Josef Binkert AG übernimmt Vertretung von Brother in der Schweiz Binkert bringt Brother

Von Nastassja Neumaier 4 min Lesedauer

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Per 1. Juni 2026 ergänzt die Josef Binkert AG ihr Portfolio um Bearbeitungszentren von Brother. Im SMM-Interview erklärt CEO Christoph Allemann, welche Lücke diese Partnerschaft schliesst und wie Schweizer KMU davon profitieren.

Die Josef Binkert AG hat sich in den vergangenen Jahren stark auf das Thema CNC-Drehen fokussiert – insbesondere mit den Marken CMZ (im Bild) und Colchester. Mit Brother erweitert das Unternehmen nun gezielt sein Portfolio im Bereich hochproduktiver Bearbeitungszentren. V. l. n. r.: Stefan Appenzeller (Leiter Tools / IT), Paulette Binkert (Geschäftsführerin) und Christoph Allemann (CEO) während des Anwenderlunchs am 7. Mai 2026.(Bild:  Nastassja Neumaier)
Die Josef Binkert AG hat sich in den vergangenen Jahren stark auf das Thema CNC-Drehen fokussiert – insbesondere mit den Marken CMZ (im Bild) und Colchester. Mit Brother erweitert das Unternehmen nun gezielt sein Portfolio im Bereich hochproduktiver Bearbeitungszentren. V. l. n. r.: Stefan Appenzeller (Leiter Tools / IT), Paulette Binkert (Geschäftsführerin) und Christoph Allemann (CEO) während des Anwenderlunchs am 7. Mai 2026.
(Bild: Nastassja Neumaier)

Herr Allemann, welcher strategische Gedanke steckte dahinter, Brother in das Portfolio der Josef Binkert AG aufzunehmen?

Christoph Allemann: Brother passt strategisch hervorragend zur Schweizer Industrielandschaft. Die Schweiz verfügt über eine Vielzahl hochspezialisierter KMU, insbesondere in Bereichen wie Mikromechanik, Uhrenindustrie, Medizintechnik sowie generell der Präzisionsfertigung und den klassischen MEM-Industrien. Genau in diesen Branchen sind kompakte, hochdynamische und gleichzeitig äusserst präzise Bearbeitungszentren gefragt.

Mit Brother erweitern wir unser Portfolio um eine Marke, die technologisch perfekt auf diese Anforderungen abgestimmt ist. Die Maschinen überzeugen durch Geschwindigkeit, Energieeffizienz, Präzision und hohe Produktivität – Eigenschaften, die für Schweizer Fertigungsunternehmen entscheidend sind. Gerade Schweizer KMU profitieren von der hohen Dynamik, den kurzen Span-zu-Span-Zeiten, dem geringen Platzbedarf sowie der hohen Prozessstabilität der Brother-Maschinen. Dadurch lassen sich kleine bis mittlere Losgrössen besonders wirtschaftlich fertigen – ein typisches Anforderungsprofil vieler Schweizer Produktionsbetriebe.

Auch im Bereich Automation sehen wir grosses Potenzial. Viele Brother-Maschinen lassen sich hervorragend in automatisierte Fertigungszellen integrieren, was insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und steigender Produktivitätsanforderungen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Zusätzlich bieten wir mit der neuen DTS-Binkert Automation eine hauseigene Automatisierungslösung an. Diese zeichnet sich insbesondere durch ihre kompakte Bauweise, hohe Präzision sowie ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Damit können wir unseren Kunden wirtschaftliche und platzsparende Automationslösungen direkt aus einer Hand anbieten.

Wie fügt sich Brother in das bestehende Maschinenprogramm von Binkert ein?

Ch. Allemann: Die Josef Binkert AG hat sich in den vergangenen Jahren stark auf das Thema CNC-Drehen fokussiert – insbesondere mit den Marken CMZ und Colchester. Mit Brother ergänzen wir unser Portfolio nun gezielt im Bereich hochproduktiver Bearbeitungszentren. Zusammen mit Yasda ergibt sich dadurch ein sehr stimmiges Gesamtprogramm: von höchster Präzision im Formenbau bis hin zu schnellen und flexiblen Produktionslösungen für die Serienfertigung. Brother schliesst damit eine wichtige Lücke in unserem Angebot und erweitert unsere Möglichkeiten, Kunden ganzheitlich zu beraten.

Für welche Brother-Modelle sehen Sie aktuell das grösste Potenzial im Schweizer Markt und warum?

Ch. Allemann: Grundsätzlich sehen wir im gesamten Brother-Portfolio grosses Potenzial für den Schweizer Markt. Der entscheidende Vorteil für unsere Kunden liegt darin, dass Brother für nahezu jede Fertigungsanforderung das passende Maschinenkonzept bietet – vom kompakten 3-Achsen-Bearbeitungszentrum bis hin zur hochmodernen 5-Achsen-Lösung mit bis zu 100 Werkzeugplätzen.

Die Frage nach der «geeignetsten» Brother-Maschine lässt sich daher nicht allgemein beantworten. Die optimale Lösung ist immer jene Maschine, die exakt auf die jeweilige Anwendung, die Produktionsziele und die individuellen Anforderungen des Kunden abgestimmt ist. Genau diese Flexibilität macht Brother für viele Schweizer Fertigungsunternehmen besonders attraktiv. Insbesondere in Branchen wie Medizintechnik, Uhrenindustrie, Mikromechanik sowie der allgemeinen Präzisions- und Zulieferindustrie sehen wir grosses Potenzial für flexible 5-Achsen-Lösungen. Gleichzeitig bieten die klassischen Speedio-Modelle enorme Vorteile für Unternehmen, die Wert auf hohe Dynamik, kurze Nebenzeiten, Prozesssicherheit und wirtschaftliche Serienfertigung legen.

Zusammen mit unserer hauseigenen DTS-Binkert Automation entstehen daraus kompakte, präzise und wirtschaftliche Fertigungslösungen aus einer Hand – optimal abgestimmt auf die Anforderungen moderner Schweizer KMU.

Welche Services bieten Sie an? Welche Lieferzeiten garantieren Sie?

Ch. Allemann: Die Josef Binkert AG steht seit über 70 Jahren für kompetente Beratung, hohe Servicequalität und langfristige Kundenpartnerschaften. Genau dieses Serviceverständnis bringen wir selbstverständlich auch in die Zusammenarbeit mit Brother ein. Unser Ziel ist es, unseren Kunden nicht nur eine Maschine zu liefern, sondern eine langfristig zuverlässige und wirtschaftliche Fertigungslösung anzubieten. Unsere Kunden profitieren dabei von einem umfassenden Gesamtpaket: von der Beratung und Prozessauslegung über die Installation und Inbetriebnahme bis hin zu vorbeugenden Wartungen, Inspektionen, schneller Ersatzteilversorgung und praxisnahen Anwenderschulungen. Ergänzend bieten wir attraktive Finanzierungslösungen sowie mit der neuen DTS-Binkert Automation auch kompakte, präzise und wirtschaftliche Automatisierungslösungen aus einer Hand an.

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Besonders wichtig ist uns eine hohe Verfügbarkeit und schnelle Reaktionszeit. Deshalb führen wir die wichtigsten Brother-Modelle direkt ab Lager. Zusätzlich können wir über das europäische Brother-Zentrallager Maschinen in der Regel innerhalb von rund einer Woche liefern. So schaffen wir für unsere Kunden maximale Planungssicherheit und kurze Lieferzeiten.

Haben Sie Ihr (Service-)Team im Rahmen der Portfolioerweiterung ausgebaut oder umgeschult?

Ch. Allemann: Ja. Sowohl unser Service- als auch unser Vertriebsteam wurden in den vergangenen Wochen intensiv auf die Maschinenkonzepte und Technologien von Brother geschult. Damit stellen wir sicher, dass unsere Kunden von Anfang an kompetent beraten und zuverlässig unterstützt werden. Unser Anspruch ist es, nicht nur Maschinen zu liefern, sondern langfristige Partnerschaften mit unseren Kunden aufzubauen – mit technischem Know-how, schneller Reaktionszeit und praxisnaher Unterstützung.

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