Zur Messe Tube and Wire zeigte die Microstep Europa GmbH Laserbearbeitung für Bleche und Rohre. Insbesondere Rohr- und Profilabschnitte lassen sich komplett bearbeiten.
Rohrbearbeitung stellte die Microstep Europa GmbH zur Messe in Düsseldorf in den Fokus.
(Bild: Microstep)
Die Microstep Europa GmbH, Bad Wörishofen, hat als Spezialist für Anlagen zum Bearbeiten von Blechen und Profilen ein umfangreiches Programm an Maschinen und Anlagen, um Rohre zuzuschneiden, Aussparungen einzubringen und Fasen automatisiert vorzubereiten. Diese nutzen dazu Laser, Plasma- und Autogenbrenner. Sie werden als Multifunktionsanlagen oder auch als weitreichend automatisierte, individuell auf Rohrbearbeitung ausgelegte Systeme ausgeführt. In diesem Jahr fokussiert der Hersteller auf seinen Rohrbearbeitungslaser «MSE Tube».
Universell einsetzbar
Die Rohrlaser von Microstep sind speziell konzipiert, um produktiv und genau Rundrohre, Profile und Träger zu bearbeiten. Dank hochwertiger Komponenten, automatischer Be- und Entladung und Positionierung gelingt die Bearbeitung unterschiedlicher Halbzeuge prozesssicher und äusserst effizient. In der Baureihe «MSE Tube» stehen 2D- und 3D-Laser zur Verfügung zum Bearbeiten von 12 bis 580 mm im Durchmesser und bis zu 12,2 m langen Halbzeugen. Die dafür genutzten Laser haben bis 15 kW Laserleistung. Zu universellen Anwendungen sagt Johannes Ried, Geschäftsführer der Microstep Europa GmbH: «Ob im Anlagen- oder Maschinenbau, in der Energie- oder Klimatechnik wie auch im Bereich Automotive und Agrar – der Zuschnitt von Rohren spielt eine wichtige Rolle auf dem Weg zum finalen Produkt. Bei Microstep Europa haben wir mehrere Lösungen, um die Schneidaufgabe Rohr – abhängig von Material, Durchmesser, Wandung wie auch Automationsbedürfnis – zu lösen. Rohrlaser der Baureihe ‹MSE Tube› sind exzellente Maschinen für alle Anwender, die Aufgaben effizient und präzise abarbeiten müssen.»
Kombinierte Verfahren
Insbesondere Zulieferer benötigen meist multifunktionale Maschinen und Anlagen, um flexibel unterschiedliche Halbzeuge in raschen Wechsel wirtschaftlich bearbeiten zu können. Dafür präsentiert Microstep seine kombinierten Schneidanlagen. In einem System kombinieren sie eine 3D-Bearbeitung von Rohren, Blechen, Profilen und Behälterböden. Diese prozesssicheren Anlagen sind seit Jahren geschätzte Produktionshelfer in vielen Fertigungen. Beispielsweise der STF Maschinen- und Anlagenbau GmbH, einem Hersteller von Anlagen für Recycling, hat durch diese kombinierte Technologie beim Rohrzuschnitt Bearbeitungszeiten um bis zu 80 Prozent verkürzt.
Für grosse Bauteile individuell konstruiert
Für besondere Forderungen hat der Bad Wörishofener Anlagenhersteller auch Spezialanlagen und individuell konzipierte Systeme verwirklicht. Das betrifft unter anderem eine innovative Kombination aus Schneidmaschine und Roboter beim Offshore-Hersteller Jan de Nul in Luxemburg. Ein an einer Plasmaschneidanlage integrierter Roboterarm mit Autogenbrenner ermöglicht die Bearbeitung von Rohren bis 2000 mm Durchmesser und bis 80 mm dicken Rohrwänden.
Seitlich am Portal angebaut kann der Roboter mit einem Autogenbrenner Rohre und Profile bis 2000 mm Durchmesser und 80 mm Wanddicke schneiden.
(Bild: Microstep)
Microstep lieferte die komplette Schneidanlage. Sie hat 12 000 x 3000 mm Schneidbereich für bis zu 150 mm dicke Bleche. Eine spezielle Zone ist dem Bearbeiten mit Roboter vorbehalten. Dieser ist an der Aussenseite des Schneidportals angebracht und kann Rohre bis 2000 mm Durchmesser und bis 80 mm Wanddicke bearbeiten.
Die Herausforderung bestand darin, das Schneiden und Positionieren von Rohren im gesamten geforderten Durchmesserbereich und bei allen verwendeten Wanddicken zu gewährleisten. Zudem sollte die Anlage sämtliche zu bearbeitenden Rohre handhaben.
Ein Laserscanner sorgt dafür, dass der Roboter auch unregelmässigen Geometrien exakt folgt und mit dem Autogenbrenner genau schneidet.
(Bild: Microstep)
Als besonders geeignet hat sich ein Autogenbrenner erwiesen, der mit dem Roboterarm positioniert wird. Das ist sehr flexibel und unabhängig von der Höhe des Portals. So ist es möglich, die Rohrschneidvorrichtung sowie die Stützrollen auf dem Boden ohne Grube zu platzieren. Somit können auch Rohre bis zu 2 m Durchmesser geschnitten werden. Zur Kompensation möglicher produktionsbedingter Abweichungen der zu schneidenden Rohre von ihrer Idealform wird ein Laserscanner, der im Brennerhalter integriert ist, verwendet. Dieser tastet die Oberfläche der Rohre an den zu bearbeitenden Stellen ab. Falls Abweichungen festgestellt werden, wird das Schneidprogramm automatisch angepasst, so dass im Ergebnis wesentlich genauer geschnitten wird.
Der Einsatz von Scannern in Kombination mit einer ausgefeilten Steuerung für den Roboter (Ausgleich der vorhandenen Ungenauigkeiten der Roboterkonstruktion) und der dezidierten 3D-CAM-Software «mCAM» ermöglicht das genaue Schneiden von Öffnungen und Konturen unterschiedlichster Formen. Die Rohrschneidzone ist mit einer Sicherheitslichtschranke ausgestattet. Das gewährleistet Sicherheit fürs Personal im Arbeitsbereich des Roboters.
(kmu)
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Stand vom 30.10.2020
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