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Purchasing Managers' Index Weniger Zuversicht im Industriesektor

| Redakteur: Thomas Koch

Die Schweizer Industrie reagiert auf die Achterbahnfahrt der Eurokrise mit Zurückhaltung. Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) kletterte im Juni zwar um 2.7 Punkte nach oben, notierte mit 48.1 Zählern aber er­neut unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

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Der PMI-Index oszilliert seit mittlerweile zehn Monaten mehr oder weniger knapp unter­halb der 50-Punkte-Schwelle.
Der PMI-Index oszilliert seit mittlerweile zehn Monaten mehr oder weniger knapp unter­halb der 50-Punkte-Schwelle.
(Seco)

Für Lichtblicke sorgte die gesteigerte Produktion; die Subkomponente “Produktion” erreichte mit 51.1 Punkten die Wachstumszone. Doch diese Produktionssteigerung erfolgte, obwohl der Auftragsbestand seit drei Monaten deutlich rückläufig ist (Subkomponente “Auftragsbestand” im Juni 45.4 Zähler). Zudem kauften die Unternehmen erneut weniger ein und bauten die Bestände an Vorprodukten weiter ab.

Äusserst vorsichtige Personalpolitik

Auch blieb der Lagerbestand an Fertigprodukten annähernd unverändert (“Lager Verkauf” 50.5 Punkte), was nicht für eine starke Nach­frage spricht. Angesichts der schwierigen Ausgangslage sind die Unternehmen in ihrer Personalpolitik äus­serst vorsichtig. Seit mittlerweile neun Monaten wird der Personalbestand und damit die Kapa­zitäten langsam abgebaut. Dies mag auch der Grund für die im Juni leicht längeren Lieferfris­ten gewesen sein (Subkomponente “Lieferfris­ten” 53.1 Zähler). Erst ein Befreiungsschlag in der Eurokrise könnte den schleichenden Nega­tivtrend stoppen.

Produktion

Die Produktion konnte im Juni wieder gesteigert werden; die Subkomponente “Produktion” erreichte dank einem Anstieg um 2.2 Punkte die Wachstumszone und schloss auf 51.1 Zählern. Die Produktionssteigerung erfolgte, obwohl der Auftragsbestand seit drei Monaten deutlich rückläufig ist.

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