Industrie 4.0 Wenn die Fabrik mitdenkt

Redakteur: Susanne Reinshagen

Weidmüller hat seinen Messeauftritt auf der SPS IPC Drives in diesem Jahr dem Thema Industrie 4.0 gewidmet und verschiedene Produktneuheiten und Forschungsprojekte dazu vorgestellt.

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Hinter den Begriffen „vierte industrielle Revolution“ oder „Industrie 4.0“ steht die Integration der Internettechnologie in Produktionsprozesse.
Hinter den Begriffen „vierte industrielle Revolution“ oder „Industrie 4.0“ steht die Integration der Internettechnologie in Produktionsprozesse.
(Bild: Weidmüller)

Hinter den Begriffen "vierte industrielle Revolution" oder "Industrie 4.0" steht die Integration der Internettechnologie in Produktionsprozesse, zudem werden Entwicklungen wie „Cyber Physical Systems (CPS)“ und das „Internet der Dinge“ vereint.

In „cyberphysikalischen Systemen“ hat jedes Werkstück ein digitales Produktgedächtnis, das definiert, was es ist und was mit ihm geschehen soll. Produktionssysteme leiten daraus ihre Aufgaben ab – über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, vom ersten Bearbeitungsschritt bis hin zur Übergabe an die Logis-tik. Als Partner der Industrial Connectivity entwickelt Weidmüller einerseits ein selbstkorrigierendes Stanz-Biege-Werkzeug für die Produktion, andererseits bietet das Unternehmen auch innovative Ethernet-Produkte für die Fabrik der Zukunft.

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Dazu Dr. Jan Stefan Michels, Leiter der Technologieentwicklung bei Weidmüller: "In der „vierten industriellen Revolution“ organisiert sich die Fabrik selbst. Produkte regeln ihren eigenen Produktionsprozess, Rohlinge schicken über Funk ihren Fertigungsplan an die Fabrikanlage, Werkstücke werden zu aktiven Steuerungskomponenten in der Fabrik der Zukunft. Aus Fertigungsanlagen werden modulare, effiziente und ressourcenschonende „smarte Fabriken“. Die skizzierte Vision mag auf den ersten Blick utopisch anmuten, doch sie lässt sich im Zusammenspiel mit den derzeitigen Technologien bereits realisieren."

Schon heute erfolgt die automatische Identifikation mittels RFID oder Strich-Codes, und zwar zur Fertigungssteuerung und auch zur eindeutigen Erkennung von Produkten über alle Prozesse ihres Life Cycles. Die Verbindung über Sensoren der Produktionsanlagen und der Erzeugnisse ermöglicht das Erfassen von Zuständen und das Auslösen von Aktionen, zum Beispiel um drohende Ausfälle frühzeitig zu erkennen und so die Verfügbarkeit sicherzustellen.

In „Smart Factories“ werden zukünftig die physikalische Produktwelt und die virtuelle Internetwelt untrennbar miteinander verbunden sein. In den „Cyber-Physischen Systemen (CPS)“ bzw. im sogenannten „Internet der Dinge“ kommunizieren und handeln Produkte und Produktionsanlagen autonom und tragen so die Prozesssteuerung mit ihrer eigenen Intelligenz, erläutert Michels.

Ausgehend von der spezifischen Funktion und der zentralen Steuerung jeder Maschine, strebe man hin zu universeller Funktionalität und dezentraler Selbstorganisation. Wenn es nach Weidmüller geht, ist dies nicht mehr nur Theorie – erste Lösungen sind verfügbar.

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