Editorial SMM 06/2018 Ausgebucht

Redakteur: Matthias Böhm

Nachdem die Jahre 2015 und 2016 umsatztechnisch dürftig daherkamen, haben die Umsätze der MEM-Industrie in 2017 zugelegt. Die Aussichten für 2018 sind hervorragend. Bei einigen Werkzeugmaschinen-Spezialisten heisst es: Wir sind ausgebucht.

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Matthias Böhm, Chefredaktor Schweizer Maschinenmarkt
Matthias Böhm, Chefredaktor Schweizer Maschinenmarkt
(Bild: Thomas Entzeroth)

Während die deutsche Industrie in den letzten Jahren brummte ohne Ende, waren die Jahre 2015 und 2016 für die Schweizer Industrie grösstenteils ein Jammertal. Einer der wesentlichen Gründe war das Erstarken des Schweizer Frankens. Er beraubte die Schweizer Hersteller von Maschinen und Werkzeugen wie auch Industriegütern ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Waren Schweizer Produkte bereits vor dem Frankenschock preislich gesehen am oberen Ende der Verhandlungsskala, legten sie jetzt nochmals zu. Damit überschritten die Preise die Schmerzgrenze vieler Kunden, was zu erheblichen Umsatzeinbussen bei den Schweizer Industrie-​Unternehmen führte.

Das ist Vergangenheit. Der Schweizer Franken liegt wieder auf halbwegs normalem Kurs, was relativ schnell zu einem Anziehen der Schweizer Industrie-Konjunktur beigetragen hat. Die Nachfrage nach Investitionsgütern ist gewaltig gestiegen in der Schweiz. Die Unternehmen haben Nachholbedarf, ihre Produktion auf Vordermann zu bringen, was sich in den guten Auftragseingängen der Schweizer Werkzeugmaschinen-Händler und -Hersteller wie auch Werkzeugspezialisten zeigt. Im Gespräch gaben einige Werkzeugmaschinenspezialisten an, wenn die Auftragslage so bliebe, in den ersten beiden Monaten dieses Jahres, dann sei 2018 ausgebucht. Kurz: Wer seinen Maschinenpark erneuern will, sollte nicht mehr zu lange zögern zuzugreifen, sonst heisst es: Wir sind ausgebucht. <<

Ihr Matthias Böhm, Verlagsleiter Vogel Business Media AG

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