EMO 2015 Auf Knopfdruck sicher messen

Redakteur: Anne Richter

Optische und taktile Messgeräte verdrängen manuelle Hilfsmittel wie Messschrauben, Lehren und Profilprojektoren in der Produktionsumgebung zunehmend. Der Bedienerfluss bei diesen manuellen Hilfsmitteln ist nicht zu vernachlässigen. Zeiss reduziert mit O-Select diese Einflüsse auf ein Minimum. Dank eines hohen Automatisierungsgrads und einfachster Bedienung lassen sich damit komplexe Messungen schnell und reproduzierbar durchführen.

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(Bild: Zeiss)

ari. Digitale Messinstrumente sind zwar zuverlässige und sichere Prüfverfahren, Lücken in der Sicherheit können sich allerdings durch eine fehlerhafte Anwendung ergeben. Das neue optische Messsystem Zeiss O-Select schliesst diese Lücken im Qualitätssicherungsprozess. Dank eines hohen Automatisierungsgrads und einfachster Bedienung lassen sich damit 2D-Messungen schnell und reproduzierbar durchführen. Vorgestellt wurde der Zeiss O-Select erstmals auf der Messe Control in Stuttgart ab dem 5. Mai 2015.

Optisches Messsystem, das automatisiert arbeitet

«Nach ISO rückführbare und reproduzierbare Messwerte schnell und sicher zu gewinnen, stand für uns bei der Produktentwicklung im Mittelpunkt», sagt Andrzej Grzesiak, Leiter Metrology Systems bei Zeiss. Das Ergebnis ist ein optisches Messsystem, das bei der Erstellung der Messprogramme wie bei der Messung selbst automatisiert arbeitet. Die Messung erfolgt dabei einfach auf Knopfdruck: Der Anwender legt das Werkstück auf das Messfeld und startet das Programm. Innerhalb von Sekunden erfasst die Kamera die Konturen, wertet alle Prüfmerkmale aus und protokolliert diese in der Qualitätsdatenmanagement-Software Zeiss PiWeb. Mit dem Messsystem wendet sich Zeiss an Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen, von der Automobil- über die Elektronikindustrie bis zur Kunststoffverarbeitung. Zeiss O-Select eignet sich zur schnellen Masshaltigkeitsüberprüfung von Abständen, Radien oder Winkeln. Beispiele sind Stanz- und Biegeteile, Spritzguss- oder lasergeschnittene Werkstücke.

Fehler vermeiden, Qualität sichern

Bei der optischen Messung spielen Faktoren wie Abbildungstiefe beziehungsweise Beleuchtung eine entscheidende Rolle. Durch falsche Einstellungen kann der Bediener systematische Messfehler verursachen, ohne diese zu bemerken. Die Folgen einer unpräzisen Einstellung können Abweichungen, etwa bei Tiefenschärfen, von mehreren Mikrometern sein. Zeiss O-Select beseitigt die Unschärfe an Kanten automatisch, selbst wenn diese vom Anwender nicht erkennbar ist. Das Zeiss-Messsystem wählt autark den richtigen Abstand der Kamera zum Objekt, stellt die Werkstückkante scharf und maximiert den Kontrast. Zudem berechnet das Messgerät die Beleuchtungsintensität, die von Werkstück zu Werkstück variieren kann.

«Das komplexe Zusammenspiel der Optik und der Beleuchtung metrologisch umzusetzen und zu automatisieren macht die Messung rückführbar, reproduzierbar und somit sicher», sagt Grzesiak. Auch das Durchsuchen von Verzeichnissen nach dem richtigen Programm wird dem Anwender abgenommen. Denn die Zeiss-O-Select-Software vergleicht die bereits erstellten Programme mit dem aufgelegten Werkstück und öffnet dann zuverlässig das richtige. Die Lage des Bauteils erkennt das Messsystem automatisch, eine manuelle Ausrichtung ist nicht mehr notwendig.

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