Swissmem-Halbjahresmedienkonferenz

Werkplatz CH: Anpassungen ja – Untergang nein

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Verlagerung ins Ausland

Swissmem geht davon aus, dass die Frankenstärke in der MEM-Industrie deutliche Spuren hinterlassen wird. Aufgrund der Branchenzahlen rechnet Swissmem damit, dass im zweiten Halbjahr die Kurz­arbeit und Restrukturierungsmassnahmen in der MEM-Branche zunehmen werden. Bei einem Wechselkursniveau von 1.05 CHF/Euro erachten es 18 Prozent der MEM-Unternehmen als zwingend, zumindest Teile ihrer Produktion ins Ausland zu verlagern. Werden diese Verlagerungsentscheide tatsächlich so gefällt, würden sie für den Werkplatz Schweiz substanzielle Verluste an Arbeitsplätzen nach sich ziehen.

Schweizer Industrie auch in Zukunft wett­bewerbsfähig

Trotzdem wird die Industrie in der Schweiz nicht untergehen. Die Unternehmen handeln und die Mehrheit wird Lösungen finden – auch wenn sich diese nicht immer in der Schweiz realisieren lassen. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken, hat Swissmem zusammen mit drei anderen Verbänden die Initiative «Industrie 2025» ins Leben gerufen. Sie soll den Firmen den Zugang zu den Digitalisierungs- und Vernetzungsansätzen von «Industrie 4.0» erleichtern. Diese bergen grosse Potenziale für Produktivitäts- sowie Effizienzsteigerungen und ermöglichen neue Geschäftsmodelle. Und nicht zuletzt setzt sich Swissmem mit einer langfristig angelegten Kampagne vehement für den Erhalt der bilateralen Verträge ein. Dieses Vertragswerk stützt die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit des Werkplatzes Schweiz entscheidend und ist deshalb für die MEM-Industrie unverzichtbar. <<

(ID:43559524)