Trumpf: Laser-Pulverbettverfahren optimiert 3D-Druck bereit für Serienproduktion

Von Konrad Mücke 3 min Lesedauer

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Der Hersteller Trumpf hat seinen 3D-Drucker Truprint 1000 für die Serienfertigung ausgerüstet. Somit kann beispielsweise die Dentalbranche unter anderem aus den Legierungen Kobalt-Chrom oder Titan Zahnprothesen, Kronen, Brücken und auch Gussmodelle fertigen.

Der kompakte, nur 80 cm breite 3D-Drucker TruPrint 1000 lässt sich einfach und komfortabel einrichten, programmieren und bedienen.  (Bild:  Trumpf)
Der kompakte, nur 80 cm breite 3D-Drucker TruPrint 1000 lässt sich einfach und komfortabel einrichten, programmieren und bedienen.
(Bild: Trumpf)

Die jüngst erstmals vorgestellte Anlage eignet sich auch für Hersteller von Medizintechnik oder für Prototypenbauer in anderen Branchen. Mirko De Boni, Produktmanager beim Hersteller in Ditzingen, erläutert: «Die neue Anlage ist dank smarter Automatisierung zweimal so schnell wie die Vorgängervariante und eignet sich hervorragend für die Serienproduktion, zum Beispiel in der Dentalbranche oder Medizintechnik.»

Multiplate – mehrere Bauplatten

Mit der Funktion Multiplate können Anwender den 3D-Drucker Truprint 1000 noch besser für die Serienproduktion nutzen. Bis zu vier Bauplatten lassen sich im Bauzylinder übereinander stapeln. Die Anlage bedruckt sie nacheinander mit Bauteilen. «Die Truprint 000 kann über Nacht produzieren, ohne dass ein Werker anwesend sein muss. Anwender sparen dadurch viel Zeit und damit auch Kosten», sagt Mirko De Boni.

Die Maschine nimmt mit gerade einmal rund 80 cm Breite nur wenig Platz ein und passt durch eine Standardtür. Anwender können auch in kleinen Fertigungshallen mehrere Anlagen nebeneinander parallel produzieren lassen und in ihrer Serienproduktion somit zusätzlich die Produktivität erhöhen.

Schneller dank Wechselzylinder

Mit einem Wechselkit kann der Anwender Bau-, Pulver- und Überlaufzylinder des 3D-Druckers schnell und einfach tauschen. Die Filter sind gut erreichbar seitlich der Maschine angebracht. Der Anwender kann sie schnell wechseln. «Dadurch ist ein Materialwechsel wie zum Beispiel von Kobalt-­Chrom auf Titan in nur 15 bis 20 Minuten erledigt», sagt Mirko De Boni.

Pinsel und Handschuhe sind in die Maschine integriert. Ohne die Tür zu öffnen, kann der Anwender die additiv gefertigten Bauteile säubern und den Baujob entpacken. «Das ist ein grosser Vorteil. Sollte Pulver aufwirbeln, können sich die Maschinenbediener nicht mit dem Material kontaminieren», erläutert der Produktmanager.

Zuverlässig durch verbesserte Gasströmung

Die Spezialisten für additive Fertigung beim Hersteller haben speziell die Strömung des Schutzgases während des Produktionsvorgangs verbessert. «Dank der Primär- und Sekundärströmung bleibt der Arbeitsraum auch nach mehreren Baujobs sauber und das Schutzglas verschmutzt nicht. Das gilt auch bei der Verarbeitung von Werkzeugstahl, der eigentlich zu starkem Schmauchen neigt», sagt dazu Mirko De Boni. Sollte das Schutzglas doch einmal verschmutzt sein, kann es der Maschinenbediener mit wenigen Handgriffen ausbauen und reinigen.

Die ausgeklügelte Gasströmung sorgt zudem für einen gleichmässigen Produktionsprozess, da immer die benötigte Laserleistung im Pulver ankommt. Dank der sauberen Arbeitsumgebung können die Anwender dickere Schichten auftragen. Das steigert die Produktivität der Anlage und verbessert die Qualität der additiv gefertigten Bauteile.

Zwei Laser parallel

Der 3D-Drucker Truprint 1000 arbeitet bereits in der Standardvariante besonders schnell und zuverlässig. In der Variante Multilaser verfügt die Anlage über zwei Laser. Besonderheit ist, dass beide Laser die komplette Bauplatte bearbeiten können. «Mit zwei Lasern können wir die Produktivität noch einmal verbessern», fügt Mirko De Boni an.

Darüber hinaus passt die Funktion Beamexpander den Spotdurchmesser des Lasers automatisch an den jeweiligen Baujob an. Der Spotdurchmesser beträgt je nach Anwendung 55 oder 80 µm. Der breitere Spot ermöglicht eine höhere Produktivität. Den schmalen Spot können Anwender nutzen, wenn spezielle Pulver eine höhere Energiedichte benötigen. (kmu) SMM

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