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Uhrenmanufaktur Audemars Piguet setzt auf Kaiser Präzisionswerkzeuge

| Redakteur: Matthias Böhm

Die Uhrenmanufaktur Audemars Piguet verkörpert Präzision, Tradition und Know-how wie kaum ein anderes Schweizer Unternehmen. An die Uhrwerke werden allerhöchste Anforderungen gestellt. Zur deren Fertigung setzt das Unternehmen auf Schweizer Technologie: Mit Spannsystemen und dem weltweit kleinsten Ausdrehwerkzeug von Kaiser wird das Audemars Piguet Uhrwerk nicht nur im Mikrometerbereich gefertigt, sondern es wird auch sichergestellt, dass der gute Ruf der Schweizer Uhren hoch gehalten wird.

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Die Hochpräzisionsfertigung solcher Brücken für Luxusuhren bedarf höchster Prozesssicherheit und extremer Präzision.
Die Hochpräzisionsfertigung solcher Brücken für Luxusuhren bedarf höchster Prozesssicherheit und extremer Präzision.
(Bild: Kaiser)

Wer die Schweizer Uhrenmanufaktur Audemars Piguet nicht einzuordnen weiss, gleich zu Beginn ein Vergleich der besonderen Art: Die gehobenen Uhren der Schweizer Uhrenmanufaktur bewegen sich in Preisklassen, für die auch Immobilien am Genfer See erworben werden könnten.

Kultstatus erreichte die über 140-jährige Uhrenmanufaktur mit der ‚Royal Oak‘. Die vollmechanische, Uhr, mit oktogonaler Lunette wurde im Jahr 1972 lanciert. Mitten in einer Zeit, in der billige Quarzuhren aus Asien den europäischen Markt überschwemmten, sorgte die aus kühlem Stahl geschmiedete Uhr für gewaltiges Aufsehen.

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Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk

Die «Royal Oak» gehört heute zu den Ikonen der Uhrengeschichte. Damit die edle Sportuhr auch in Zukunft rund und präzise wie ein Schweizer Uhrwerk läuft, hat Audemars Piguet seine Fertigungsstrategien optimiert und setzt seit jüngster Zeit konsequent auf die Spannzangenhalter und Ausdrehwerkzeuge des Werkzeugspezialisten Kaiser. Hier trifft Tradition und Moderne zusammen und ergänzt sich mit Schweizer Perfektion.

In diesem Zusammenhang soll Peter Elmer, CEO Kaiser, zitiert werden: «Die Uhrenindustrie ist ein wichtiger Impulsgeber für Innovationen in der Mikrozerspanung. Der Slogan von Audemars Piguet «To break the rules you must first master them» ist für uns eine besondere Inspiration. Wir legen grossen Wert darauf, sowohl in der Ge-genwart als auch in der Zukunft innovative und moderne Produkte für die Uhrenindustrie zu entwickeln und zu fertigen.»

Suche nach perfektionierten Fertigungsprozessen

Zurück zu Audemars Piguet: Trotz oder gerade wegen des Hochhaltens der Tradition setzt Audemars Piguet bei den Fertigungsstrategien zunehmend auf die Moderne, sprich in automatisierte und perfektionierte Fertigungsprozesse. So wird die Produktion von Hauptkomponenten wie Platinen und Brücken auf modernsten CNC-Bearbeitungszentren durchgeführt.

In enger Zusammenarbeit mit Maschinenherstellern setzt Kaiser alles daran, die Fertigungsprozesse der Uhrenindustrie mit in der Schweiz entwickelten und produzierten Technologien zu perfektionieren.

Die Prozesssicherheit ist gestiegen

Die Hochleistungswerkzeuge von Kaiser sind ein Schlüssel zu kürzeren Bearbeitungszeiten und höheren Präzisionen am Bauteil, wie sie zuvor nur mit grossem Aufwand erreicht werden konnten. Vor allem aber ist die Prozesssicherheit gestiegen, ein ganz entscheidender Faktor bei Uhren in diesem Preissegment.

Ein Schweizer: der kleinste Ausdrehkopf der Welt

Aber auch die Qualitätsansprüche von Uhrenmanufakturen in Bezug auf Massgenauigkeit und Oberflächengüte steigen ständig und führen zu immer neuen Aufgabenstellungen für die Werkzeughersteller. Auf die Forderung der Mikrofertiger, Präzisionsbohrungen auszudrehen, reagierte Kaiser im Jahr 2008 mit einer Sensation und brachte den weltweit kleinsten Ausdrehkopf EWN 04-7 auf den Markt.

Der Ausdrehkopf EWN 04-7 ist für Bohrungen oder Operationen wie Ausdrehen, Stirnstechen oder Zapfendrehen ab 0,4 mm Durchmesser konzipiert und noch dazu im Mikrometerbereich verstellbar. Das ist bis heute nicht jedem Spezialisten und Uhrmacher bewusst.

Dass diese Ausdrehwerkzeuge dazu noch einige Vorteile gegenüber klassischen Bohrern haben können, wird erst deutlich, wenn man den Prozess auf der Maschine direkt im Einsatz gesehen hat, oder diesen Fachbeitrag zu Ende liest. Denn kaum ein zweites Unternehmen hat das Ausdrehen derart perfektioniert, wie die Spezialisten aus Rümlang.

Ausdrehkopf ist drehzahlsicher bis 30‘000 1/min

Mit einer Länge von 14 mm und einem Aussendurchmesser von 18,5 mm ist der Kopf das ideale Ausdrehwerkzeug für Werkzeugmaschinen mit Spindelgrössen ISO 20, HSK-E25 und grösser. Dank kompakter Bauweise, geringem Gewicht (30 g) und seiner hervorragenden Wuchtgüte bei zentrischer Stellung des Werkzeugträgers ist der Kopf drehzahlsicher bis 30‘000 1/min . Solche Drehzahlen sind matchentscheidend bei Durchmessern von 0,4 mm.

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