Lasertechnik

Zukunft Pikosekundenlaser: Mikrolasern und Präzision - Createch AG

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Unterschiedliche Materialien in hoher Qualität bearbeiten

«Ich verspreche mir von der Anlage sehr viel auf dem Gebiet der Medizintechnik, aber auch für Kunststoffanwendungen, in der Uhrenindustrie und Mikromechanik und in der Bearbeitung von Saphiren und Keramiken», umreisst R. Affentranger das Anwendungsspektrum des Lasers. Viele Materialien sind mit herkömmlichen Lasern nicht zu bearbeiten. Bei der Bearbeitung mit einem Mikro- oder Nanosekundenlaser beispielsweise werden einzelne Kristalle aus den Materialien quasi herausgesprengt. Durch die hohe Reproduzierbarkeit der einzelnen Pulse beim Pikosekundenlaser wird dagegen ein Bearbeitungsergebnis in hoher Qualität garantiert – ohne störende Gräte oder Rekristallisationen.

Unterschiedliche Bearbeitungen mit Festkörperlasern

Angefangen hat die 1995 gegründete Createch AG mit einem Laser. Heute ist das Unternehmen in verschiedenen Lasertechnologien und Bearbeitungen aktiv. R. Affentranger erzählt dazu: «Ich hatte schon immer das Gefühl gehabt, dass es noch weitere Bearbeitungsmöglichkeiten geben muss als die bekannten CO2-Lasersysteme. Mit Festkörperlasern und seinen zahlreichen Varianten und Technologien können diese nun umgesetzt werden.» Denn neben dem neu entwickelten Pikosekundenlaser werden bei Createch schon von Beginn weg verschiedene Materialbearbeitungen mit den jeweils entsprechenden Festkörperlasern durchgeführt: Laserschweissen gleicher oder unterschiedlicher Werkstoffe mit und ohne Zusatzmaterial, Feinschneiden mit Nd: YAG-Festkörperlasern, Bohren sowie Laserabtragen und -beschriften. Zusätzlich bietet das Unternehmen 3D-Laserbearbeitung mit Roboter an, seit 2006 ist die Produktion von Medizinprodukten räumlich von der übrigen Produktion getrennt und das Unternehmen nach ISO 13485:2003 – der Norm für Medizintechnik – zertifiziert. Im Jahr 2007 wurde die Produktion mit innovativen Faserlasern ergänzt und seit 2009 ist auch Laserschweissen unter Reinraumbedingungen ISO Klasse 7 möglich.

Ausbildung und permanente Weiterbildung

Doch die Technologie allein bedeutet für R. Affentranger nicht alles: «Ich suche nicht nur eine Technologie, sondern ich will auch ein Know-how dafür mit den Mitarbeitern aufbauen können.» So ist ein wesentlicher Aspekt bei Createch die Weiterbildung der Mitarbeiter und die Lehrlingsausbildung. Auf 25 Mitarbeiter kommen vier Lehrlinge die zum Polymechaniker ausgebildet werden. Doch nicht nur die reine Ausbildung ist wichtig, sondern auch ständige Weiterbildung. «Mitarbeiter sind auch sehr gefordert. Wenn unsere Mitarbeiter nicht bereit sind, täglich etwas hinzuzulernen – dann sind sie in unserem Unternehmen am falschen Platz», beschreibt R. Affentranger die Firmenphilosophie und erläutert weiter die Besonderheiten eines Unternehmens in der Lasertechnik: «Bei uns sieht man keine Späne. Da muss ein Mitarbeiter auch bereit sein, etwas zu machen, was von der klassischen Polymechanikerausbildung abweicht.»

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