautomaten mit geschweisstem C-förmigem Pressenkörper sind ein vertrauter Anblick in Stanzbetrieben auf der ganzen Welt. Auf ihnen entstehen Massenprodukte für die unterschiedlichsten Branchen: von hygienischen Lebensmittel-Verpackungen aus Aluminium über belastbare Möbelbeschläge bis hin zu präzisen Autoteilen. Mit der «CSC 1000» hat Schuler nun einen Ein-Pleuel-Stanzautomaten für den Automatik- und Handeinlegebetrieb entwickelt, der im Vergleich zu bisherigen Anlagen sowohl der Ausbringungsleistung als auch der Energie-Effizienz einen Schub verleiht.

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(Bild: Schuler)

mei. Der Grund dafür ist ein hochdynamischer Einbau-Torquemotor, der bei der Maschine direkt auf einem Kniegelenk-Antrieb sitzt. Dadurch lässt sich – wie bei den grösseren Servopressen von Schuler – ein sogenannter Pendelhub-Betrieb realisieren. «Die reversierende Bewegung des Torquemotors in Verbindung mit der individuellen Anpassung der Hubhöhe führt zu einer deutlichen Ausbringungssteigerung», erklärt Adrian Achermann, CEO von Schuler Beutler in Gettnau, die Vorteile der «ServoDirekt»-Technologie. «Der Energieverbrauch pro Hub ist dadurch im Vergleich zu konventionell angetriebenen Pressen geringer. Gleichzeitig erhöhen sich durch die optimale Anpassung der Stösselbewegung die Teilequalität und die Werkzeugstandzeiten.»

Hohe Präzision

Der Kniegelenk-Antrieb ermöglicht bereits durch seinen Aufbau geringe Stösselgeschwindigkeiten während der Umformphase. Durch die ServoDirekt-Technologie lässt sich der Umformprozess darüber hinaus individuell an das jeweilige Bauteil anpassen. Zusammen mit den spielfreien, vorgespannten Stösselführungen und der Wälzlagerung im Antriebsstrang der «CSC 1000», die zu einer hohen Thermostabilität führt, gewährleistet dies eine hohe Präzision der Bauteile.

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Doch die programmierbare Stösselbewegung hat noch weitere Vorteile: Die «Quick Lift»-Funktion vereinfacht und beschleunigt den Werkzeugwechsel, und im Anschluss sorgt der Tuschierbetrieb für einen reibungslosen und schnellen Produktionsanlauf. Die Schliessposition bleibt auch bei Änderung der Hublänge gleich. Durch die Rast-Funktion sowohl im oberen als auch unteren Umkehrpunkt lassen sich verschiedene Prozessschritte in den Stanzprozess integrieren, was nachhaltig die Kosten von Bauteilen reduziert.

Intuitive Bedienung

Die Bedienung erfolgt dabei intuitiv über einen Touchscreen; vorprogrammierte Kurven für Kniehebel-Standard, Schneiden, Prägen, Biegen und Ziehen sind bereits in der Steuerung hinterlegt. Im erweiterbaren Expertenmodus sind weitere Geschwindigkeitsprofile frei programmierbar. Der integrierte Wartungsplan sorgt für Prozesssicherheit: Abhängig von Betriebsstunden und Hubzahl zeigt die Software fällige Wartungsarbeiten an.

Das schmierölfreie Antriebskonzept macht die CSC 1000 zur idealen Maschine auch für die Verpackungs- und Lebensmittelindustrie, da das Risiko einer Vermischung mit Prozessstoffen ausgeschlossen ist. Zudem reduziert sich der Wartungsaufwand, da kein Ölwechsel mehr anfällt. Mit einer Aufstellfläche von gerade einmal zwei Quadratmetern benötigt die CSC 1000 ausserdem spürbar weniger Platz als herkömmliche Pressen, so dass Flächen beispielsweise für Logistik frei werden. Nicht zuletzt konnte die Geräuschentwicklung der ergonomisch gebauten Maschine effektiv reduziert werden. <<

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