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Leistungsfähige Maschinen brauchen keinen grossen Namen
Sowohl Anbieter MTRent als auch die Maschinenbezeichnung MTcut waren den Zerspanungsfachleuten bislang fremd. Damit stehen sie bestimmt nicht allein, denn diese Namen sind verhältnismässig neu auf dem Markt. Doch hinter dem in Salzburg ansässigen Unternehmen MTRent steht mit Gerhard Kohlbacher als Geschäftsführendem Gesellschafter ein sehr erfahrener Kenner der Werkzeugmaschinenbranche, der lange Jahre Geschäftsführer der Hurco GmbH war.
Für Rasch passte das MTRent-Angebot optimal. Bernd Kriesel berichtet: «Die Qualität der MTcut V110TH und das Preis-Leistungs-Verhältnis haben uns überzeugt. Zudem konnte sie kurzfristig geliefert werden.» Auch die Maschinendaten entsprachen den Vorstellungen der Rasch-Mitarbeiter. Mit ihren Verfahrwegen von 1100 mm in X-Richtung sowie 610 mm in Y- und Z-Achse ist die MTcut V110TH nun das grösste Bearbeitungszentrum in ihrem Maschinenpark. Der Maschinentisch (1250 x 610 mm) wird mit sechs Kugelumlaufschuhen geführt. Die leistungsstarke Maschine erreicht Achsgeschwindigkeiten von 32 m/min. Ihre Spindel dreht mit bis zu 10 000 min–1 und bietet ein Drehmoment von bis zu 243 Nm. Und präzise ist die stabile 3-Achsen-Maschine auch: Ihre Positioniergenauigkeit beträgt +/–5 µm, und die Wiederholgenauigkeiten liegen im Bereich von +/–3 µm.
Zusätzlicher Getriebe-Drehtisch: Aus 3 werden 4 Achsen
Einen kaufentscheidenden Vorteil sahen die Rasch-Mitarbeiter im flexiblen Einsatz des Getriebe-Drehtischs EA-520 von pL Lehmann. Heiko Riemers vom Technischen Einkauf argumentiert: «In einer Verpackungsmaschine sind zwar etwa 20 Kurven enthalten, doch ausschliesslich mit Kurvenscheiben könnten wir die Maschine nicht auslasten. So wechseln wir zwischen dem Einsatz der Lehmann-Achse für die vierachsige und normalen Schraubstöcken für die dreiachsige CNC-Bearbeitung.»
Ein- bis zweimal im Monat baut Maschinenbediener Maximilian Dillmann die MTcut V110TH um. «Den Lehmann-Tisch zu demontieren, schaffe ich allein mit Hilfe eines Krans innerhalb einer Stunde. Dann montiere ich zwei Schraubstöcke auf den Tisch und kann die Maschine für dreiachsige Fräsbearbeitungen unterschiedlicher Art nutzen.» Auch die Wiederinstallation des Drehtisches ist einfach und geht ebenso schnell. Es genügt, den EA-520 manuell auszurichten, das Stecker-Set zu verbinden und in der Steuerung, einer Siemens-CNC vom Typ Sinumerik 828D, die vierte Achse zu aktivieren. Den Rest erledigt die Maschine quasi von selbst, indem sie die Achse über einen integrierten 3D-Messtaster neu einmisst.
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