Windturbinen: von Hand geschweisste Fundamente: Dinse GmbH

| Redakteur: Luca Meister

Die Fundamente für die Windkraftanlagen werden in einer fast 50 Meter hohen, frei tragenden Halle mit einer Fläche von 17000 Quadratmeter produziert. (Bild: BARD)
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Die Fundamente für die Windkraftanlagen werden in einer fast 50 Meter hohen, frei tragenden Halle mit einer Fläche von 17000 Quadratmeter produziert. (Bild: BARD)

>> Die Cuxhaven Steel Construction baut Gründungsstrukturen für Offshore-Windkraftanlagen. Zum Verbinden der bis zu 490 Tonnen schweren Stahlträger wird qualitativ einwandfreies Werkzeug benötigt. Hier setzt das Unternehmen seit Jahren auf Produkte des Schweisssystem-Spezialisten Dinse, die sich durch ein durchdachtes Kühlkonzept auszeichnen.

mei. Offshore-Windkraftanlagen haben Nabenhöhen von 90 Meter, Rotorkreisdurchmesser von 120 Meter sowie Generatorgondeln von 8 auf 8 Meter und 15 in der Länge. Verständlich, dass die gewaltigen Konstrukte mit einem Gewicht von knapp 280 Tonnen eine feste Verankerung im Meeresgrund benötigen.

Die BARD-Gruppe mit Sitz in D-Emden entwickelt und installiert Offshore-Windparks. Die Cuxhaven Steel Construction GmbH (CSC), ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Gruppe, fertigt die elementaren Gründungsstrukturen dafür. Mit rund 300 Mitarbeitern wird derzeit in D-Cuxhaven die Serienproduktion der Hauptkomponente des sogenannten «BARD Tripile» vorgenommen, einer von CSC entwickelten und patentierten Trägerstruktur – das Stützkreuz. Es kann in Wassertiefen von 25 bis 50 Meter eingesetzt werden und ist kompakter, leichter und kostengünstiger als andere Offshore-Gründungssysteme. Das Stützkreuz und die Streben sind aus Flachstahlelementen geschweisst, die Verbindungszonen vom Stützkreuz und den drei Rammpfählen werden mit Spezialbeton verklebt.

Viel Zusatzwerkstoff

Insgesamt werden jährlich rund 45 000 Tonnen Stahl verarbeitet. Die bis zu 490 Tonnen schweren Stahlkonstruktionen werden über Sektionen zusammengestellt und dann mit höchster Präzision in Zwangslagen unter Extrembedingungen verschweisst. Entsprechend hoch sind die Auflagen, die CSC an die Schweissausrüstung stellt. Aufgrund der gewaltigen Grösse und der angeforderten Zugänglichkeit an sämtlichen Stellen werden die Schweissarbeiten mit MIG/MAG-Handschweissgarnituren vorgenommen. So können ohne langwierige Nahtvorbereitung und aus verschiedenen Positionen die besten Ergebnisse erzielt werden. Es handelt sich hier in erster Linie um Mehrlagenschweissen, d.h. das Schweissen erfolgt in verschiedenen Schichten, damit möglichst viel Zusatzwerkstoff eingebracht werden kann. Um schneller ein grösseres Nahtvolumen aufzubauen, werden Fülldrähte mit besonderen Legierungselementen verwendet.

Zweikreis-Flüssigkühlung

Um optimale Schweissergebnisse zu erzielen, werden die Nahtflanken der zu verbindenden Werkstücke vorgewärmt. Dadurch entsteht Strahlungshitze, was die Schweis-ser und auch die Schweisspistolen hoher thermischen Belastung aussetzt. Die effektive Kühlung des Werkzeugs, elementar für den Prozess, erfolgt durch die von Dinse entwickelte Zweikreis-Flüssigkühlung. Das Kühlmedium durchströmt die Schweisspistole in voller Länge in ringförmig angeordneten Kanälen. Dabei werden Kontaktspitze und Gasdüse parallel und damit besonders effizient gekühlt. Das Ergebnis sind deutlich höhere Standzeiten und längere Arbeitszeiträume.

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