Azoren: Speziell entwickeltes Tauchboot mit grosser Sichtkuppel Auf der Suche nach dem Riesenkalmar

Redakteur: Luca Meister

Evonik Industries AG unterstützt über drei Jahre ein Projekt der gemeinnützigen Stiftung Rebikoff-Niggeler, die mit einem eigens für diesen Zweck konstruierten U-Boot den sagenumwobenen Riesenkalmar «Architeuthis» in seiner natürlichen Umgebung aufspüren und filmen will. Zentraler Bauteil des UBootes «Lula1000» ist die Sichtkuppel aus Plexiglas, die von Evonik hergestellt wurde.

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Joachim Jakobsen, der die «Lula1000» steuert, und seine Frau Kirsten Jakobsen, die für die Filmaufnahmen zuständig ist, hinter der Sichtkuppel aus Plexiglas. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 1,40 Metern und wurde in einem von Evonik entwickelten Verfahren gegossen und geformt.
Joachim Jakobsen, der die «Lula1000» steuert, und seine Frau Kirsten Jakobsen, die für die Filmaufnahmen zuständig ist, hinter der Sichtkuppel aus Plexiglas. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 1,40 Metern und wurde in einem von Evonik entwickelten Verfahren gegossen und geformt.
(Bild: Christoph Bauer/Evonik Industries AG)

Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender des Konzerns: «Wir freuen uns, ein Projekt unterstützen zu können, das den Menschen die bisher noch grösstenteils unerforschte Tiefsee weiter erschliesst. Die Suche mit der Lula1000 nach dem grossen Architeuthis wird einen ganz neuen Einblick auf die faszinierende Biosphäre in dieser Tiefe geben.»

Die Unterwasserpioniere Kirsten und Joachim Jakobsen, die hinter der Stiftung stehen, haben jetzt mit der Suche nach dem Riesenkalmar begonnen. Voraussetzung war eine Freigabe für die Lula1000, die der Germanische Lloyd SE erteilte. Damit darf das 7,50 Meter lange Boot einen Kilometer unter die Meeresoberfläche tauchen. In dieser Tiefe herrschen ein Druck von 1 000 Tonnen pro Quadratmeter und grosse Dunkelheit.

Quasi inexistent

Eine ganz zentrale Rolle bei der Erforschung der Tiefsee spielt bei diesen bemannten Erkundungsfahrten die Sichtkuppel aus Plexiglas. Die Scheibe mit einem Durchmesser von 1,40 Meter wurde in einem speziellen Verfahren von Evonik gefertigt und in Form gebracht. Plexiglas ist nicht nur viel widerstandsfähiger als Glas, auch seine optischen Qualitäten sind besser.

Der Kontakt zwischen der Stiftung und Evonik entstand über die Fertigung der Glaskuppel, dem «Herzstück des Tauchbootes», wie Joachim Jakobsen es ausdrückt. Die von Evonik produzierte gebogene Scheibe sei bis ins Detail auf die Bedürfnisse des Projekts zugeschnitten worden. «Da ein lebender Architeuthis in seiner natürlichen Umgebung gefilmt werden soll, waren neben der hohen Sicherheit auch die sehr guten optischen Eigenschaften von Plexiglas ein entscheidendes Element. Wenn wir tauchen, ist die Kuppel quasi nicht existent», beschreibt der Wissenschaftler den Eindruck bei den Filmarbeiten unter Wasser.

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