Additive Fertigung 3D-Revolution in der Metallbearbeitung bleibt aus

Redakteur: Robert Horn

In der Metallbearbeitung bleibt die 3D-Revolution aus. Das hat eine VDW-Studie belegt, die sich mit Chancen und Risiken des Additive Manufacturing auseinandersetzt. Die Studie wurde anlässlich der Metav-Auftaktpressekonferenz Anfang der Woche in Düsseldorf präsentiert.

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Dr. Myron Graw, Partner bei der KEX Knowledge Exchange AG, stellte die Studienergebnisse anlässlich der Metav-Eröffnungspressekonferenz vor.
Dr. Myron Graw, Partner bei der KEX Knowledge Exchange AG, stellte die Studienergebnisse anlässlich der Metav-Eröffnungspressekonferenz vor.
(Bild: Sonnenberg)

Mit einer Substitution von lediglich 1 % gibt die VDW-Studie Entwarnung. «Additive Manufacturing (AM) ergänzt die Fertigungsverfahren in der Metallbearbeitung. Eine grossflächige Verdrängung bestehender Bearbeitungsverfahren oder die vielzitierte Revolution in der industriellen Grossserienproduktion bleibt erst einmal aus», sagte Dr. Myron Graw, Partner bei der KEX Knowledge Exchange AG in Aachen, anlässlich der Metav-Eröffnungspressekonferenz in Düsseldorf. Graw verantwortet das Geschäftsfeld AM und damit auch die Untersuchung «Additive Manufacturing – Potenziale und Risiken aus dem Blickwinkel der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie», die der VDW in Auftrag gegeben hatte.

Grund für die Marktuntersuchung waren die hohen Erwartungen an generative Verfahren beziehungsweise Additive Manufacturing.

Das wichtigste Ergebnis der VDW-Studie: Ausgehend von 40 % Zuwachs pro Jahr für die additiven Verfahren wird weniger als 1 % der bestehenden Technologien durch additive Verfahren ersetzt.

«Insgesamt lassen sich also nur leichte Verschiebungen im künftigen Produktionsmix der Werkzeugmaschinenindustrie ableiten», resümiert Graw. Das dürfte demnach kaum zu einer radikalen Veränderung der Branche führen. Hemmnisse für eine grössere Marktdurchdringung bestehen in den Kosten und der Bearbeitungszeit.

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