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Bisherige Maschine passte nicht zum Werkzeugsortiment
Gesagt getan, die Spezialisten haben sich vor drei Jahren auf dem Markt umgeschaut und auf eine europäische «High-End»-Werkzeug-Schleifmaschine gesetzt, auf dem neuesten Stand der Technik. Doch kaum war sie in Betrieb, stellte sich Ernüchterung ein: Fredy von Flüe: «Die Maschine passte nicht zu unserem Werkzeugspektrum. Es war eine reine Produktionsmaschine, die für Werkzeughersteller grosser Serien respektive Losgrössen eine gute Wahl ist. Für unser stark wechselndes Werkzeugsegment war sie zu aufwendig, sowohl in der Bedienung als auch Programmierung. Kurz: Wir brauchten eine andere Maschine.» Jetzt ging es darum, die Weichen richtig zu stellen. Die bisherige Maschine wurde an einen Serienfertiger verkauft.
Vertrauen ist gut – Kontrolle besser
Als Stefan Bühler (Techn. Berater, Springmann SA/AG) den Anforderungskatalog der Siprotool sah, machte er die Werkzeugspezialisten auf die australische Anca-Schleifmaschine aufmerksam: «Die Anca GX7 ist eine Maschine, die perfekt auf das Nachschärfen von Serien und Kleinst-Serien sowie wechselndes Aufgabenspektrum ausgerichtet ist.» Doch die Siprotool-Verantwortlichen waren skeptisch. Aufgrund ihrer Erfahrungen mit der letzten Maschine, hiess es: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Erste Prüfung: Das war «sackstark»
Die Prüfung der zweiten Maschinen-Evaluierung fiel deshalb sehr streng aus, wie Fredy von Flüe betont: «Wir haben die Anca auf Herz und Nieren geprüft. Zuerst haben wir ein paar anspruchsvollere Werkzeuge aus unserem Sortiment mitgenommen und sie von den Anca-Spezialisten vor Ort schleifen lassen. Anschliessend präsentierten wir noch ein Spezialwerkzeug für die Holzbearbeitung, sozusagen als Überraschung. Ich muss hier hinzufügen, dass die Anca-Spezialisten auf ein Holzwerkzeug überhaupt nicht vorbereitet waren. Umso beeindruckender war, wie sie das programmiert und geschliffen haben. Sogar mich, als gestandenen Werkzeugschleifer, hat das beeindruckt. So etwas habe ich bei einer Maschinenvorführung noch nicht gesehen.»
Zweite Prüfung: «sackstarke» Vorführung
Trotz der ersten überzeugenden Vorstellung mussten die Anca-Spezialisten eine zweite Prüfung über sich ergehen lassen, Fredy von Flüe: «Um ganz sicherzugehen, haben wir ein komplexes Pflichtenheft zusammengestellt. Ich habe eine weitere Palette ‹schwieriger› Werkzeuge mitgenommen. Wie sie diese Werkzeuge auf der Anca GX7 im Vorführzentrum geschliffen haben, das war sackstark.»
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