Anbieter zum Thema
Selbstkorrigierende Fertigungsprozesse
Gefördert vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung, entstehen im Rahmen des ostwestfälisch-lippischen Spitzenclusters „it’s OWL“ Innovationen für intelligente, vernetzte Produktionssysteme. In einer Kooperation zwischen Weidmüller und den Universitäten Paderborn und Bielefeld sowie dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie in Paderborn ist darunter das Projekt „Self X Pro“ entstanden. Als Ansatz in Richtung des „Internets der Dinge“ entwickelt Weidmüller mit den Forschungspartnern eine Lösung für die Selbstoptimierung von Stanz-Biege-Maschinen, mit der Unregelmäßigkeiten im Produktionsprozess eigenständig korrigiert werden sollen. Das Ziel: ressourcensparende Produktion durch minimale Materialverluste und Steigerung der Qualität durch optimale Prozessparameter.
Wesentliche Basis der selbstkorrigierenden Fertigung sind eine hochpräzise Messtechnik sowie die intelligente Vernetzung der Maschinen untereinander. Ein Messsystem innerhalb der Stanz-Biege-Maschine erfasst die Kennwerte der produzierten Teile und gibt Informationen über den Maschinenoutput an eine intelligente Steuerung weiter: die Selbstoptimierung. Diese sorgt dafür, dass die Stanz-Biege-Maschine auf die Abweichungen reagiert. Werkzeuge passen sich selbstständig an und optimieren so den laufenden Fertigungsprozess.
Ein weiteres Projekt im Rahmen des ostwestfälisch-lippischen Spitzenclusters „it’s OWL“ mit Weidmüller Beteiligung trägt die Bezeichnung „InnovIIT“ – Innovative Automatisierungsgeräte durch Industrial IT. Inhalt dieses Projektes ist die Realisation von intelligenten Feldgeräten mit dem Ziel, den Engineering-Aufwand zu reduzieren, „Plug-and-Play“ zu ermöglichen und Condition-Monitoring zu realisieren.
Integration von Ethernet-Schnittstellen
Damit innovative Produktionsprozesse dieser Art sich durchsetzen können, bedarf es leistungsfähiger, innovativer Komponenten für sichere und gigabitfähige Kommunikationsnetzwerke. Aufgrund einer höheren Anzahl an Netzwerkteilnehmern bestehen etwa gesteigerte Sicherheitsanforderungen an die Kommunikation, was die Verwendung IPv6-fähiger Industrial-Ethernet-Geräte unabdingbar macht.
Mit gigabitfähigen Ethernet-Steckverbindern, Switchen und Routern aus dem Industrial-Ethernet-Portfolio ist die zuverlässige Kommunikation in selbstkorrigierenden Fertigungsprozessen möglich.
Ein weiteres Beispiel ist die Integration von Ethernet-Schnittstellen in Geräte mit autonomer Intelligenz. Auf diese Weise wird die Möglichkeit eröffnet, lokale Informationen, beispielsweise von Sensorik und Aktorik, nicht nur weiterzuleiten, sondern direkt vor Ort zu verarbeiten.
Nahezu in Echtzeit können so lokal Aktivitäten ausgelöst oder sogar Prozessentscheidungen gefällt werden. Damit geht Weidmüller einen entscheidenden Schritt voran, der zusammen mit den Schritten der Forschungs- und Industriepartner schon bald über die Schwelle zur Industrie 4.0 führen kann.
IE-Line Steckverbindern mit Steadytec-Technologie
Bei seinen Industrial Ethernet Steckverbindern setzt Weidmüller auf ein modulares Plattformkonzept mit folgenden Vorteilen: Erstmalig durchgängige IP67-Lösungen für die Kupfer- und LWL-Verkabelung, eine Vielzahl von Ausführungen mit freier Kombination der Einsätze, Ausstattungsvielfalt bei Material und Anschluss, hochwertige Kontakttechnologie mit mehr als garantierten 750 Steckzyklen für Stecker gemäß IEC 60603-7.
IE-Line Steckverbinder mit Steadytec-Technologie sind gigabitfähig und in der IEC 61076-3-106 beschrieben. Die vollgeschirmten Steckverbinder bieten eine Übertragungsrate bis 10 G/Bit, sind kompakt gebaut und direkt im Feld werkzeuglos konfektionierbar. Für das Konfektionieren der LWL-Einsätze mit polymeroptischen Fasern (POF) gibt es ein spezielles Handwerkzeug. Mit dem Multifunktionswerkzeug können Anwender die komplette Konfektionierung der Steckverbinder vornehmen. Das Crimpen der Steckverbinder und das passende Abtrennen der POF-Fasern erfolgt in einem Arbeitsgang.
(ID:37132500)
