Swissmem-Halbjahresmedienkonferenz

Werkplatz CH: Anpassungen ja – Untergang nein

| Redakteur: Susanne Reinshagen

Die Halbjahreszahlen von Swissmem sprechen eine deutliche Sprache: Der starke Franken belastet die Schweizer Industrie stark.
Die Halbjahreszahlen von Swissmem sprechen eine deutliche Sprache: Der starke Franken belastet die Schweizer Industrie stark. (Bild: Swissmem/Markus Senn)

Der Branchenverband Swissmem lud zu seiner Medienkonferenz ein und präsentierte die Branchenzahlen für das erste Halbjahr, welche die Folgen der massiven Überbewertung des Schweizer Frankens klar widerspiegeln.

Swissmem hat ihre Mitglied­firmen in diesem Jahr zwei Mal über die Folgen der massiven Überbewertung des Frankens befragt. Die Ergebnisse der Juni-Umfrage, die mit Unterstützung von Deloitte in der Schweiz und BAKBASEL durchgeführt wurde, bestätigen jene der Februar-Umfrage weitgehend. Über 400 Unternehmen haben daran teilgenommen, was ein klares und repräsentatives Lagebild ermöglicht.

Ein Drittel erwartet für 2015 operativen Verlust

Die Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) haben nach dem 15. Januar 2015 rasch gehandelt und zahlreiche Massnahmen eingeleitet, um die negativen Auswirkungen der Frankenstärke abzudämpfen. Dennoch sind die Folgen der massiven Überbewertung des Frankens beträchtlich.

Die Auftragseingänge und die Umsätze in der MEM-Industrie sind im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Fast zwei Drittel der Firmen (64 %) erwarten für 2015 einen Umsatzrückgang zwischen 5 und 20 Prozent. Viel schwerer wiegen die teilweise massiven Margenverluste. 52 Prozent der MEM-Firmen gehen von einem Margen­rückgang zwischen 4 und 15 Prozentpunkten aus. Angesichts dieser Einbussen erstaunt es nicht, dass 35 Prozent der befragten Firmen für 2015 mit einem operativen Verlust rechnen.

Massnahmen

Mehr als zwei Drittel (69 %) der Firmen haben im ersten Halbjahr 2015 die Preise gesenkt, um drohende Auftragsverluste in Grenzen zu halten. Auffallend sind die fast lückenlosen Investitionen ins natürliche Hedging, d. h. in die Verschiebung von Kostenblöcken in den Euro. Entsprechende Mass­nahmen haben 77 Prozent der Unternehmen umgesetzt. Daneben liegt der Fokus in den meisten Betrieben bei Produkt- und Prozessoptimierungen. Dazu gehören generelle Effizienzsteigerungen und ein rigoroses Produktkostenmanagement (70 % der Betriebe). Zudem investieren fast zwei Drittel der Firmen (63 %) verstärkt in die Innovation.

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