Microstep: Laserschneiden Automatisiert be- und entladen ist effizienter

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Strassenschilder und Verkehrssignale fertigt der Spezialist Swarco Dambach GmbH seit wenigen Monaten auf einer vollständig vom Be- bis zum Entladen automatisierten Laserschneidanlage. Diese Anlage ersetzt bis zu zehn Bearbeitungs­stationen und verkürzt deutlich die Durchlaufzeiten.

Ein Vakuum-Saugheber transportiert Blechplatinen und geschnittene Blechteile zum und vom Wechseltisch weg.
Ein Vakuum-Saugheber transportiert Blechplatinen und geschnittene Blechteile zum und vom Wechseltisch weg.
(Bild: Microstep)

An Strassen, Ortseinfahrten und Baustellen sind die Produkte der Swarco Dambach GmbH im badischen Gaggenau zu sehen – Hinweis-, Warn-, Ge- und Verbotsschilder sowie Ortstafeln. Das Unternehmen entwickelt und produziert Komponenten und komplette Systeme zur Sicherung, Lenkung und Regulierung des Strassenverkehrs. Dazu gehören Stras­senmarkierungen, Beschilderungen und Verkehrssignale. Darüber hinaus produziert das Unternehmen auch digitale und automatisierte Komponenten für Verkehrsmanagement. Wie Bernard Frank, Werksleiter bei Swarco Dambach in Gaggenau, berichtet, erfordert die Produktion von Standard­beschilderungen wegen des internationalen Wettbewerbs an einem kostenintensiven Standort in Europa äusserst wirtschaftliche Verfahren. Beispielsweise konkurrieren in Deutschland etwa 15 Hersteller miteinander. Zur Produktion sind die wesentlichen Komponenten und Faktoren vorgegeben, darunter das Blech, die Folienbeschichtung und die Farbe nach RAL. Um Aufträge zu erhalten, zählten vor allem kurze Lieferzeiten und niedrige Kosten sowie Effizienz und Flexibilität in der Produktion, wie Bernard Frank ausführt.

Ein Laser satt zehn Maschinen

Für mehr Produktionsgeschwindigkeit und Effizienz in den Prozessen hat das Traditionsunternehmen in der jüngeren Vergangenheit begonnen, vermehrt in die Modernisierung des deutlich in die Jahre gekommenen Technologieparks zu investieren. Wichtigste Investition ist ein Faserlasersystem der Baureihe MSF Pro von Microstep. Zur Anlage gehört ein automatisiertes Handling für Bleche MSLOad. Diese Anlage ersetzt in der Produktion zehn andere Bearbeitungsstationen, unter anderem Stanz-Nibbel-Maschinen, Laser und Fräsmaschinen. «Wir sind nun flexibler, schneller, effizienter, produzieren kostengünstiger und bei höherer Qualität. Wir sind mit Lichtgeschwindigkeit im 21. Jahrhundert angekommen», sagt dazu Andreas Flamm, strategischer Einkauf bei Swarco Dambach GmbH. Meist werden 2 und 3 mm dicke Bleche aus Aluminium geschnitten. Die ehemals erforderliche Nacharbeit entfällt. Nur selten werden etwas dickere Bleche und mitunter auch einmal Stahlbleche geschnitten.

Sorgfältig geplant

Auf der Suche nach der richtigen Lösung liessen sich Andreas Flamm und Bernard Frank viel Zeit. Es sollte eine wegweisende Schlüsseltechnologie im Unternehmen installiert werden. Einig war man sich, dass eine 2D-Laserschneidmaschine zum Schneiden 4000 mm x 2000 mm messender Standardbleche erforderlich ist. Besondere Forderung ist, dass die Bleche keine Kratzer und andere Oberflächenbeschädigungen beim Bearbeiten erleiden dürfen. Beim Evaluieren unterschiedlicher Anlagen ergab sich die Idee, die Bleche automatisiert zu be- und zu entladen. Dazu sagt Bernard Frank: «Nicht alle Hersteller haben die Technologie mit Automatisierung. Einige würden es vielleicht anbieten, müssten aber dann erst noch entwickeln. Microstep hatte das System und es funktioniert. Deshalb bin ich auch zufrieden. Auch das Konzept, die Bleche aufzunehmen, ohne Kratzer zu hinterlassen, funktioniert.» Andreas Flamm ergänzt: «Wir sind durchaus ein anspruchsvoller Kunde. Wir haben un­heimlich viele Muster durch die Gegend geschickt, getestet und gelasert. Mit verschiedenen Laserstärken gespielt, mit verschiedenen Blechdicken gespielt. Weil das für uns eine gewaltige Investition ist, die genau so funktionieren muss, wie wir es brauchen. Microstep hat keine Mühen gescheut.» Schliesslich haben sich die Blechverarbeiter für eine Anlage von Microstep entschieden.

2D-Laserschneiden

Der Schilderhersteller arbeitet nun seit einigen Monaten mit einer Laserschneidmaschine der Bau­reihe MSF Pro. Diese Anlage fertigt besonders produktiv dank hoher Schneidgeschwindigkeiten. Sie ist in nahezu allen Fertigungsschritten und Komponenten automatisiert. Zum Beispiel verfügt sie über einen Wechseltisch, eine Reinigungs- und Kalibrier­station und einen selbsttätigen Düsenwechsel. Für den 2D-Laserschneidkopf EX-Trabeam PRO liefert eine Faserlaserquelle YLS 4000 von IPG bis 4 kW Schneidleistung. Auf dem Wechseltisch kann der Laser bis 4000 x 2500 mm messende Blech­tafeln schneiden. Staub und Gase saugt eine Filteranlage DFPRO 8-R Cyclopeel von Donaldson ab.

Effizient mit automatisiertem Lader

Für höchste Effizienz und Produktivität investierte Swarco in eine Automation MSLoad. Das modular aufgebaute System dient dazu, Blechplatinen zu beladen und geschnittene Blechteile zu entladen. Eingesetzt werden kann es in Kombination mit allen Laser- und Plasmaschneidanlagen von Microstep, die über ein automatisches Wechseltischsystem verfügen. Mit einem Vakuumheber werden Blechtafeln von der Aufnahmestation zum Wechseltisch transportiert. Der Wechseltisch bringt das Blech automatisch in die Schneidkabine des Faserlasers und nach dem Schneiden wieder heraus. Eine Entladegabel entnimmt die geschnittenen Blechteile und legt sie auf der Abladestation ab. Parallel bringt der Vakuumheber eine weitere Blechtafel auf den Wechseltisch. Somit kann die Schneidanlage stetig beschickt und betrieben werden. Um Kratzer bei den aneinander haftenden Rohblechen zu minimieren, hat der Schilderhersteller eine weitere Technologie integriert. Beim Beladen hebt zunächst nur eine einzelne Saugplatte das Blech, um es zu vereinzeln. Ein Sensor misst die Blechdicke und gibt über die Steuerung den weiteren Transport auf den Wechseltisch nur bei Übereinstimmung mit den Parametern aus dem geladenen Schneidprogramm frei. - kmu - SMM

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