Interview 25 Jahre Lastech

Die Lastech AG aus Mellingen konnte kürzlich ihr 25-Jahr-Jubiläum feiern. Der Komplettanbieter für Blechbearbeitung hat seit dem eine starke Entwicklung durchgemacht. Die Inhaber Konrad und Susanne Herzog erzählen mehr darüber im Interview mit dem SMM.

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Susanne und Konrad Herzog, Eigentümer der Lastech AG.
Susanne und Konrad Herzog, Eigentümer der Lastech AG.
(Bild: Lastech)

SMM: Das vergangene Jahr war für Sie ein Jubeljahr. 25 Jahre Lastech, was bedeutet das für Sie?

Konrad Herzog: Ein sehr freudiges Jahr. Es macht uns stolz, dass wir so viel erreichen konnten. In den letzten 25 Jahren durften wir grosse Entwicklungen erleben.

Susanne Herzog: Im Jubeljahr durften wir einige grössere Events durchführen. Anfang Jahr feierten wir mit Gründungsmitgliedern und Verwaltungsräten, im Mai erlebten wir einen herrlichen Sonnentag auf dem Stanserhorn mit allen Mitarbeitenden und deren Partnern und im September waren unsere Geschäftspartner zum Kundentag geladen. Ein rundum feierliches und geglücktes Jahr!

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Wie haben Ihre Mitarbeitenden das Jahr erlebt?

K. Herzog: Ich denke sehr positiv. Wir haben einiges verändert und ausgebaut, da mussten alle am selben Strick ziehen und das förderte die Gemeinschaft.

S. Herzog: Es wurde eine neue Abkantpresse und eine weitere Entgratmaschine in Betrieb genommen. Das bedeutete das Überdenken der Betriebsabläufe und eine neue Layout-Gestaltung. Diese Herausforderungen wurden von unseren Mitarbeitenden motiviert angenommen und sportlich umgesetzt.

K. Herzog: Wir nutzten diese Gelegenheit zur Umgestaltung einer ganzen Halle inklusive der Schlosserei. Dadurch erreichten wir eine grosse Vereinfachung der Abläufe, was nun auch unseren Mitarbeitenden zugutekommt.

Wie viele Mitarbeitende haben Sie inzwischen und mit wie vielen sind Sie gestartet?

K. Herzog: Gestartet sind wir im 1989 mit drei Personen an der Stettenstrasse hier in Mellingen. 1995 zogen wir aus Platzgründen hierher an die Birrfeldstrasse, was im 2015 ja auch bereits wieder 20 Jahre her ist. Ein Grund mehr zum Feiern.

S. Herzog: In der Zwischenzeit sind es 25 Angestellte, also rund jedes Jahr einen neuen Mitarbeiter. Dies zeugt für ein gesundes, fundiertes Wachstum, was uns Kraft und Beständigkeit verleiht.

Bilden Sie in Ihrem Unternehmen auch Lehrlinge aus?

K. Herzog: Ja, ganz frisch haben wir einen Produktionsmechaniker im ersten Lehrjahr.

S. Herzog: Die Lehrlingsausbildung, ein langjähriger Wunsch unsererseits, ist im 2014 in Erfüllung gegangen. Mit dem Zweig Abkanten/Umformen ist dies nun möglich geworden und wir freuen uns, jungen Menschen eine Perspektive geben zu können.

Als Zulieferbetrieb stellen Sie ja keine eigenen Produkte her. In welche Bereiche liefern Sie?

K. Herzog: Als Komplettanbieter für die Blechbearbeitung haben wir jahrelange Erfahrung im Laserschneiden. Bereits bei der Firmengründung konzentrierten wir uns auf 2D-Anwendungen. In dieser Verfahrenstechnik werden heute Aluminium bis 12 mm, Stahlbleche bis 20 mm und Edelstahlbleche bis 15 mm Dicke bearbeitet. Das 3D-Laserschneiden wird bei Umformteilen in verschiedenen Qualitäten und Dicken verwendet. Auf unseren 3D-Lasern können wir auch grössere Werkstücke bearbeiten. Wir finden unsere Kunden querbeet, vom Maschinen- und Apparatebau, Anlage- und Metallbau, Beleuchtungsindustrie und Möbelfabrikation und vom Gartenbau bis in den Bereich der Medizinaltechnik.

Wenn wir einen Rundgang durch Ihre Produktionshallen machen, was würde am meisten auffallen?

K. Herzog: Bei einem Rundgang durch den 2200 Quadratmeter grossen Produktionsbereich werden sicher die Lagersysteme für die Automatisierung der Flachbettanlagen auffallen. Ebenso die vielen Maschinen und Anlagen für die einzelnen Fertigungsprozesse und das Finishing, die 2- und 3D-Lasermaschinen und natürlich die neue Abkantpresse mit grosszügigem Logistikbereich.

Welches Leitbild haben Sie?

K. Herzog: Ich kann Ihnen hier nicht die ganze Liste aufzählen. Es geht jedoch um das Ausführen der Aufträge, über die Planung der Arbeit, den Umgang mit Geräten und Maschinen, der Organisation und die Zusammenarbeit untereinander. Oberste Priorität hat bei uns die Kundenzufriedenheit und dahinein geben wir unsere ganze Energie.

Auf welche persönlichen Leistungen sind Sie besonders stolz?

K. Herzog: Wir haben in den letzten Jahren schon ein paar knifflige Entwicklungen gemacht. Manchmal kommen die Kunden mit nur einer einfachen Handzeichnung. Dann dürfen wir die Kunden begleiten von der Idee bis zum fertigen Produkt.

S. Herzog: Besonders stolz dürfen wir sein, dass wir über all die Jahre auf dem hart umkämpften Markt Bestand haben durften. Auch wenn es oft nicht rosig aussah, hat es doch immer wieder einen Weg gegeben, den wir mutig vorangeschritten sind und uns in der Zwischenzeit auf dem Markt etabliert haben. Diese Tatsache erfreut und motiviert uns, weiter tatkräftig in die Zukunft zu gehen.

Worüber haben Sie sich zuletzt geärgert?

K. Herzog: Vor kurzem haben wir, nach etwa zwei Jahren Arbeit, ein für den Kunden entwickeltes Produkt wegen des Preises verloren. Das war sehr schade.

Was würden Sie im Nachhinein an Ihrer beruflichen Laufbahn ändern, wenn es möglich wäre?

K. Herzog: Aus meiner Sicht ist meine Handwerker-Erstausbildung noch heute ein Vorteil. Ich kann mich aufgrund dessen besser in unsere Kernprozesse und Kundenbedürfnisse einfühlen. Dieser fundierte Praxisteil war massgebend für meine Karriere. Ich würde also nichts ändern an meiner beruflichen Laufbahn und bin bis heute sehr zufrieden.

Was ich zum Schluss noch sagen möchte:

S.& K. Herzog: Wir freuen uns auf weitere interessante Jahre mit unseren Partnern und Kunden und bedanken uns für die gute und langjährige Zusammenarbeit. <<

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