>> Balzers: profitabelster Bereich bei Oerlikon

Redakteur: Anne Richter

Mit einer Marge von 20 Prozent ist Oerlikon Balzers 2011 der mit Abstand profitabelste Geschäftsbereich im gesamten OC Oerlikon Konzern gewesen. Das zeigen die Unternehmensergebnisse von OC Oerlikon, die auf der jährlichen Bilanzmedienkonferenz am 5. März 2012 in Zürich von der Konzernleitung bekanntgegeben wurden.

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Die Markteinführung des Beschichtungssystems Igenia trägt zum Erfolg von Oerlikon Balzers in 2011 bei. (Bild: Oerlikon Balzers)
Die Markteinführung des Beschichtungssystems Igenia trägt zum Erfolg von Oerlikon Balzers in 2011 bei. (Bild: Oerlikon Balzers)

ari. Mit einer Marge von 20 Prozent ist Oerlikon Balzers 2011 der mit Abstand profitabelste Geschäftsbereich im gesamten OC Oerlikon Konzern gewesen. Das zeigen die Unternehmensergebnisse von OC Oerlikon, die auf der jährlichen Bilanzmedienkonferenz am 5. März 2012 in Zürich von der Konzernleitung bekanntgegeben wurden. Demnach hat der Oerlikon Konzern seine Leistung im Jahr 2011 weiter erheblich verbessert. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz um 16 Prozent auf CHF 4,2 Mrd. steigern und die Profitabilität auf eine Rekord-EBIT-Marge von 10 Prozent erhöhen.

Diese Zahlen sind laut Unternehmensmeldung das Ergebnis eines tiefgreifenden Veränderungsprozesses, den das Unternehmen durchlaufen hat und der zu einer rekordhohen Profitabilität in den Segmenten Textile, Coating und Vacuum führte. Im gesamten Konzern sind Massnahmen zur Verbesserung der operativen Leistung, Stärkung der Innovationsfähigkeit und weiteren Erschliessung von Wachstumsmärkten umgesetzt worden. Diese Massnahmen haben zu einer deutlichen Verbesserung der operativen Leistung im gesamten Konzern geführt. Damit sieht sich Oerlikon sehr gut für weiteres nachhaltiges und profitables Wachstum aufgestellt.

Beschichtung: Branchenführer Oerlikon Coating

Das Oerlikon Balzers (Segment Coating) erzielte im Jahr 2011 eine herausragende Leistung. Der EBIT erreichte CHF 97 Mio., was einer Marge von 20 Prozent entspricht. Der Umsatz des profitabelsten Segments des Oerlikon Konzerns wuchs um 15 Prozent auf CHF 484 Mio., gestützt durch die Erholung in der Automobilindustrie, vor allem in Europa. Ausserdem expandierte das Segment massgeblich in Asien, wo zwei neue Beschichtungszentren in China und eines in Indien eröffnet wurden. Durch nachhaltige F&E-Investitionen stärkte das Segment seine Positionierung als Technologieführer in seiner Branche. Ein Meilenstein im Jahr 2011 war die Markteinführung der Scalable Pulsed Power Plasma (S3p)-Technologie und des Beschichtungssystems Ingenia (SMM berichtete in SMM 22/2011), das Kunden robustere Prozesse, verbesserte Qualität, höhere Präzision und erweiterte Produktivitätsstandards bietet. Aktuell betreibt das Segment weltweit 87 Beschichtungszentren. Im Jahr 2012 will das Segment weiter expandieren, und zwar sowohl mit neuen Zentren als auch mit der verstärkten Einführung neuer Technologien in den vorhandenen Zentren. Der Ausblick für Oerlikon Coating ist positiv mit weiterem Wachstum bei stabilen Margen.

Technologieführerschaft als Basis

Innovationen bildeen den Kern der Unternehmensphilosophie von Oerlikon. Mit innovativen Produkten will sich das Unternehmen im Wettbewerb differenzieren. Dementsprechend sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung ein wichtiger Erfolgsfaktor und lagen im Jahr 2011 bei CHF 213 Mio. oder 5 Prozent des Umsatzes. Neben der S3p-Technologie hat das Unternehmen 2011 mehrere wegweisende Innovationen auf den Markt gebracht: sieben komplett neu entwickelte Textilmaschinen, neue Getriebesysteme für Lamborghini, Aston Martin und McLaren, eine neue Serie elektrischer Torque-Hub-Antriebe im Bereich schwerer Nutzfahrzeuge (Off-Highway), die Magintegra Vakuumpumpe, eine zweite Generation der Thinfab Solarmodul-Produktionslinie sowie Hexagon, ein neues Beschichtungssystem für das Advanced Packaging in der Halbleiterindustrie. <<

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